Trump-Musk-Fallout: Von Machtkumpels bis zur Abschiebedrohung

Trump-Musk-Fallout: Von Machtkumpels bis zur Abschiebedrohung
Devesh Kumar
01. Juli 2025, 16:31 PM
  • Trump entfacht erneut Fehde mit Elon Musk, nimmt Subventionen ins Visier und deutet an, dass DOGE die Ausgaben von Tesla unter die Lupe nehmen könnte.
  • Musk kritisiert Trumps "große, schöne Rechnung", während die Tesla-Aktie um 152 Mrd. $ an Wert verliert.
  • Einst Verbündete an der Macht, heute politische Kämpfer, sieht sich Musk sowohl von Trump-Loyalisten als auch von Demokraten unter Beschuss geraten.

Trump Musk liegt wieder im Trend.

Dieses Mal sind Washingtons politische Experten in Aufregung, als Präsident Donald Trump seine Lieblingsabschiebung gegen den Tech-Milliardär und ehemaligen Verbündeten Elon Musk andeutete, der Trumps Rückkehr ins Weiße Haus unterstützt hat.

Obwohl die Trennung von Trump Musk jetzt eine alte Nachricht zu sein scheint, haben die jüngsten Äußerungen von Präsident Trump mehrere Augenbrauen hochgezogen.

Präsident Donald Trump bekräftigte zwar seine entschiedene Haltung gegen das EV-Mandat, machte aber einen Seitenhieb auf Elon Musk und sagte, dass der Tesla-CEO ohne amerikanische Subventionen nach Südafrika gezogen wäre.

"Elon Musk wusste, lange bevor er mich so nachdrücklich als Präsidenten unterstützte, dass ich strikt gegen das EV-Mandat war. Das ist lächerlich und war immer ein wichtiger Teil meiner Kampagne. Elektroautos sind in Ordnung, aber nicht jeder sollte gezwungen werden, eines zu besitzen", schrieb der Präsident in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social.

"Elon könnte bei weitem mehr Subventionen bekommen als jeder andere Mensch in der Geschichte, und ohne Subventionen müsste Elon wahrscheinlich den Laden schließen und nach Südafrika zurückkehren", fügte er hinzu.

Als ob das noch nicht genug wäre, deutete der US-Präsident sogar an, dass das neu geschaffene Department of Government Efficiency (DOGE ) einen "genauen Blick" auf die Subventionen für von Elon Musk geführte Unternehmen werfen sollte.

"Keine Raketenstarts, Satelliten oder die Produktion von Elektroautos mehr, und unser Land würde ein Vermögen sparen. Vielleicht sollten wir DOGE einen guten, genauen Blick darauf werfen lassen? ES MUSS VIEL GELD GESPART WERDEN", sagte der Präsident zum Abschluss seines Postens.

Es ist anzumerken, dass Elon Musk selbst das DOGE nach der Rückkehr von Präsident Trump ins Weiße Haus leitete und einen der größten Personalabbau in der Geschichte der USA beaufsichtigte.

Wie beginnt der Fallout von Trump Musk?

Alles begann leise, als Elon Musk plötzlich ankündigte, dass er als DOGE-Chef zurücktreten und sich auf seine unternehmerischen Verpflichtungen konzentrieren werde.

Die Folgen kamen offen zum Vorschein, als sich der Tech-Milliardär entschieden gegen eine von Trumps wichtigsten gesetzgeberischen Prioritäten aussprach, ein umfassendes Steuer- und Innenpolitikpaket, das oft als "großes, schönes Gesetz" bezeichnet wird.

Der Gesetzentwurf sah tiefgreifende Steuersenkungen, eine Aufstockung der Mittel für die Grenzsicherheit und Kürzungen bei Medicaid vor.

Kritiker warnten jedoch davor, dass dies die Staatsverschuldung dramatisch in die Höhe treiben würde.

Musk hielt sich nicht zurück und kritisierte den Gesetzentwurf als "ekelhafte Abscheulichkeit" und nannte ihn "unverschämt" und "mit Schweinefleisch gefüllt".

Er forderte die Gesetzgeber auf, es abzulehnen, und beschuldigte seine Unterstützer, ihre Prinzipien zu verraten.

Seine harsche Kritik traf viele republikanische Führer unvorbereitet und weitete sich schnell zu einem öffentlichen Streit aus.

Elon Musk begann, alte Clips von Trump und anderen Republikanern zu posten, in denen sie wegen der Defizitausgaben Alarm schlugen und das hervorhoben, was er als eklatante Heuchelei ansah.

Hinter den Kulissen

Obwohl Elon Musk seine Kritik als prinzipiell begründet positionierte, wiesen Analysten darauf hin, dass der Gesetzentwurf die Anreize für saubere Energie und Elektrofahrzeuge zu kürzen drohe, was dem Gewinn von Tesla schaden könnte.

Die Folgen schienen auch Musks wachsende Frustration über seinen schwindenden Einfluss in Washington und die Rücknahme einiger der Kostensenkungsmaßnahmen, für die er sich lange eingesetzt hatte, widerzuspiegeln.

Abgesehen von den persönlichen Auseinandersetzungen hat die Fehde weitreichendere politische Konsequenzen.

Während Musk bei Teilen der republikanischen Basis an Boden gewonnen hat, riskiert er nun, sich sowohl von Trump-Loyalisten als auch von den Demokraten zu distanzieren, was ihn möglicherweise in einem politischen Niemandsland zurücklässt.

Tesla-Aktie erleidet Rückschlag

Der Zusammenstoß zwischen Trump und Musk forderte schnell seinen finanziellen Tribut, als die Tesla-Aktie an einem einzigen Tag um mehr als 14 % einbrach, rund 152 Mrd. $ an Marktwert vernichtete und Musks persönlichem Vermögen einen milliardenschweren Schlag versetzte.

Nach Trumps jüngster Tirade gegen Elon Musk rutschte die Tesla-Aktie um fast 5% ab und notiert bei Redaktionsschluss bei rund 303,29 $.