Harley Davidon-Aktien steigen um 16% nach Plänen, die Finanzeinheit in Private Equity zu überführen

Harley Davidon-Aktien steigen um 16% nach Plänen, die Finanzeinheit in Private Equity zu überführen
Ananthu C U
30. Juli 2025, 19:10 PM
  • Harley-Aktien steigen um 24% nach 5 Mrd. $ Finanzierungseinheit, trotz schwacher Q2-Verkäufe und 28% Rückgang der Auslieferungen.
  • Die Tarifkosten schmälern die Margen von Harley, aber die KI-gestützte Effizienz und der kostengünstige Motorradplan signalisieren eine neue Richtung.
  • Harley wird 1,25 Mrd. $ aus dem Finanzierungsgeschäft für Schuldenschnitte, Reinvestitionen und 500 Mio. $ an Aktionärsrenditen verwenden.

Der Aktienkurs von Harley-Davidson Inc. stieg am Mittwoch um bis zu 24% – der größte Gewinn seit Oktober 2020 –, nachdem der legendäre Motorradhersteller eine große Monetarisierungsmaßnahme unter Einbeziehung seiner Finanzsparte angekündigt hatte.

Das Unternehmen gab Pläne bekannt, einen Anteil von fast 10 % an Harley-Davidson Financial Services (HDFS) und Privatkundenkredite im Wert von mehr als 5 Milliarden US-Dollar an die Investmentgiganten KKR & Co. und Pacific Investment Management Co. (PIMCO) zu verkaufen.

Während der Deal die Stimmung der Anleger verbesserte, meldete Harley-Davidson auch enttäuschende Ergebnisse für das zweite Quartal, mit starken Rückgängen bei Umsatz, Motorradauslieferungen und Gewinnen, die zum Teil auf Zölle und hohe Kreditkosten zurückzuführen waren.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurden die Aktien von Harley Davidson um 16,58% höher bei 26,76 $ gehandelt.

Verkauf von Finanzanteilen setzt Kapital für Wachstum frei

Harley-Davidson sagte in einer Erklärung, dass KKR und PIMCO jeweils eine Stammbeteiligung von 4,9 % an HDFS erwerben werden, zusätzlich zum Kauf von Forderungen aus Privatkundenkrediten mit einem Aufschlag auf den Nennwert.

Es wird erwartet, dass die Transaktion rund 1,25 Mrd. $ an Barmitteln für das Unternehmen freisetzen wird.

Harley plant, diese Mittel für die Reinvestition in sein Kerngeschäft, den Schuldenabbau von rund 450 Millionen US-Dollar und rund 500 Millionen US-Dollar an Renditen an die Aktionäre zu verwenden, einschließlich einer Wiederaufnahme der Aktienrückkäufe.

Das Unternehmen hatte die Rückkäufe im zweiten Quartal aufgrund der Zollunsicherheit ausgesetzt.

CEO Jochen Zeitz sagte, die Partnerschaft werde einen "langfristig stabilen Finanzierungsmechanismus" für die Finanzeinheit bieten und gleichzeitig die Kontinuität für Kunden und Händler gewährleisten. Wichtig ist, dass Harley-Davidson die Kontrolle über HDFS behalten wird.

Die Ankündigung erfolgte am selben Tag, an dem Harley Davidson die Ergebnisse des zweiten Quartals bekannt gab.

Zölle und wirtschaftlicher Gegenwind belasten Q2-Ergebnisse

Trotz der positiven Marktreaktion auf die Finanzierung unterstrichen die Finanzergebnisse von Harley-Davidson im zweiten Quartal die Herausforderungen, vor denen das Unternehmen weiterhin steht.

Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 19% auf 1,3 Mrd. $ und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten, während der Gewinn pro Aktie um 46% auf 88 Cent zurückging.

Die weltweiten Einzelhandelsverkäufe von Motorrädern gingen um 15 % zurück, einschließlich eines Rückgangs von 17 % auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt.

Die Auslieferungen von Motorrädern brachen im Vergleich zum Vorjahr um 28 % ein, was auf die schwächere Nachfrage angesichts erhöhter Zinssätze und zollbedingter Produktionskürzungen zurückzuführen ist.

Das Unternehmen meldete in der ersten Hälfte des Jahres 2025 Zollkosten in Höhe von 17 Mio. $ und prognostizierte für das Gesamtjahr Auswirkungen von bis zu 85 Mio. $.

Diese Kosten reduzierten die operative Gewinnmarge von Harley im zweiten Quartal um 125 Basispunkte, so Chief Financial Officer Jonathan Root.

CEO Zeitz hob die anhaltende Zusammenarbeit mit Regierungen hervor und äußerte sich "vorsichtig optimistisch", dass zukünftige Handelsabkommen die Auswirkungen von Zöllen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens verringern könnten.

Er räumte jedoch ein, dass die Unsicherheit im Welthandel und die schwache Konsumentenstimmung nach wie vor erhebliche Hürden darstellen.

Strategische Initiativen weisen den Weg in die Zukunft

Um diesem Gegenwind entgegenzuwirken, verfolgt Harley-Davidson mehrere strategische Initiativen.

Das Unternehmen plant, im nächsten Jahr ein neues Motorrad unter 6.000 US-Dollar auf den Markt zu bringen, um kostenbewusste Käufer anzuziehen und seinen Kundenstamm zu erweitern.

Darüber hinaus implementiert Harley ein neues Effizienzprogramm, das künstliche Intelligenz nutzt, um die Produktivität und Kosteneinsparungen zu steigern.

Das Unternehmen befindet sich auch in einem Führungswechsel, da Zeitz im April seine Absicht angekündigt hat, zurückzutreten. Derzeit läuft eine CEO-Suche.