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Europäischer Marktauftakt: Positiver Start mit Stoxx 600 plus 0,3%; FTSE 100 legt um 0,4% zu

Europäischer Marktauftakt: Positiver Start mit Stoxx 600 plus 0,3%; FTSE 100 legt um 0,4% zu
Deepali Singh
03. Juli 2025, 09:28 AM
  • Europäische Aktien eröffneten am Donnerstag höher; Stoxx 600 stieg um 0,3 %, FTSE 100 führt die Gewinne mit einem Anstieg von 0,4 % an.
  • Die Renditen britischer Staatsanleihen (Gilts) gaben leicht nach, nachdem sie am Mittwoch aufgrund der politischen Unsicherheit in Großbritannien stark gestiegen waren.
  • Die Zukunft der britischen Finanzministerin Rachel Reeves wurde am Mittwoch in Frage gestellt, was zu einem Absturz der britischen Anleihen und Aktien führte.

Die europäischen Aktienmärkte begannen die Sitzung am Donnerstag positiv, wobei die wichtigsten Indizes allgemein zulegten, da die Anleger einen Teil der politischen Unsicherheit abzuschütteln schienen, die die britischen Märkte in der vorangegangenen Sitzung erschüttert hatte.

Der Fokus verlagert sich nun auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden und den Zinsausblick der US-Notenbank beeinflussen könnten.

Etwa 15 Minuten nach Beginn des Handelstages stieg der paneuropäische Stoxx 600 Index um 0,3 %, wobei alle Sektoren und die wichtigsten nationalen Börsen komfortabel im positiven Bereich lagen.

Der Londoner FTSE 100 führte die regionalen Gewinne mit einem soliden Sprung von 0,4 % an.

Diese positive Dynamik wurde in den vorbörslichen Futures-Daten von IG signalisiert, die auf eine höhere Eröffnung auf dem gesamten Kontinent hindeuteten: Der Londoner FTSE 100 eröffnete 0,3% höher bei 8.799, der deutsche DAX stieg um 0,2% auf 23.836, der französische CAC 40 stieg ebenfalls um 0,2% auf 7.757 und der italienische FTSE MIB stieg um 0,15% auf 39.926.

Dieser positive Start in Europa kommt nach einem eher durchwachsenen und turbulenten Tag am Mittwoch, insbesondere für Großbritannien.

Ein starker Ausverkauf bei britischen Staatsanleihen und ein Absturz des FTSE wurden ausgelöst, nachdem die britische Finanzministerin Rachel Reeves im Parlament sichtlich verärgert wirkte, als der Druck auf die Regierung in Bezug auf ihre Sozialreformen zunahm.

Während die Regierung erklärte, dass es sich bei Reeves um eine "persönliche Angelegenheit" handele, und Premierminister Keir Starmer später bekräftigte, dass sie seine volle Unterstützung habe, brachte der Vorfall eine Dosis politischer Unsicherheit in die britischen Märkte.

Renditen britischer Anleihen kühlen sich nach politischem Anstieg ab

Der Markt für britische Staatsanleihen, ein Hauptfokus der Turbulenzen am Mittwoch, zeigte am Donnerstagmorgen Anzeichen einer Stabilisierung.

Die Rendite der 10-jährigen britischen Benchmark-Staatsanleihen – bekannt als Gilts – gab leicht nach und kühlte sich damit nach dem Anstieg in der gestrigen Sitzung ab.

Die 10-jährige Rendite wurde zuletzt um 7:18 Uhr in London um 1 Basispunkt niedriger gehandelt.

Die Renditen sowohl von Staatsanleihen mit längerer als auch von kürzerer Duration gaben ebenfalls um 2 Basispunkte nach. Anleihekurse und Renditen bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen, so dass sinkende Renditen auf eine Erholung der Anleihekurse hindeuten.

US-Arbeitsmarktdaten und Handelsnachrichten aus dem asiatisch-pazifischen Raum

Mit Blick auf den Atlantik zeigten sich die US-Aktienfutures am Mittwochabend kaum verändert, da sich die Händler auf die Veröffentlichung der Juni-Arbeitsmarktdaten vorbereiteten.

Dieser Bericht ist ein entscheidender Indikator für die Gesundheit des US-Arbeitsmarktes. Von Dow Jones befragte Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft im vergangenen Monat 110.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, eine Verlangsamung gegenüber dem Zuwachs von 139.000 im Mai.

Ökonomen gehen auch davon aus, dass die Arbeitslosenquote leicht steigen wird. Die Ergebnisse werden genau beobachtet werden, um ihren potenziellen Einfluss auf den Zeitpunkt der Zinssenkungen durch die Federal Reserve zu haben.

Im asiatisch-pazifischen Raum war über Nacht eine bemerkenswerte Entwicklung, dass vietnamesische Aktien auf den höchsten Stand seit über drei Jahren kletterten.

Dieser Anstieg kam, als die Anleger auf weitere Details zu einem Handelsabkommen zwischen den USA und Vietnam warteten, das Präsident Donald Trump am Mittwoch angekündigt hatte.

Laut einem Beitrag von Trump auf Truth Social erheben die USA einen Zoll von 20 % auf Waren, die aus dem südostasiatischen Land importiert werden, während Vietnam einen "NULL-Zoll" erheben wird.

Diese Entwicklung fügt dem komplexen globalen Handelsbild, in dem sich die Anleger derzeit bewegen, eine weitere Ebene hinzu.