Tilray-Aktie steigt um 15%: Sollten Sie TLRY-Aktien in die Stärke verkaufen?

Tilray-Aktie steigt um 15%: Sollten Sie TLRY-Aktien in die Stärke verkaufen?
Wajeeh Khan
22. Juli 2025, 21:59 PM
  • Alliance Global senkte am Dienstag sein Kursziel für Tilray Brands Inc.
  • Die Fundamentaldaten von TLRY bleiben in der zweiten Jahreshälfte 2025 eher schwach.
  • Die Tilray-Aktie stieg heute immer noch um mehr als 15%, ohne dass es einen Katalysator gab.

Tilray Brands Inc (NASDAQ: TLRY) stieg heute um mehr als 15%, da Kleinanleger ihre Positionen in dem Cannabis- und Alkoholunternehmen weiter ausbauten.

Die Kursrallye von TLRY ähnelt dem Meme-Aktienrausch der Vergangenheit, da das in New York ansässige Unternehmen am Dienstag keine Unternehmensankündigung machte, kein Gewinnupdate herausgab oder von einem Wall-Street-Analysten optimistisch berichtet wurde.

Einschließlich der heutigen Rallye ist die Tilray-Aktie gegenüber ihrem bisherigen Jahrestief Ende Juni um mehr als 100% gestiegen. Ohne einen klaren Katalysator fragen sich die Anleger jedoch: Handelt es sich um einen Ausbruch oder nur um einen weiteren spekulativen Ausrutscher?

Alliance Global senkt Kursziel für die Tilray-Aktie

Die Kursrallye von TLRY ist umso verwirrender, als die Analysten von Alliance Global Partners am Dienstag tatsächlich eine bärische Note für die Cannabis-Aktie abgegeben haben.

Die Investmentfirma senkte heute Morgen ihr Kursziel für die Tilray-Aktie auf nur 75 Cent, was in etwa dem Preis entspricht, zu dem sie zum Zeitpunkt des Schreibens gehandelt wird.

Alliance verwies auf die anhaltende Schwäche sowohl bei den Cannabis- als auch bei den Alkoholverkäufen, die zusammen den Großteil des Umsatzes und des Bruttogewinns des Unternehmens ausmachen. Die internationale Cannabisnachfrage sei zurückgegangen, und die Alkoholverkäufe stünden unter dem Druck der sich ändernden Verbraucherpräferenzen, fügte das Unternehmen hinzu.

Dies veranlasste die Analysten des Unternehmens, ihre Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr zu senken. Beachten Sie, dass Alliance das an der Nasdaq notierte Unternehmen derzeit nur als "neutral" einstuft.

Die Fundamentaldaten bleiben bei TLRY-Aktien ein Überhang

Anleger sollten erwägen, Tilray-Aktien am Dienstag in die Stärke zu verkaufen, da die Fundamentaldaten des Cannabisunternehmens nach wie vor äußerst besorgniserregend sind.

Tilray Brands Inc. hat seit 2018 keinen Gewinn mehr erzielt und noch nie einen positiven freien Cashflow erwirtschaftet. Noch wichtiger ist, dass selbst die optimistischsten Prognosen keine Rentabilität vor 2029 erwarten.

In der Zwischenzeit verbrennt das in New York ansässige Unternehmen weiterhin Bargeld und verwässert die Aktionäre, wobei mehr als 1 Milliarde Aktien im Umlauf sind.

Das Cannabisgeschäft ist mit intensivem Wettbewerb und regulatorischer Unsicherheit konfrontiert, während das Alkoholsegment – das einst als Diversifizierungsspiel galt – nun Schwierigkeiten hat, Wachstum zu erzielen.

Für ein Unternehmen mit sinkenden Margen und ohne einen klaren Weg zu nachhaltigen Erträgen sieht die heutige Rallye eher wie ein Rauschen als ein Signal aus.

Beachten Sie, dass die TLRY-Aktie auch keine Dividende zahlt, um für die Einkommensinvestoren in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 attraktiver zu erscheinen.

Tilray-Aktienempfehlung: Profitieren Sie von der Rallye und verkaufen Sie

Der plötzliche Preisanstieg von Tilray könnte Händler dazu verleiten, dem Momentum nachzujagen, aber langfristige Anleger sollten vorsichtig vorgehen.

Das Fehlen eines glaubwürdigen Katalysators, gepaart mit sich verschlechternden Fundamentaldaten und einer rückläufigen Stimmung der Analysten, deutet darauf hin, dass diese Rallye nur von kurzer Dauer sein könnte.

Während TLRY-Aktien weiterhin spekulatives Interesse wecken könnten, bleibt das zugrunde liegende Geschäft fragil.

Sofern die Tilray-Aktie keine konsistente Cashflow- und Margenverbesserung nachweisen kann, könnte der heutige Anstieg am besten als Gelegenheit zum Ausstieg und nicht zum Einstieg angesehen werden. Kurz gesagt: In die Stärke zu verkaufen, könnte hier der klügste Schachzug sein.