Von 824 US-Dollar auf über 1.300 US-Dollar: Wie die steigenden Mieten die Gehaltsschecks der Amerikaner verschlingen

Von 824 US-Dollar auf über 1.300 US-Dollar: Wie die steigenden Mieten die Gehaltsschecks der Amerikaner verschlingen
Deepali Singh
26. Juli 2025, 19:51 PM
  • Im Durchschnitt müssen die Amerikaner heute 38,3 Stunden – eine ganze Arbeitswoche – arbeiten, um ihre monatliche Miete zu bezahlen.
  • Die Einwohner von New York City müssen mit 90,2 Stunden pro Monat am meisten arbeiten, um die Miete zu bezahlen.
  • Die durchschnittliche US-Miete ist von 824 US-Dollar pro Monat im Jahr 2008 auf heute über 1.300 US-Dollar gestiegen.

Es mag wie eine ferne Erinnerung erscheinen, aber noch vor 17 Jahren, im Jahr 2008, lag die Durchschnittsmiete für Amerikaner bei bescheidenen 824 Dollar pro Monat. Heute ist diese Zahl auf über 1.300 US-Dollar gestiegen, und in großen Metropolen wie New York City und Los Angeles stellt sie sogar den nationalen Durchschnitt in den Schatten.

Dieser unaufhaltsame Anstieg, bei dem die Mieten allein zwischen 2022 und 2025 um fast 6 % gestiegen sind, bedeutet, dass die Amerikaner jetzt einen viel größeren Teil ihres hart verdienten Einkommens nur dafür ausgeben, ein Dach über dem Kopf zu haben.

Die seit langem bestehende finanzielle Empfehlung lautet, nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für Wohnen auszugeben. Da die Mietpreise in den Vereinigten Staaten jedoch konstant schneller steigen als das Lohnwachstum, zahlt eine beträchtliche Anzahl von Amerikanern jetzt weit mehr als das.

Eine kürzlich durchgeführte Analyse von Self Financial, die Wohnungsdaten aus der US-Volkszählung, der Apartment List, dem Bureau of Labor Statistics und der Federal Reserve zusammenfasste, zeichnet ein klares Bild dieser Belastung und übersetzt sie in eine greifbarere Kennzahl: die Arbeitsstunden.

Im Durchschnitt müssen die Amerikaner heute 38,3 Stunden arbeiten, nur um ihre monatliche Miete zu bezahlen. In der Praxis bedeutet dies, dass die gesamte durchschnittliche Arbeitswoche von diesem einzigen, wesentlichen Aufwand verschlingt wird.

Hinter diesem nationalen Durchschnitt verbirgt sich jedoch eine große Ungleichheit im ganzen Land.

Die Kluft zwischen den Bundesstaaten: von 27 Stunden bis über 60 Stunden

Die Anzahl der Arbeitsstunden, die erforderlich sind, um die Miete zu bezahlen, variiert dramatisch, je nachdem, wo Sie wohnen.

Die Einwohner von Vermont stehen vor der größten Herausforderung, da sie 60,2 Stunden pro Monat arbeiten müssen, um ihre durchschnittlichen monatlichen Mietkosten zu decken, die höchsten aller Bundesstaaten, so die Self Financial-Analyse.

Am anderen Ende des Spektrums benötigen diejenigen, die in South Dakota leben, nur 27,6 Stunden, um ihre Miete zu bezahlen, was sie auf den niedrigsten Stand der Nation bringt.

Es überrascht nicht, dass die Situation in den Großstädten am akutesten ist. Die Einwohner von New York City zum Beispiel müssen jeden Monat erstaunliche 90,2 Stunden arbeiten, um ihre Miete zu bezahlen – mehr als zwei volle Arbeitswochen.

Hier sind die fünf US-Bundesstaaten, in denen die meisten Arbeitsstunden erforderlich sind, um die durchschnittliche Monatsmiete zu decken:

  • Vermont: 60,2 Stunden
  • Hawaii: 59,9 Stunden
  • Kalifornien: 52,4 Stunden
  • New Jersey: 50,4 Stunden
  • Maryland: 50,3 Stunden

Und hier sind die fünf US-Bundesstaaten, in denen die wenigsten Stunden erforderlich sind:

  • Maine: 32,3 Stunden
  • North Dakota: 32,2 Stunden
  • Alabama: 31,4 Stunden
  • Arkansas: 31,1 Stunden
  • South Dakota: 27,6 Stunden

Ein Hoffnungsschimmer? Wohnungsboom schafft Erleichterung

Auch wenn dies ein düsteres Bild für Mietwohnungen in den USA sein mag, gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont.

Im Mai war die durchschnittliche Angebotsmiete in den USA im Vergleich zum Vorjahr sogar um etwa 1 % gesunken, wie der Immobilienmakler Redfin mitteilte.

Der Grund für diese leichte Atempause ist nach Ansicht der Ökonomen von Redfin ein Boom im Wohnungsbau, der sich derzeit in der Nähe eines 50-Jahres-Hochs bewegt.

"Obwohl die Nachfrage der Mieter stark ist, hält sie nicht mit dem Angebot Schritt", erklärt Sheharyar Bokhari, ein leitender Ökonom bei Redfin.

Mieten vs. Kaufen: Die günstigere von zwei teuren Varianten

Trotz der hohen Mietkosten bleibt es eine deutlich billigere Option als der Kauf eines Eigenheims auf dem aktuellen US-Markt.

Eine Kombination aus himmelhohen Hypothekenzinsen, die sich 7 % nähern, und Hauspreisen, die erstaunliche 55 % höher sind als zu Beginn des Jahres 2020 (laut dem Case-Shiller US National Home Price Index), hat Wohneigentum für viele unerreichbar gemacht.

Die Situation in Austin, Texas, ist ein klares Beispiel. "Viele Menschen in Austin stellen fest, dass es viel billiger ist, zu mieten als zu kaufen", sagte der Immobilienmakler Andrew Vallejo aus Austin kürzlich gegenüber Fortune.

Diese harte Realität unterstreicht den anhaltenden finanziellen Druck, dem amerikanische Haushalte ausgesetzt sind, wenn sie sich auf dem schwierigen Wohnungsmarkt zurechtfinden.