Warum Aktien von Flugtaxis wie Joby und Archer Aviation fallen
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Kaufen JOBY. Die Nachrichten zeigen echtes Kommerzialisierungs‑Momentum (abgeschlossener Vertrag mit Virgin Atlantic; mehrere Partnerschaften mit Fluggesellschaften und Ride‑Share‑Anbietern), während die Aktie wegen Verwässerungsängsten stark nachgegeben hat. Bei erhöhtem Short‑Interest (etwa 10%) und den anstehenden Ergebnissen am 5. August kann jede Meldung, die „stabilisierenden Cash‑Burn + Kommerzialisierungs‑Meilensteine im Plan“ bestätigt, eine deutliche Short‑Squeeze und Neubewertung auslösen. Hauptrisiko: eine weitere Kapitalerhöhung aufgrund einer schlechter als erwarteten Cash‑Burn‑Rate, die bestätigt, dass die Verwässerung vor bedeutenden Umsätzen beschleunigt.
Kernrisiko: Sie müssen früher als erwartet zusätzliches Kapital aufnehmen, weil sich der Cash‑Burn verschlechtert, was vor der Erzielung nennenswerter Umsätze zu starker Verwässerung führt.
Kaufen ACHR. Der Text hebt mehrere Zusagen von Fluggesellschaften hervor (United bis zu 200 Flugzeuge; Ethiopian; Southwest) und Fortschritte bei der behördlichen Zulassung, doch der Markt preist offenbar ein, dass sich die Kommerzialisierung verzögern wird. Das Short‑Interest ist noch höher (etwa 14,28%), sodass die Ergebnisse vom 7. August eine zweite Welle auslösen können, falls die Prognosen besser ausfallen. Das Setup ist asymmetrisch, weil Konsens‑Kursziele weit über dem aktuellen Kurs liegen und damit bei intakter Umsetzung das Abwärtsrisiko begrenzt erscheint. Hauptrisiko: Verzögerungen bei Zertifizierung/Markteinführung oder enttäuschende Nachfrage seitens Partnern, wodurch die Vereinbarungen unverbindlich wirken.
Kernrisiko: Verzögerungen bei Zertifizierung/Markteinführung oder dass Fluggesellschaftsorders nicht in feste Nachfrage übergehen, wodurch die Kommerzialisierungs‑Zeitachse infrage gestellt wird.
- Die Aktie von Joby Aviation ist in diesem Jahr um nahezu 50% gefallen.
- Archer Aviation ist im gleichen Zeitraum um 37% gesunken.
- Es bestehen Bedenken zu Profitabilität, Wachstum und Bilanzen.
Top‑Aktien von Flugtaxis wie Joby Aviation und Archer Aviation sind in diesem Jahr eingebrochen und haben Milliarden Dollar an Marktwert ausgelöscht. Die Joby‑Aktie ist im laufenden Jahr um 48% gefallen und innerhalb der letzten 12 Monate um 60%, während Archer respektive um 37% bzw. 57% nachgab, obwohl sich beide Unternehmen der kommerziellen Betriebsphase nähern.
Archer‑ und Joby‑Aktien fallen vor dem Eintritt in die Kommerzialisierungsphase
Elektrische, senkrecht startende und landende Luftfahrzeuge (eVTOL) stehen in den vergangenen Jahren im Fokus, weil sie die Transportbranche verändern wollen.
Ihr Ziel ist es, kleine elektrische Fluggeräte zu bauen, die mit Geschwindigkeiten zwischen 241 km/h und 322 km/h etwa vier Passagiere transportieren können. Archers Midnight wird eine Reichweite von 160 km haben, Joby Aviations S4 liegt bei 241 km.
Archer und Joby haben in den vergangenen Jahren intensiv an Entwicklung, Tests und der bundesbehördlichen Zulassung ihrer Flüge gearbeitet. In dieser Zeit sammelten sie durch Aktienverkäufe und Investments externer Geldgeber Milliarden ein.
Toyota ist mit 128 Millionen Aktien größter Anteilseigner von Joby. Zu den Investoren zählen zudem Unternehmen wie Intel und Delta Air Lines. Archer erhielt große Investitionen von Stellantis, der Muttergesellschaft von Jeep und Fiat.
Die Unternehmen haben zudem im Vorfeld ihrer Starts zahlreiche Verträge abgeschlossen. Joby Aviation hat diese Woche einen Vertrag über ein elektrisches Lufttaxi mit Virgin Atlantic finalisiert. Ähnliche Vereinbarungen bestehen mit Delta Air Lines, Uber sowie Interessenten in Saudi‑Arabien und Dubai.
Archer hat Vereinbarungen mit United Airlines, das bis zu 200 Flugzeuge kaufen kann, sowie mit Ethiopian Airlines und Southwest getroffen.
Analysten schätzen, dass die eVTOL‑Branche kurzfristig noch Wachstumspotenzial hat. Eine Studie von Markets and Markets prognostiziert eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 12,3% zwischen 2025 und 2035. Die Marktgröße würde dann 5 Milliarden US‑Dollar erreichen.
Joby und Archer bereiten sich nun auf ihre Kommerzialisierungsphase vor, die noch in diesem Jahr oder Anfang 2026 beginnen soll.
WEITERE INFORMATIONEN: Warum steigt die Aktie von Archer Aviation heute um 18%?
Warum die Aktien von JOBY und ACHR gefallen sind
Formal sollten JOBY‑ und ACHR‑Aktien ein gutes Jahr haben, da sie vom reinen Geldausgeben zur Umsatzgenerierung übergehen. Ihre Kurse sind in diesem Jahr jedoch angesichts zahlreicher Sorgen stark gefallen, was die stark gestiegene Short‑Interest erklärt. Joby weist ein Short‑Interest von 10% auf, Archer 14,28%.
Bei Investoren gibt es mehrere Bedenken. Erstens waren beide Unternehmen stets verwässernd, ein Trend, der auch nach Beginn der Kommerzialisierung anhalten dürfte. Archers ausstehende Aktien stiegen von 110 Millionen im Jahr 2021 auf heute über 623 Millionen. Jobys ausstehende Aktien stiegen von 300 Millionen im Jahr 2021 auf heute über 560 Millionen.
Die beiden Unternehmen verfügen zwar über ausreichende Barmittel in ihren Bilanzen, mit 2,4 Milliarden bzw. 1,8 Milliarden US‑Dollar in Cash bei Joby und Archer. Dennoch wird – wie bei vielen Startups – die Profitabilität Zeit brauchen, sodass weitere Kapitalaufnahmen in Eigen‑ und Fremdkapital wahrscheinlich sind.
Der nächste wesentliche Katalysator für diese Aktien sind die Anfang August erwarteten Quartalszahlen. Joby veröffentlicht am 5. August, Archer zwei Tage später.
Analysten sind überwiegend positiv für Joby und Archer, ihre Kursziele liegen größtenteils über dem aktuellen Kursniveau. Canaccord Genuity hat ein Kursziel von $11,50, Morgan Stanley sieht Joby bei $13. Needham und Oppenheimer geben ein Ziel von $18 an.
Beim Konsenskursziel für Archer Aviation liegt das Ziel bei $11,8, deutlich über dem aktuellen Kurs von $4,75. Canaccord, Needham und Goldman Sachs sehen die Aktie bei $12, $9 bzw. $11.
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