Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 sinkt um 0,4%, FTSE 100 -0,3% nach US-Streiks im Iran

Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 sinkt um 0,4%, FTSE 100 -0,3% nach US-Streiks im Iran
Deepali Singh
23. Juni 2025, 09:33 AM
  • Europäische Aktien eröffneten am Montag niedriger (Stoxx 600 -0,4%), nachdem die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten.
  • Die US-Angriffe zielten am Wochenende auf drei iranische Atomanlagen in Fordo, Isfahan und Natanz.
  • Trumps Maßnahme überraschte die Märkte und kam früher als die zuvor angegebene Frist von "innerhalb von zwei Wochen".

Die europäischen Aktienmärkte begannen die Handelswoche am Montag im negativen Bereich, wobei die wichtigsten Indizes nachgaben, da der eskalierende Konflikt im Nahen Osten – und die direkte Beteiligung der USA daran – weiterhin im Vordergrund der globalen Anleger stand.

Der paneuropäische Stoxx 600 Index gab nach, wobei fast alle Sektoren im Minus lagen, was eine klare Risk-Off-Stimmung auf dem gesamten Kontinent widerspiegelt.

Etwa 10 Minuten nach Beginn der Handelssitzung am Montag notierte der paneuropäische Stoxx 600 0,4% niedriger. Dieser Abschwung war breit angelegt und betraf alle wichtigen nationalen Börsen.

Der französische CAC 40 führte die Verluste mit einem Minus von 0,7 % an. Die vorbörslichen Futures-Daten von IG hatten bereits einen pessimistischen Start signalisiert, wobei der Londoner FTSE voraussichtlich 0,3% niedriger bei 8.747 eröffnen würde, der deutsche DAX um 0,4% auf 23.222, der französische CAC 40 um 0,5% niedriger bei 7.536 und der italienische FTSE MIB voraussichtlich um 0,6% fallen würde.

Der Katalysator für diese Marktvorsicht war die bedeutende Entwicklung am Wochenende, als die Vereinigten Staaten in den anhaltenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran eintraten.

Die USA haben Angriffe auf drei wichtige Atomanlagen in Fordo, Isfahan und Natanz geflogen.

Dieser Schritt von US-Präsident Donald Trump kam für viele Anleger überraschend, da das Weiße Haus erst am vergangenen Freitag angedeutet hatte, dass eine Entscheidung über einen Angriff auf den Iran "innerhalb der nächsten zwei Wochen" getroffen werde.

Die unmittelbare Folge dieser Angriffe war ein weiterer Anstieg der Ölpreise und die erneute Angst vor einem größeren, destabilisierenderen Konflikt im Nahen Osten.

Diese Stimmung übertrug sich auf die asiatischen Märkte, die über Nacht gefallen waren, und spiegelte sich auch in den US-Aktienfutures wider, die vor der Sitzung am Montag fielen.

Der einzige Sektor, der sich dem negativen Trend in Europa widersetzte, war Öl und Gas, die vom Anstieg der Rohölpreise profitierten.

Eine widersprüchliche Ruhe? Warum die Märkte die Eskalation abschütteln

Paradoxerweise würde der Eintritt der USA in den Krieg zwischen Israel und dem Iran in der Regel als großer geopolitischer Krisenherd angesehen, der die Märkte ins Trudeln bringen könnte, aber die unmittelbare Reaktion, wenn auch negativ, war etwas begrenzt.

Einige Anleger und Strategen scheinen die Eskalation vorerst weitgehend abzuschütteln.

Diese scheinbar gedämpfte Reaktion könnte auf der Überzeugung einiger Marktteilnehmer beruhen, dass der Konflikt geografisch begrenzt bleiben und sich nicht zu einer größeren, globalen Konfrontation ausweiten wird.

Es zeichnet sich auch eine konträre Sichtweise ab, die darauf hindeutet, dass dieser eingedämmte Konflikt auf lange Sicht für bestimmte Risikoanlagen positiv sein könnte, obwohl diese Sichtweise noch nicht weit verbreitet ist.

Das Potenzial, dass die globale Marktstimmung in dieser Woche weiter einbricht, bleibt jedoch hoch, da sich die Situation weiter entwickelt.