Indiens KI-Markt heizt sich auf, da Google und Perplexity um die frühe Vorherrschaft konkurrieren

Indiens KI-Markt heizt sich auf, da Google und Perplexity um die frühe Vorherrschaft konkurrieren
Diya Poddar
17. Juli 2025, 14:53 PM
  • Die 360 Millionen Nutzer von Airtel erhalten Perplexity Pro ein Jahr lang kostenlos.
  • Eine Umwandlung von 1 % könnte Perplexity einen Umsatz von 862 Mio. $ einbringen.
  • Das Angebot von Google richtet sich an verifizierte Schüler mit Gemini 2.5-Zugang.

Indien hat sich als Ground Zero im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz (KI) herausgestellt, wobei Google und Perplexity kostenlose AI Pro-Abonnements eingeführt haben, um zukünftige Nutzer zu binden.

Während sich das Angebot von Google an Universitätsstudenten in ganz Indien richtet, hat sich Perplexity mit dem Telekommunikationsriesen Bharti Airtel zusammengetan, um einen einjährigen Pro-Plan auf 360 Millionen seiner Kunden auszuweiten, darunter Mobilfunk-, Breitband- und DTH-Nutzer.

Obwohl der Schritt als "kostenlos" bezeichnet wird, ist er eine kalkulierte Wette auf eine langfristige Nutzerakquise in einem Markt, der sich laut einem Whitepaper der Boston Consulting Group (BCG) bis 2027 auf 17 Milliarden US-Dollar verdreifachen soll.

Prognosen zu Abonnementpreisen, Berechtigung und Infrastrukturkosten

Der Pro-Plan von Perplexity, der in der Regel 19.900 GBP pro Jahr kostet, und das Gemini-basierte AI Pro-Abonnement von Google, das für 19.500 GBP erhältlich ist, werden beide im ersten Jahr erlassen.

Das Angebot von Perplexity reicht jedoch weitaus weiter.

Wenn auch nur 1 % der 360 Millionen Nutzer von Airtel nach 12 Monaten zu zahlenden Abonnenten wechseln, könnte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 71,64 Mrd. ₹ (862 Mio. $) erzielen.

Würde hingegen jeder Airtel-Kunde den Service täglich nutzen, könnten die Infrastrukturkosten von Perplexity auf bis zu 985 Millionen US-Dollar pro Jahr ansteigen, basierend auf den Token-Preisen für fortschrittliche Modelle wie GPT-4, Claude und Sonar.

Bei Google ist die Strategie fokussierter. Das kostenlose Abonnement ist nur für Universitätsstudenten über 18 Jahren mit einer gültigen institutionellen ID verfügbar.

Das Angebot ist so geplant, dass es über das gesamte akademische Jahr andauert, was es besonders in den prüfungslastigen Monaten attraktiv macht.

Während Google die erwarteten Abonnentenzahlen nicht bekannt gegeben hat, deuten Untersuchungen von Google und Kantar darauf hin, dass 95 % der indischen Studenten, die Gemini nutzen, sich bereits sicherer in ihrem täglichen Leben fühlen, was auf ein starkes Akzeptanzpotenzial hindeutet.

Was die kostenlosen Pläne beinhalten

Der AI Pro-Plan von Google umfasst den Zugriff auf das Gemini 2.5 Pro-Modell, Deep Research, die Gemini Live-Funktion mit Kamerazugriff und Bildschirmfreigabekontext, das Flow-Tool powered by Veo 3 für das Filmemachen, ein leistungsfähigeres NotebookLM und 2 TB Google Drive-Cloud-Speicher.

Die Ankündigung fällt auch mit der Einführung erweiterter Suchfunktionen zusammen, darunter Gemini 2.5 Pro und Deep Search-Integration für komplexe Abfragen.

Perplexity bietet über seine Plattform eine breitere Modellpalette, darunter Sonar Pro- und R1 1776 Reasoning-Modelle sowie Integrationen von Drittanbietern mit Claude 4.0, Grok 4 von xAI, GPT-4.1 und o3-pro von OpenAI und Gemini 2.5.

Die automatische Auswahlfunktion wählt dynamisch das beste Modell für jede Benutzerabfrage aus.

Obwohl die Pro-Stufe keinen unbegrenzten Zugriff bietet, ist sie dennoch ein bedeutender Fortschritt gegenüber der kostenlosen Version.

Der Max-Plan zum Preis von 200 US-Dollar (17.000 GBP) pro Monat bietet uneingeschränkten Zugriff und wurde mit frühem Zugriff auf Comet, den neuen KI-Browser von Perplexity, gebündelt.

Das Unternehmen hat erklärt, dass auch Pro-Benutzer bald Zugang zu Comet erhalten werden.

Strategischer Zeitplan und zukünftige Implikationen

Der Schritt beider Unternehmen scheint ein Spiel zu sein, um nicht nur Marktanteile zu gewinnen, sondern auch wichtige Daten für die Lokalisierung und Feinabstimmung zukünftiger Modelle zu sammeln.

Indiens sprachliche und kulturelle Vielfalt macht es zu einem wertvollen Testfeld für die Entwicklung global skalierbarer KI.

Berichten zufolge befindet sich Perplexity in Gesprächen, um 500 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 14 Milliarden US-Dollar aufzubringen, was die aggressiven Expansionspläne des Unternehmens weiter unterstreicht.

In der Zwischenzeit gibt die langjährige Präsenz von Google in Indien dem Unternehmen die Möglichkeit, sein KI-Ökosystem zu erweitern, insbesondere durch Android-Geräte und seine Suite von Cloud-Diensten.

Der Wettbewerb zwischen den beiden KI-Akteuren markiert einen breiteren Trend in der globalen Tech-Landschaft.

Meta, das von Microsoft unterstützte OpenAI, Anthropic und Apple erhöhen ihre Investitionen in KI.

Aber in Indien sind Perplexity und Google derzeit führend, indem sie fortschrittliche Tools kostenlos anbieten – Tools, die Nutzer anderswo jährlich Tausende kosten könnten.

Ihre gegensätzlichen Ansätze – einer mit Skalierung, der andere mit Fokus – signalisieren einen tieferen Kampf um die Zukunft der Zugänglichkeit und Einführung von KI in einem der vielversprechendsten Märkte der Welt.