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Air-India-Absturz: Britische Familien durch falsche Überreste am Boden zerstört, DNA-Tests enthüllen schockierende Verwechslungen

Air-India-Absturz: Britische Familien durch falsche Überreste am Boden zerstört, DNA-Tests enthüllen schockierende Verwechslungen
Devesh Kumar
23. Juli 2025, 18:36 PM
  • DNA-Tests zeigen, dass einige britische Familien die falschen Überreste vom Absturz der AI171 erhalten haben.
  • DNA-Tests decken Verwechslungen bei der Rückführung von Opfern auf.
  • Indische und britische Beamte haben eine gemeinsame Untersuchung eingeleitet.

Britische Familien, die um Angehörige trauern, die beim Absturz des Air-India-Fluges AI171 ums Leben gekommen sind, stehen nun vor einem zweiten Trauma, da ihnen mitgeteilt wurde, dass die falschen Leichen nach Hause geschickt worden sein könnten, berichtete die Times am Dienstag.

Bei dem Absturz am 12. Juni, der sich nur wenige Minuten nach dem Start vom indischen Flughafen Ahmedabad ereignete, kamen alle 241 Menschen an Bord und 19 weitere am Boden ums Leben.

Unter den Opfern waren 52 britische Staatsbürger. Etwa ein Dutzend Sätze von sterblichen Überresten wurden nach Großbritannien zurückgeflogen, aber DNA-Tests haben ergeben, dass zumindest einige von ihnen möglicherweise nicht mit den Familien übereinstimmen, an die sie zurückgegeben wurden.

Was haben DNA-Tests ergeben?

DNA-Tests in London unter der Leitung von Dr. Fiona Wilcox, der leitenden Gerichtsmedizinerin für den inneren Westen Londons, deckten beunruhigende Diskrepanzen zwischen den zurückgegebenen Überresten und den DNA-Proben der Familie auf.

Mindestens zwei Särge, die nach Großbritannien zurückgeflogen wurden, enthielten nicht die Leichen, die die Familien erwarteten.

Eine trauernde Familie musste ihre Beerdigungspläne ganz absagen, nachdem ihr mitgeteilt worden war, dass die sterblichen Überreste im Sarg nicht identifizierbar waren, so dass sie keine Ahnung hatten, wessen Leichnam sie erhalten hatten.

In einem anderen erschütternden Fall wurden Berichten zufolge Teile mehrerer Personen in einem einzigen Sarg gefunden und mussten getrennt werden, bevor eine Trauerfeier stattfinden konnte.

Der Anwalt, der mehrere der betroffenen britischen Familien vertritt, sagte, die Verwechslungen hätten die Menschen untröstlich und voller unbeantworteter Fragen zurückgelassen, nicht nur darüber, wie die Fehler passiert sind, sondern auch darüber, wen ihre Angehörigen tatsächlich empfangen haben.

Er betonte, dass die Familien wochenlang auf Klarheit gewartet hätten, ohne dass eine Lösung in Sicht sei.

Einige waren besonders erschüttert, nachdem sie die sterblichen Überreste in Plastikbehältern statt in herkömmlichen Särgen erhalten hatten, eine Entscheidung, die Berichten zufolge getroffen wurde, weil die Leichen bei dem Unfall, bei dem die Temperaturen um die 1.500 °C erreicht haben sollen, so stark verbrannt wurden.

Was sagten die Behörden?

Sowohl die indischen als auch die britischen Behörden untersuchen nun, wie es zu diesen Verwechslungen kommen konnte.

Das indische Außenministerium teilte durch seinen Sprecher Randhir Jaiswal mit, dass alle sterblichen Überreste mit "äußerster Professionalität" behandelt worden seien und dass während des Identifizierungsprozesses ordnungsgemäße Protokolle befolgt worden seien.

Er bestätigte auch, dass Indien eng mit britischen Beamten zusammenarbeitet, um die Sorgen der Familien auszuräumen.

Air India hat sich seinerseits von dem Identifizierungsprozess distanziert.

Die Fluggesellschaft erklärte, sie sei nur für den Transport der sterblichen Überreste über ihre Frachtabteilung verantwortlich und habe die Notfalllogistik an eine Krisenmanagementfirma, Kenyon International, ausgelagert.

Während Air India die Vorwürfe wegen Fehlverhaltens prüft, hat es bisher keine Fehler offiziell eingeräumt.

Es wird erwartet, dass der britische Premierminister Keir Starmer das Thema während seines bevorstehenden Staatsbesuchs in Großbritannien direkt mit dem indischen Premierminister Narendra Modi besprechen wird.

Der beunruhigende Umgang mit den sterblichen Überresten der Opfer hat sowohl in Großbritannien als auch in Indien zu wachsenden Forderungen nach einer umfassenden Untersuchung geführt, um die Rechenschaftspflicht sicherzustellen und sicherzustellen, dass sich solche schmerzhaften Fehler in Zukunft nicht wiederholen.