Europäische Märkte eröffnen: Aktien steigen; Anleger verdauen Fed, beobachten NATO-Gipfel

Europäische Märkte eröffnen: Aktien steigen; Anleger verdauen Fed, beobachten NATO-Gipfel
Deepali Singh
25. Juni 2025, 09:21 AM
  • Die europäischen Märkte bereiten sich auf einen positiven Start vor (DAX +0,2 %, FTSE unverändert) in der Hoffnung auf einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel.
  • Die Anleger werden das französische Verbrauchervertrauen und die spanischen BIP-Daten beobachten, um wirtschaftliche Hinweise zu erhalten.
  • Powell sagte, die Fed sei "gut positioniert, um mit den Zinsen zu warten", bis die Auswirkungen der Zölle und der Inflation klarer seien.

Die europäischen Aktienmärkte blicken am Mittwoch auf einen vorsichtig positiven Start hin, wobei die wichtigsten Indizes nach oben tendieren, da ein fragiler Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel zu halten scheint, was den globalen Anlegern eine gewisse Erleichterung bietet.

Die Marktteilnehmer verdauen auch die jüngsten Kommentare des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, die dazu beigetragen haben, die kurzfristige geldpolitische Haltung der Zentralbank zu verdeutlichen.

Die Stimmung an den Weltmärkten verbesserte sich am Dienstag, angetrieben von Wetten, dass der Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel Bestand haben könnte, trotz eines wackeligen Starts, bei dem US-Präsident Donald Trump beide Länder öffentlich für Verstöße kritisierte.

Diese zaghafte Deeskalation im Nahen Osten bleibt am Mittwoch das Hauptaugenmerk der europäischen Märkte.

Zur Marktstimmung trägt auch bei, dass die Händler auch die jüngsten Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell verarbeiten.

Am Dienstag bekräftigte Powell, dass die Zentralbank entschlossen sei, die Inflation in Schach zu halten und die Zinssätze wahrscheinlich stabil halten werde, bis mehr Klarheit darüber besteht, wie sich die laufenden Handelszölle auf die Preise auswirken könnten.

Powell erklärte, dass die politischen Entscheidungsträger "gut positioniert sind, um mehr über den wahrscheinlichen Kurs der Wirtschaft zu erfahren, bevor sie Anpassungen an unserem geldpolitischen Kurs in Betracht ziehen".

Diese Botschaft der Geduld der Fed wurde von einigen als stabilisierende Kraft für die Märkte interpretiert.

Die Futures-Daten von IG deuten auf einen allgemein positiven, wenn auch bescheidenen Start für die europäischen Märkte hin:

Der Londoner FTSE dürfte unverändert bei 8.764 eröffnen, der deutsche DAX wird voraussichtlich um 0,2 % auf 23.699 steigen, der französische CAC 40 wird voraussichtlich unverändert bei 7.625 eröffnen und der italienische FTSE MIB wird voraussichtlich um 0,3 % auf 39.673 steigen.

Im frühen Handel eröffnete der FTSE 100 tatsächlich höher und stieg um rund 0,2 % und hielt damit mit dem Anstieg des europäischen Stoxx 600 Schritt. Der Mid-Cap-Index FTSE 250 ist ebenfalls um 0,1 % gestiegen.

Währung und diplomatischer Fokus: Pfund-Chops, Schlussfolgerung der NATO

An den Devisenmärkten erlebte das britische Pfund in der letzten Stunde einen unruhigen Handel und sprang zunächst auf ein Tageshoch gegenüber dem US-Dollar, bevor es einen Teil dieses Anstiegs wieder abgab.

Er bleibt für die Sitzung gestiegen und wird über der Marke von 1,36 $ gehandelt.

Unterdessen richtet sich die diplomatische Aufmerksamkeit auf die Niederlande, wo am Mittwoch der NATO-Gipfel zu Ende geht.

Es wird erwartet, dass die 32 Mitgliedstaaten des Bündnisses eine formelle gemeinsame Erklärung über eine Erhöhung ihres Verteidigungsausgabenziels abgeben werden, das Berichten zufolge bis zum Jahr 2035 von 2 % auf 5 % des BIP steigen soll.

US-Präsident Donald Trump nahm am Dienstagabend an dem Gipfel teil.

Steve Sedgwick von CNBC ist für das Treffen in Den Haag und wird heute mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem deutschen Außenminister Johann Wadephul sprechen, was weitere Einblicke in die strategische Ausrichtung des Bündnisses geben könnte.

Was die Wirtschaftsdaten betrifft, so werden die Anleger auf die Veröffentlichung der französischen Verbrauchervertrauenszahlen und der Daten zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) achten, die weitere Hinweise auf die wirtschaftliche Gesundheit der Eurozone geben werden.