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SpaceX-Aktie zittert vor Q2-Ergebnis: Was ist zu erwarten?

SpaceX-Aktie zittert vor Q2-Ergebnis: Was ist zu erwarten?
Utkarsh Roshan
03. Aug. 2026, 16:12 PM

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SPCX: Kaufen bei KI-/Starlink-Margenüberraschung

Kaufempfehlung für SpaceX (SPCX) vor den Zahlen. Die Ausgangslage verbessert sich: Es wird erwartet, dass die KI-Umsätze deutlich anziehen, das Starlink-Abonnentenwachstum ist stark, und das operative Ergebnis soll steigen. Der Markt fokussiert sich auf die langfristigen Aussichten; daher sollten klare Belege dafür, dass KI-Computing-Vereinbarungen (Anthropic/Google/Reflection AI) in dauerhafte Umsätze überführt werden und dass das Capex Ergebnisse liefert, eine Neubewertung auslösen. Schlüssel-Katalysator: Managementvertrauen plus ein glaubwürdiger Pfad zu höherer Starlink-Profitabilität trotz ARPU-Druck.

Kernrisiko: Das Management signalisiert eine langsamere Monetarisierung der KI oder gibt zu, dass die KI-Capex nicht in nachhaltiges Umsatz- oder Gewinnwachstum münden werden.

SPCX: Verkaufen, falls Starship-Wiederverwendbarkeit nachlässt

Verkaufen/Short gehen bei SpaceX (SPCX), falls die Ergebnisdarstellung eine Abschwächung der Wiederverwendbarkeit von Starship und der Startfrequenz erkennen lässt. Bernsteins Bewertung hängt von schneller vollständiger Wiederverwendbarkeit und dem Ausbau der Infrastruktur ab (tägliche Starts bis in die frühen 2030er). Wenn das Management Zeitpläne nach hinten verschiebt, regulatorische Verzögerungen anführt oder auf Beschränkungen bei Startinfrastruktur/Kapazität hinweist, wird die extreme Bewertungssensitivität die Aktie schnell bestrafen.

Kernrisiko: Die vollständige Wiederverwendbarkeit von Starship oder der Startratenplan wird erheblich verzögert (regulatorische, technische oder Infrastrukturengpässe).

  • SpaceX verlor vor dem ersten Ergebnisbericht als börsennotiertes Unternehmen an Wert.
  • Anleger konzentrieren sich auf KI-Ausgaben, Fortschritte bei Starship und anstehende Insider-Aktienfreigaben.
  • Bernstein sagte, die Umsetzung, nicht die Quartalsergebnisse, werde die Bewertung der Aktie bestimmen.

Die SpaceX-Aktie SPCX stieg am Montag leicht an und folgte damit einer breiteren Marktrally, da Anleger auf den ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang blickten.

Die Aktie sprang in frühen Handelsphasen um etwa 1%.

Der breitere Markt legte zu, nachdem Präsident Donald Trump geplante Angriffe gegen den Iran abgesagt hatte, wodurch die geopolitischen Spannungen nachließen und die Ölpreise am ersten Handelstag des Monats fielen.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 615 Punkte, bzw. 1,1%, während der S&P 500 um 0,4% und der Nasdaq Composite um 0,2% zulegten.

Anleger warten auf den ersten Quartalsbericht

SpaceX soll die Ergebnisse des zweiten Quartals nach Börsenschluss am Dienstag vorlegen, was die erste Ergebnisveröffentlichung seit dem im Juni abgeschlossenen Börsengang markiert.

Seit dem Börsendebüt am 12. Juni hat die Aktie mehr als $500 billion an Marktkapitalisierung eingebüßt und liegt damit mehr als 50% unter ihrem Intraday-Hoch.

Die Aktie verzeichnete zudem den vierten Wochenverlust in Folge.

Die Ergebnisveröffentlichung folgt auf eine genau beobachtete Berichtssaison großer Technologieunternehmen, in der Anleger besonderes Augenmerk auf Pläne für Ausgaben im Bereich künstliche Intelligenz (KI) und auf Trends bei den Sachinvestitionen legten.

Bei SpaceX werden Anleger voraussichtlich weniger auf die Quartalszahlen selbst als auf die langfristigen Aussichten des Managements für das KI-, Satelliten- und Startgeschäft achten.

Die Bewertung der Aktie steht weiter unter Beobachtung. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa $1.4 trillion wird SpaceX mit einem nachlaufenden Kurs-Umsatz-Verhältnis im Bereich der 70er gehandelt, während das Unternehmen weiterhin erhebliche Verluste ausweist und stark in Wachstum investiert.

Die Anlegerstimmung wird zudem durch die Aussicht auf zusätzliche Aktienverkäufe belastet, da nach dem IPO gestaffelte Lock-up-Beschränkungen in den kommenden Tagen zu verfallen beginnen.

KI-Investitionen bleiben im Fokus

Analysten erwarten, dass das KI-Geschäft von SpaceX im April–Juni-Quartal Umsätze in Höhe von $2.33 billion erzielen wird, laut Daten von LSEG, was eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Vorquartal darstellt.

Die Erlöse aus dem Starlink-Konnektivitätsgeschäft werden voraussichtlich $3.82 billion erreichen, während das operative Ergebnis auf $1.42 billion prognostiziert wird, gegenüber $1.19 billion im ersten Quartal.

Ende März hatte Starlink 10,3 Millionen Abonnenten, etwa doppelt so viele wie vor einem Jahr, obwohl der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) um fast 25% zurückging.

Der Ausbau der KI-Aktivitäten blieb der größte Investitionsbereich von SpaceX. Das Unternehmen gab im ersten Quartal $7.72 billion für KI-Initiativen aus, was etwa drei Viertel der gesamten Sachinvestitionen ausmachte.

Die gesamten Sachinvestitionen sollen im zweiten Quartal auf etwa $14 billion steigen, wobei die KI-bezogenen Ausgaben voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr mehr als sechsfach auf etwa $10 billion ansteigen werden.

Das Unternehmen hat KI-Computing-Vereinbarungen mit Kunden wie Anthropic, Google und Reflection AI unterzeichnet, doch Anleger werden nach Belegen suchen, dass diese Investitionen in nachhaltiges Wachstum münden.

Bernstein hebt langfristige Umsetzung hervor

Vor dem Ergebnisbericht bekräftigte Bernstein seine Einstufung "Outperform" und das Kursziel von $239 für SpaceX.

Das Unternehmen erklärte, dass das Vertrauen des Managements in die langfristige Wachstumsentwicklung wichtiger sein werde als die kurzfristigen Quartalsergebnisse selbst.

Bernstein nannte vier Faktoren, die seiner Ansicht nach die langfristige Bewertung von SpaceX bestimmen werden: das Erreichen einer schnellen Wiederverwendbarkeit von Starship, die Sicherstellung ausreichender Halbleiterkapazitäten, das Bewältigen regulatorischer Genehmigungen und der Ausbau der KI-Computing-Kapazität.

Die Analysten der Firma sagten, dass die vollständige Wiederverwendbarkeit von Starship nach wie vor das Kernstück der langfristigen Investment-These des Unternehmens ist.

Bernsteins Modell geht von rund 3.600 Starts im Jahr 2031 aus — ein Ziel, das nur erreicht werden könne, wenn beide Stufen der Rakete vollständig wiederverwendbar werden.

Die Firma fügte hinzu, dass das Erreichen ihrer langfristigen Startannahmen mindestens tägliche Starts erfordern würde, gestützt durch einen erheblichen Ausbau der Startinfrastruktur.

SpaceX betreibt derzeit zwei Startanlagen und baut zwei weitere hinzu, während das Unternehmen laut Bernstein zudem mit Landesregierungen über die Standorte von weiteren fünf oder sechs Anlagen verhandelt.