Internationale Aktien werden als bester Handel seit 5 Jahren bezeichnet, da Israel und Iran den Waffenstillstand verletzen

Internationale Aktien werden als bester Handel seit 5 Jahren bezeichnet, da Israel und Iran den Waffenstillstand verletzen
Wajeeh Khan
24. Juni 2025, 21:32 PM
  • BofA-Umfrage deutet darauf hin, dass Anleger internationale Aktien gegenüber US-Aktien bevorzugen.
  • Der israelisch-iranische Konflikt trägt dazu bei, das Interesse an internationalen Aktien zu steigern.
  • Der ACWX-Fonds hat den S&P 500-Index seit Jahresbeginn deutlich übertroffen.

Die globalen Finanzmärkte bleiben in dieser Woche im Fokus, nachdem die USA am Wochenende Luftangriffe auf drei iranische Atomanlagen geflogen haben, auf die Teheran mit einem Angriff auf die US-Stützpunkte in Katar reagierte.

Die US-Militäraktion, die darauf abzielt, Teherans nukleare Ambitionen einzudämmen, hat die Angst vor einem viel größeren Konflikt im Nahen Osten geschürt, insbesondere seit Präsident Trump danach einen Waffenstillstand verkündet hat, den Berichten zufolge sowohl Israel als auch der Iran am Dienstag verletzt haben.

Inmitten der bereits erwähnten geopolitischen Eskalation entfaltet sich ein tieferer Trend, der auf einen großen Wandel in der Anlegerstrategie hindeutet: den Aufstieg internationaler Aktien.

Geopolitische Spannungen, kombiniert mit Zweifeln an der langfristigen Widerstandsfähigkeit des USD und der sich entwickelnden globalen Handelsdynamik, veranlassen die Anleger dazu, außerhalb der größten Volkswirtschaft der Welt nach lukrativen Renditen zu suchen.

Fondsmanager wenden sich zunehmend internationalen Aktien zu

Globale Anleger sind zunehmend davon überzeugt, dass internationale Aktien in den nächsten fünf Jahren eine bessere Wahl sind als ihre US-Pendants, wie aus der jüngsten Fondsmanagerumfrage der Bank of America hervorgeht.

"Weniger als ein Viertel glaubt, dass US-Anlagen weiterhin die Renditen dominieren werden, und nur 5,0 % gehen davon aus, dass Anleihen am besten abschneiden werden", schrieb Michael Hartnett, der Chefanlagestratege der Bank, in seinem jüngsten Bericht.

Dies markiert einen deutlichen Stimmungsumschwung bei großen institutionellen Anlegern, die bis vor kurzem noch weitgehend in US-Tech-Giganten übergewichtet waren.

Beachten Sie, dass der "ACWX" oder der iShares MSCI All-Country World Index (ohne US) ETF derzeit um rund 15 % gestiegen ist, was deutlich über dem Gewinn von 2 % liegt, den der S&P 500-Index im Jahr 2025 erzielen konnte.

Noch wichtiger ist, dass die diesjährige Performance die stärkste des Fonds im Vergleich zum Referenzindex seit seiner Auflegung im Jahr 2008 darstellt, was darauf hindeutet, dass die Anleger in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 sehr optimistisch für internationale Aktien sind.

Ein Grund, warum globale Anleger zunehmend internationale Aktien gegenüber US-Aktien bevorzugen, ist die Abkehr vom Greenback.

Die Positionierung des USD ist auf ein Niveau gefallen, das seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde, da die Anleger die Attraktivität der Währung als sicherer Hafen im Zuge der aggressiven Handelspolitik von Präsident Donald Trump und des Wiederaufkommens geopolitischer Risiken im Nahen Osten neu bewerten.

Der Israel-Iran-Konflikt steigert das Interesse an internationalen Aktien

Der Angriff auf den Iran hat die ohnehin fragilen Beziehungen im Nahen Osten weiter belastet.

Israel, ein enger Verbündeter der USA und langjähriger Gegner des Iran, wird wahrscheinlich noch tiefer in die Krise hineingezogen werden, was den Einsatz für die Region und damit auch für die globalen Märkte erhöhen wird.

Die Energiepreise steigen aufgrund von Versorgungssorgen bereits an, obwohl sich die Anleger anscheinend anderswo absichern.

Gold, das in Krisenzeiten lange Zeit der bevorzugte Vermögenswert war, erfährt wieder Interesse. Hartnett merkt an, dass "Long-Gold den dritten Monat in Folge der am stärksten frequentierte Trade ist", so 41 % der befragten Fondsmanager.

Damit entthront der US-Tech-Trade der "Magnificent 7", der über zwei Jahre lang die Portfolios der Anleger dominiert hatte.

Gleichzeitig gewinnen die Schwellenländer wieder an Bedeutung. Im Juni erhöhten die Anleger ihre Allokationen in Aktien, Schwellenländern und Finanzwerten der Eurozone und reduzierten gleichzeitig ihr Engagement in US-Aktien, dem Dollar und Energie.

Diese Veränderungen deuten auf einen wachsenden Appetit auf Diversifizierung inmitten geopolitischer Unsicherheiten hin.

Während die langfristigen Auswirkungen der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran unklar bleiben, wird die kurzfristige Reaktion des Marktes immer entscheidender: In einer Welt, die von Konflikten und Unsicherheiten erschüttert wird, werden internationale Aktien als die beste Gelegenheit für die nächsten fünf Jahre gepriesen.