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Asiatische Märkte eröffnen: Aktien stabilisieren sich aufgrund von Waffenstillstandshoffnungen; Sensex eröffnet höher

Asiatische Märkte eröffnen: Aktien stabilisieren sich aufgrund von Waffenstillstandshoffnungen; Sensex eröffnet höher
Deepali Singh
25. Juni 2025, 04:57 AM
  • Asiatische Aktien stabilisierten sich am Mittwoch, da die Hoffnung auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten die Stimmung beflügelte.
  • Der indische Sensex steht vor einem positiven Start, wobei die Nifty-Futures um 0,43% gestiegen sind, unterstützt durch niedrigere Ölpreise.
  • Die Ölpreise erholten sich leicht, nachdem sie in zwei Sitzungen aufgrund von Nachrichten über den Waffenstillstand um fast 15 $ gefallen waren

Die asiatischen Aktienmärkte fanden am Mittwoch eine gewisse Stabilität, wobei die meisten regionalen Indizes stabil bis leicht höher gehandelt wurden.

Ein brüchiger Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran, der von US-Präsident Donald Trump angekündigt wurde, schien die Stimmung der Anleger zu verbessern, auch wenn die Lage im Nahen Osten angespannt bleibt.

Dieser vorsichtige Optimismus, gepaart mit niedrigeren Ölpreisen, dürfte indischen Benchmarks wie dem Sensex einen positiven Start bescheren.

Ein wackeliger Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran hat vorerst gehalten und bietet eine Atempause von den akuten geopolitischen Ängsten, die zuvor die Märkte erschüttert hatten.

Doch die Ruhe ist prekär. Israel hat erklärt, dass es energisch auf die iranischen Raketenangriffe reagieren wird, nachdem Präsident Trump ein Ende der Feindseligkeiten angekündigt hatte, was darauf hindeutet, dass das Potenzial für ein erneutes Aufflammen des Konflikts nach wie vor hoch ist.

Um die Komplexität noch zu erhöhen, deutet eine vorläufige Einschätzung der US-Geheimdienste darauf hin, dass die jüngsten US-Luftangriffe die nuklearen Fähigkeiten des Iran nicht zerstört, sondern nur um einige Monate zurückgeworfen haben.

Diese Einschätzung steht im Widerspruch zu Präsident Trumps früheren, eindeutigeren Äußerungen, dass das iranische Atomprogramm "ausgelöscht" worden sei.

Trotz dieser Unterströmungen scheinen die Märkte die unmittelbaren Risiken mit einem Achselzucken abzutun. "Obwohl der Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran etwas schwach erscheint, zucken die Märkte mit den Schultern", kommentierte Kyle Rodda, Senior Financial Markets Analyst bei Capital.com.

Diese Stimmung spiegelte sich im asiatischen Handel wider. Der japanische Nikkei und die australische Aktien-Benchmark blieben beide unverändert. Taiwans Index legte jedoch um 1 Prozent zu.

Im Großraum China stieg der Hang Seng in Hongkong um 0,6 Prozent, während die Blue Chips auf dem chinesischen Festland leicht um 0,1 Prozent nachgaben.

Ein MSCI-Index für globale Aktien hielt sich ebenfalls stabil, nachdem er über Nacht ein Rekordhoch erreicht hatte.

Indische Märkte vor positivem Start inmitten globaler Signale

Die indischen Leitindizes dürften am Mittwoch positiv eröffnen, unterstützt durch die verbesserten globalen Signale nach der Ankündigung des Waffenstillstands.

Auch die sinkenden Rohölpreise und ein stabiler US-Dollar verheißen Gutes für den indischen Markt.

Nifty-Futures an der NSE International Exchange wurden um 108,80 Punkte oder 0,43 Prozent höher bei 25.180,50 gehandelt, was auf einen soliden Start des Inlandsmarktes hindeutet.

Mit dem für Donnerstag geplanten Verfall der monatlichen Derivate könnte die Volatilität an der Dalal Street jedoch hoch bleiben.

Öl gibt nach, Währungen und Anleihen reagieren

Die Ölpreise, ein wichtiges Barometer für die Spannungen im Nahen Osten, zeigten nach einem deutlichen Einbruch Anzeichen einer Stabilisierung.

Brent-Rohöl stieg um 81 Cent auf 67,95 $ pro Barrel und erholte sich damit leicht, nachdem es in den beiden vorangegangenen Sitzungen um bis zu 14,58 $ gefallen war.

US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate legte ebenfalls um 70 Cent auf 65,07 $ pro Barrel zu.

Das Nachlassen der geopolitischen Ängste und der anschließende Rückgang der Ölpreise haben sich auf die Anleihen- und Devisenmärkte ausgewirkt.

Niedrigere Ölpreise verringern das unmittelbare Risiko eines Inflationsschocks, was sich im Allgemeinen positiv auf Anleihen auswirkt.

Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen fiel mit 3,787 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dem 8. Mai.

Der US-Dollar schwankte gegenüber dem Euro in der Nähe eines fast vierjährigen Tiefs.

Der Dollar-Index, der die Währung im Vergleich zu sechs wichtigen Gegenstücken misst, rutschte um 0,1 Prozent auf 97,854 ab.

Auch gegenüber dem japanischen Yen rutschte der Dollar um 0,1 Prozent auf 144,70 ab.

Der Euro legte unterdessen um 0,1 Prozent auf 1,1625 US-Dollar zu und bewegte sich damit wieder in Richtung des Nachthochs von 1,1641 US-Dollar, ein Niveau, das seit Oktober 2021 nicht mehr erreicht wurde.

Vorsichtige Haltung der Fed und US-Wirtschaftsdaten im Fokus

Die Anleger sind auch noch damit beschäftigt, die Kommentare des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, zu verdauen, der am Dienstag einräumte, dass höhere Zölle die Inflation in diesem Sommer in die Höhe treiben könnten.

Seine Äußerungen, die er während einer Anhörung vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses machte, deuten auf eine vorsichtige Haltung der US-Notenbank in Bezug auf mögliche Zinssenkungen hin.

Dies wurde durch jüngste Daten noch verstärkt, die zeigten, dass sich das US-Verbrauchervertrauen im Juni unerwartet verschlechtert hat, was auf eine Abschwächung der Arbeitsmarktbedingungen hindeutet.

Trotzdem preisen die Märkte weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von etwa 18 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen bereits im Juli senken wird, so das CME FedWatch-Tool.

Die US-Aktienfutures zeigten sich im frühen asiatischen Handel kaum verändert.