Europäische Märkte eröffnen: Aktien steigen; Trump kündigt 50% Kupferzoll an und droht Pharma

Europäische Märkte eröffnen: Aktien steigen; Trump kündigt 50% Kupferzoll an und droht Pharma
Deepali Singh
09. Juli 2025, 09:46 AM
  • Die europäischen Aktien eröffneten am Mittwoch höher; Der Stoxx 600 legte um 0,1 % zu, der DAX und der CAC 40 legten jeweils um 0,4 % zu.
  • Präsident Trump schloss eine Verlängerung der Frist am 1. August aus. Frist für hohe Zölle gegen 14 Länder.
  • Trump kündigte einen neuen Zoll von 50 Prozent auf Kupferimporte an und drohte mit einem Zoll von 200 Prozent auf Arzneimittel.

Die europäischen Aktienmärkte starteten am Mittwoch mit bescheidenen Gewinnen, da sich die Anleger vorsichtig in einer komplexen und oft widersprüchlichen globalen Handelslandschaft zurechtfanden.

Während neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump die Märkte in Atem gehalten haben, nährt das Ausbleiben neuer Zölle gegen die Europäische Union die Hoffnung, dass ein transatlantisches Handelsabkommen in Reichweite sein könnte.

Etwa 30 Minuten nach der Eröffnungsglocke notierte der paneuropäische Stoxx 600 Index um 0,1 % höher, wobei es allen wichtigen nationalen Börsen gelang, sich im positiven Bereich zu halten.

Der französische CAC 40 und der deutsche DAX legten beide solide 0,4 % zu, während der Londoner FTSE 100 um 0,1 % zulegte.

Dies folgt auf eine gemischte Sitzung an den asiatisch-pazifischen Märkten über Nacht und wenig Veränderungen bei den US-Futures, da die globalen Händler weiterhin die neuesten Nachrichten zu den Handelszöllen verdauen.

Die globalen Märkte schwankten in dieser Woche und reagierten auf eine Flut von Schlagzeilen aus Washington.

Nachdem Präsident Trump zunächst angedeutet hatte, dass eine Verlängerung möglich sei, hat er nun ausgeschlossen, die Frist für das Inkrafttreten der hohen Zölle auf 14 Länder am 1. August zu verschieben.

Dies hat zu einem angespannten Umfeld für die Anleger geführt, die versuchen, die wahre Richtung der US-Handelspolitik zu entschlüsseln.

Trumps jüngste Zollsalve auspacken

Das Hauptaugenmerk des Marktes liegt weiterhin auf der aggressiven und vielschichtigen Zollstrategie von Präsident Trump.

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen aus dem Weißen Haus in dieser Woche:

  • Neue Zölle für 14 Länder: Am Montag verlängerte Präsident Trump die Frist für seine "gegenseitigen Zölle" bis zum 1. August, kündigte aber gleichzeitig neue Zollsätze zwischen 25 und 40 Prozent für 14 bestimmte Handelspartner an.

    Zu den betroffenen Ländern gehören Japan, Südkorea, Malaysia, Kasachstan, Südafrika und einige andere.
  • Zölle auf Kupfer: In einer Kabinettssitzung am Dienstag im Weißen Haus kündigte Präsident Trump eine neue Front in seinem Handelskrieg an.
    "Heute machen wir Kupfer", sagte er und erklärte, dass ein neuer Zoll von 50 Prozent auf Importe des wichtigen Industriemetalls erhoben werde, obwohl er nicht angab, wann diese Zölle in Kraft treten würden.
  • Drohende Zölle auf Arzneimittel: Auf derselben Kabinettssitzung wiederholte Präsident Trump eine frühere Drohung, strenge, sektorspezifische Zölle auf pharmazeutische Produkte zu verhängen.

    Er warnte, dass der Sektor mit "einer sehr, sehr hohen Rate, wie 200 Prozent", konfrontiert sein könnte, fügte aber hinzu, dass er den Menschen "etwa ein, eineinhalb Jahre" geben werde, bis diese Zölle in Kraft treten.
  • Keine Nachrichten über die EU (Was eine gute Nachricht ist): Auffällig war, dass die Europäische Union auf der Liste der neuen Zölle nicht vertreten war.

    Es wurden keine neuen Zölle gegen die EU angekündigt, und viele interpretieren das Fehlen eines formellen "Briefes" der Trump-Regierung als positives Zeichen dafür, dass vor Ablauf der bevorstehenden Frist ein Handelsabkommen geschlossen wird.

    Ein EU-Diplomat sagte am Montag gegenüber CNBC, dass jedes Rahmenabkommen wahrscheinlich einen Basiszoll von 10 Prozent beinhalten wird und möglicherweise bestimmte Schlüsselgüter – wie Flugzeuge und Spirituosen – Ausnahmen erhalten.

    Anfang dieser Woche wurde auch weithin berichtet, dass die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, am Wochenende einen "guten Austausch" mit Präsident Trump hatte, was die Hoffnungen auf ein baldiges Abkommen weiter schürte.

OPEC und KI im Blick, da der Wirtschaftskalender leicht bleibt

Abgesehen von dem Handelsdrama werden die Marktteilnehmer ein Auge auf die Kommentare haben, die am Mittwoch vom OPEC-Seminar in Wien kommen.

Sie werden auch die neuesten Tech-News vom RAISE Summit in Paris verfolgen, bei dem die Aussichten für künstliche Intelligenz im Mittelpunkt stehen.

Da heute die ursprüngliche Frist für die Senkung der Zölle am 9. Juli erreicht ist, bewerten Händler die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Handelsabkommen zwischen den USA und ihren Partnern abgeschlossen werden.