Brasilianische Embraer-Aktie erholt sich nach Großauftrag von SAS-Flugzeugen im Wert von bis zu 4,6 Mrd. $

Brasilianische Embraer-Aktie erholt sich nach Großauftrag von SAS-Flugzeugen im Wert von bis zu 4,6 Mrd. $
Noris Soto
01. Juli 2025, 17:29 PM
  • Der Aktienkurs von Embraer stieg um über 5%, nachdem ein Jet-Deal mit Scandinavian Airlines im Wert von bis zu 4,6 Mrd. $ bekannt gegeben wurde.
  • Die Festbestellung von 45 E195-E2-Jets erhöht den Auftragsbestand von Embraer um bis zu 14 Prozent, einschließlich zusätzlicher Kaufoptionen.
  • Analysten bestätigen ihre "Buy"-Ratings und verweisen auf die starke Umsatzdynamik und das gesunde Book-to-Bill-Verhältnis.

Der Aktienkurs von Embraer stieg am Dienstag um 5,29% auf 81,08 R$. Die Performance der Aktie folgte auf die Ankündigung, dass Scandinavian Airlines (SAS) einen Auftrag über 45 E195-E2-Jets unterzeichnet hat, mit der Option, 10 weitere zu erwerben, wodurch sich der potenzielle Gesamtauftrag auf 55 erhöht.

Laut dem lokalen Medienunternehmen InfoMoney stieg der Aktienkurs von Embraer erheblich, nachdem das Unternehmen eine bedeutende Vereinbarung über die kommerzielle Luftfahrt mit Scandinavian Airlines (SAS) angekündigt hatte. Um 10:59 Uhr Brasília-Zeit.

Deal steigert Auftragsbestand und Marktausblick

Die feste Hälfte des Auftrags wird von JPMorgan mit rund 3,8 Milliarden US-Dollar bewertet, basierend auf einem Listenpreis von 84,1 Millionen US-Dollar pro Flugzeug.

Der Gesamtwert des Kontrakts könnte 4,6 Milliarden US-Dollar erreichen, wenn alle Optionen ausgeübt werden.

Diese Transaktion erhöht auch den konsolidierten Auftragsbestand von Embraer um 12 % und beläuft sich zum Ende der Paris Air Show 2025 auf 34,5 Milliarden US-Dollar, nach Auslieferungen im zweiten Quartal.

Wenn man die 10 Optionen hinzufügt, beläuft sich dieser Auftragsbestand auf 36,6 Milliarden US-Dollar – 14 % mehr als nach der PAS-Krise. Die Auslieferung der Bestellung wird jedoch ab 2028 beginnen, wie aus den Angaben von Embraer zum Lieferplan hervorgeht.

Nichtsdestotrotz wird die Ankündigung als starkes Zeichen des Vertrauens in die Nachfrage nach der Embraer E2-Jet-Familie gewertet, die in letzter Zeit eine Reihe von Bestellungen für bestehende E1-Varianten verzeichnet hatte.

Book-to-Bill-Verhältnis beflügelt Umsatzdynamik

Der SAS-Deal erhöht das Book-to-Bill-Verhältnis von Embraer im Jahr 2025 – ein wichtiger Branchenindikator, der Neuaufträge mit Auslieferungen vergleicht – auf das 1,41- bis 1,56-fache.

Diese Palette basiert auf 120 Festbestellungen, die bisher in diesem Jahr eingegangen sind, und geschätzten Lieferungen bis 2025. Die Maßnahme impliziert eine starke Umsatzdynamik und einen wachsenden Auftragsbestand, der die Marktposition von Embraer stärkt.

JPMorgan betonte die Bedeutung der Transaktion und bezeichnete sie als entscheidendes Element bei der Bestätigung seiner Kaufempfehlung für Embraer mit einem Kursziel von 93 R$.

Der Preis von Embraer liegt nun beim 9,1-fachen EV/EBITDA für 2026 und damit unter dem von Konkurrenten wie Boeing (22,8x), Airbus (11,1x) und Bombardier (8,2x).

Analysten behalten positiven Ausblick bei

Bradesco BBI stimmte dem Deal ebenfalls zu und behielt sein Outperform-Rating für Embraer mit einem Kursziel von 60,00 US-Dollar für den in New York gehandelten ADR (ERJ) des Unternehmens bei.

Allein die Zahl der festen Bestellungen macht nach Angaben der Bank 15 % des im ersten Quartal 2025 gemeldeten Auftragsbestands aus, während der Gesamtwert (bei Ausübung von Optionen) 18 % beträgt.

Bradesco BBI sagt, dass die Transaktion einen Kapitalwert von rund 1,60 US-Dollar pro Aktie generieren könnte, was etwa 3 % über dem letzten Schlusskurs von ERJ liegt.

Am wichtigsten ist, dass der Deal das potenzielle Interesse an den neuesten E2-Jets bestätigt, was wesentlich dazu beiträgt, frühere Bedenken zu zerstreuen, dass sich der kommerzielle Erfolg von Embraer zu sehr auf das alternde Flugzeug konzentrierte.

Die Bank hob auch die Standhaftigkeit des Unternehmens in den Segmenten Verteidigung und Executive Jet hervor, die durch die starke Nachfrage nach Modellen wie der KC-390, der A-29 Super Tucano und den Executive Jets gestützt wurden.

Herausforderungen bei der Umsetzung bleiben bestehen

Trotz des soliden Auftragsbestands gehen die Analysten von BTG Pactual davon aus, dass sich der Fokus des Marktes allmählich auf die Fähigkeit von Embraer verlagern wird, seine expandierende Pipeline umzusetzen.

Anhaltende Engpässe in der Lieferkette, insbesondere in der Triebwerksproduktion, können die kurzfristige Umsetzung behindern.

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die Auslieferungen im zweiten Quartal etwas unter dem Niveau des Vorjahres liegen könnten, wobei das Unternehmen bald offizielle Ergebnisse vorlegen wird.

BTG prognostiziert, dass die Leistung von Embraer in der kommerziellen Luftfahrt in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 ihren Höhepunkt erreichen wird, mit einer deutlicheren Normalisierung der Produktion ab 2026.

BTG bekräftigte seine Kaufempfehlung und sein Kursziel von 94 R$ für EMBR3 und hob die starke Auftragsdynamik und die langfristigen Aussichten des Unternehmens trotz kurzfristiger logistischer Hürden hervor.