Wie Japans Billionen-Dollar-Wette auf Donald Trump mit 25% Zöllen endete

Wie Japans Billionen-Dollar-Wette auf Donald Trump mit 25% Zöllen endete
Devesh Kumar
08. Juli 2025, 13:58 PM
  • Ishiba versprach Investitionen in Höhe von 1 Billion US-Dollar, um sich an Trumps "America First"-Agenda zu orientieren.
  • Japan weigerte sich, die Reiszölle zu senken, eine wichtige Forderung der USA.
  • Der G7-Gipfel endete in einer Sackgasse, was die Frustration in Tokio über die einseitigen Verhandlungen schürte.

Anfang des Jahres reiste der japanische Premierminister Shigeru Ishiba mit einem kühnen Angebot nach Washington.

Er wusste um die Frustration von Präsident Donald Trump über das Ungleichgewicht in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und Japan und bot an, Japans kumulative Investitionen in den Vereinigten Staaten auf 1 Billion Dollar zu erhöhen.

Es war mehr als ein symbolischer Schritt, da Japan bereits der größte ausländische Investor in den USA ist, und Ishibas Versprechen war ein klares Signal, dass Tokio bereit war, Trumps "America First"-Agenda mitzuspielen, während es weiterhin auf seine eigenen wirtschaftlichen Prioritäten achtete.

Japan gehört zu den ersten Ländern, die mit höheren Zöllen auf Importe in die Vereinigten Staaten konfrontiert sind. Um es einfach auszudrücken: Ishibas Spiel funktionierte nicht und endete mit einer Zollerhöhung von 25 %.

Was ist schief gelaufen?

Zunächst schien alles gut zu laufen, als Präsident Donald Trump öffentlich andeutete, dass ein Handelsabkommen mit Japan "leicht zu erreichen" sei, und beide Staatsoberhäupter Erklärungen abgaben, in denen sie die gegenseitige Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit betonten.

Aber es lief alles auf das heikelste Thema für beide Nationen hinaus: Reis.

Als die Wahlen in Japan am 20. Juli näher rückten, hielt Tokio an seinen sensibelsten Sektoren, insbesondere der Landwirtschaft, fest.

Reis, lange Zeit ein kultureller Eckpfeiler und politischer Blitzableiter, war ein Ding der Unmöglichkeit bei den Zollgesprächen.

Japanische Unterhändler versprachen stattdessen höhere Investitionen und eine moderate Erhöhung der US-Agrarimporte und setzten darauf, dass dies ausreichen würde, um Trump zufrieden zu stellen und neue Zölle auf japanische Autos und andere wichtige Exportgüter zu vermeiden.

Aber die Wette ging nach hinten los. Am Montag kündigte Trump abrupt einen pauschalen Zoll von 25 % auf alle japanischen Importe an, der am 1. August in Kraft treten soll.

Die Nachricht, die durch eine Mischung aus formellen Briefen und bombastischen Social-Media-Posts verbreitet wurde, traf die japanischen Beamten unvorbereitet.

Sie hatten geglaubt, die Verhandlungen seien auf dem richtigen Weg.

Trump nannte Japans "Weigerung", amerikanischen Reis zu kaufen, trotz der Ironie, als großen Knackpunkt: Dank Klimaschocks und einer schrumpfenden Bevölkerung sieht sich Japan tatsächlich mit einer Reisknappheit konfrontiert und hat die US-Reisimporte in den letzten Monaten still und leise hochgefahren.

Diplomatischer Stillstand

Die plötzlichen Zölle trafen die japanischen Unterhändler unvorbereitet und ließen ihnen wenig Spielraum und noch weniger Zeit.

Da die Wahlen vor der Tür stehen, spürt Ishiba die Hitze sowohl in Washington als auch bei den Wählern zu Hause.

Einige Beamte in Tokio argumentieren, dass Japan möglicherweise keine andere Wahl hat, als seinen Markt für US-Agrarprodukte, sogar Reis, weiter zu öffnen, wenn es seine lebenswichtigen Autoexporte schützen will.

Andere wehren sich und sagen, die USA sollten ihre eigenen Zölle auf japanische Autos lockern, bevor sie neue Zugeständnisse in der Landwirtschaft erwarten.

Das jüngste Treffen zwischen Trump und Ishiba beim G7-Gipfel hat die Sache nicht gerade erleichtert.

Trump schien abgelenkt, und beide Seiten räumten ein, dass es bei der Herangehensweise an die Gespräche "Missverständnisse" gegeben habe.

Das Fehlen klarer Fortschritte hat die Frustration der Öffentlichkeit in Japan nur noch verstärkt, wo sich viele zu fragen beginnen, ob die monatelangen Verhandlungen etwas Sinnvolles gebracht haben, außer mehr Siege für Washington.