Indien und Großbritannien unterzeichnen historisches Freihandelsabkommen: Hier ist alles, was Sie wissen müssen

Indien und Großbritannien unterzeichnen historisches Freihandelsabkommen: Hier ist alles, was Sie wissen müssen
Devesh Kumar
24. Juli 2025, 13:04 PM
  • Es wird erwartet, dass das Freihandelsabkommen den bilateralen Handel um 34 Milliarden US-Dollar ankurbeln und Tausende von Arbeitsplätzen in beiden Ländern schaffen wird.
  • Scotch und Limousinen: Britische Waren erhalten Zollvergünstigungen.
  • Indien hat ein Auge auf britische Regale für Edelsteine, Garne und Werkzeuge geworfen.

Indien und das Vereinigte Königreich haben am Donnerstag in London im Beisein der Premierminister Narendra Modi und Keir Starmer ein großes Freihandelsabkommen unterzeichnet.

Das Abkommen, das seit mehreren Jahren in Arbeit ist, wird als das bedeutendste Handelsabkommen für das Vereinigte Königreich seit dem Brexit bezeichnet.

Einige frühe Prognosen besagen, dass das Abkommen den Handel zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich um rund 34 Milliarden US-Dollar pro Jahr steigern könnte, obwohl die tatsächlichen Auswirkungen davon abhängen werden, wie sich die Dinge vor Ort entwickeln.

Es geht nicht nur um Zölle; Das Abkommen betrifft auch Bereiche wie digitalen Handel, Investitionsströme und Dienstleistungen, was bedeutet, dass es weit mehr als nur Exporte und Importe betreffen könnte.

Für das Vereinigte Königreich geht es sowohl um die Optik als auch um die Wirtschaft, was zeigt, dass es immer noch sinnvolle Handelsabkommen außerhalb der EU abschließen kann.

Indien hingegen scheint sich darauf zu konzentrieren, seine globale Präsenz auszubauen und zu signalisieren, dass es offen für Geschäfte ist.

Freihandelsabkommen zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich: Hauptmerkmale

Im Rahmen des neuen Handelsabkommens werden nun fast 99 % der indischen Exporte ohne Zölle auf den britischen Markt gelangen.

Das sind große Neuigkeiten für Sektoren wie Textilien, Leder, Schuhe, Edelsteine und Schmuck, Autokomponenten, Marineprodukte und technische Güter – alles Bereiche, in denen Indien seit langem einen besseren Zugang sucht.

Auf britischer Seite hat sich Indien bereit erklärt, die Zölle auf etwa 90 % der britischen Waren abzuschaffen oder zu senken.

Einer der Schlagzeilen? Schottischer Whisky. Die Einfuhrzölle darauf werden von steilen 150 % auf 75 % sinken und dann im Laufe des nächsten Jahrzehnts allmählich auf 40 % sinken.

Für in Großbritannien hergestellte Autos, die derzeit mit Zöllen von über 100 % belegt sind, werden die Zölle ebenfalls auf nur 10 % gesenkt, jedoch nur im Rahmen eines bestimmten Kontingents.

Diese Veränderungen sind nicht nur symbolischer Natur. Sie dürften die Handelsströme in beide Richtungen umgestalten, insbesondere bei Konsumgütern, und könnten langfristig die Türen für engere Handelsbeziehungen öffnen.

Großer Schub für Exporteure

Das Freihandelsabkommen ist eine große Sache für Exporteure auf beiden Seiten, aber die Vorteile sind nicht genau die gleichen.

Für britische Unternehmen bedeutet dies einen besseren Zugang zum indischen Markt in Bereichen wie Whisky, Autos, Medizinprodukte, Kosmetik und Maschinen.

Die Zölle, die einst bei durchschnittlich rund 15 Prozent lagen, werden auf nur noch 3 Prozent gesenkt, was britische Produkte für indische Käufer spürbar billiger und wettbewerbsfähiger machen könnte.

Indiens Seite der Abmachung konzentriert sich auch auf den Zugang, ist aber besonders hilfreich für Sektoren, die auf Exporte angewiesen sind und viele Menschen beschäftigen, wie z. B. Textilien, Leder, technische Waren und dergleichen.

Diese Branchen sind im Ausland bereits gut aufgestellt, aber niedrigere Barrieren in Großbritannien könnten ihnen einen schärferen Vorteil verschaffen.

Ob sich dies sofort in großen Gewinnen niederschlägt oder Zeit braucht, hängt davon ab, wie die Unternehmen reagieren, aber die Tür steht jetzt eindeutig weiter offen.

Unterstützt wird das Handelsabkommen durch eine neue Investitionswelle von fast 6 Milliarden Pfund an neuen Finanzmitteln und Exportzusagen, die voraussichtlich Tausende von Arbeitsplätzen sowohl in Indien als auch in Großbritannien schaffen werden.

Auf indischer Seite könnten die Textilexporte nach Großbritannien nach ersten Hochrechnungen um bis zu 45 % steigen.

Auch der Edelstein- und Schmucksektor sieht sich einem potenziellen Geldsegen gegenüber, da die Exporte möglicherweise die Marke von 1 Milliarde US-Dollar erreichen könnten.

Es ist ein frühes Signal dafür, dass es bei dem Abkommen nicht nur um Politik auf dem Papier geht, sondern dass es zu realen wirtschaftlichen Gewinnen und Beschäftigungswachstum auf beiden Seiten führen könnte.