Elon Musk schließt 500-Millionen-Dollar-Deal ab, um die Abfindungssaga von Twitter zu beenden

Elon Musk schließt 500-Millionen-Dollar-Deal ab, um die Abfindungssaga von Twitter zu beenden
Devesh Kumar
21. Aug. 2025, 19:59 PM
  • Vergleich beendet langjährige Abfindungsklage in Höhe von 500 Millionen US-Dollar von rund 6.000 ehemaligen Twitter-Mitarbeitern.
  • Die Klage geht auf Entlassungen nach Musks Twitter-Übernahme im Jahr 2022 und angeblich unbezahlte Sozialleistungen zurück.
  • Der Deal ermöglicht es Musk und X Corp, kostspielige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, während die Mitarbeiter ihre geschuldete Entschädigung erhalten.

Elon Musk und sein Social-Media-Unternehmen X Corp haben Berichten zufolge eine vorläufige Einigung erzielt, um eine Klage ehemaliger Twitter-Mitarbeiter beizulegen, die eine Abfindung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar fordern.

Der Streit geht auf die Übernahme von Twitter durch Elon Musk im Jahr 2022 zurück, das nun in X umbenannt wurde, als rund 6.000 Mitarbeiter entlassen wurden. Diese ehemaligen Mitarbeiter argumentierten später, dass ihnen eine Abfindung im Rahmen der alten Sozialleistungspläne von Twitter zustehe.

Die Anwälte beider Seiten reichten am Donnerstag eine gemeinsame Mitteilung ein, in der sie erklärten, dass sie eine Einigung erzielt hätten, und baten den Neunten Bezirk, eine Anhörung, die für den 17. September angesetzt war, zu verschieben.

Die Details des Deals sind noch unter Verschluss und werden erst bekannt gegeben, wenn die Gerichte die endgültige Genehmigung erteilt haben.

Einigung beendet Twitter-Abfindungsstreit

Die Klage, die als Sammelklage in Kalifornien von Courtney McMillian eingereicht wurde, die früher die Sozialleistungen von Twitter leitete und behauptete, dass rund 6.000 ehemaligen Mitarbeitern die ihnen zustehende Abfindung verweigert wurde.

Der fragliche Plan soll bis zu sechs Monate Grundgehalt plus eine zusätzliche Woche für jedes Dienstjahr bieten.

Nachdem Musk das Ruder übernommen hatte, wurden viele Mitarbeiter plötzlich entlassen, was mehrere rechtliche Anfechtungen wegen angeblich unrechtmäßiger Kündigung und unbezahlter Abfindung auslöste.

Bereits im Juli 2024 wies ein Bundesrichter in San Francisco den Fall mit der Begründung ab, die Arbeiter hätten nicht bewiesen, dass Twitter über einen formellen Abfindungsplan verfüge, der durch ERISA abgedeckt sei.

Die Kläger legten jedoch Berufung ein, und das US-Arbeitsministerium schaltete sich mit einem Amicus-Schriftsatz ein und argumentierte, dass die Police schutzwürdig sei, da die Leistungen unabhängig von der Regierung einheitlich gezahlt würden.

Mit Blick auf die bevorstehende Berufungsverhandlung pausiert der neue Vergleich nun den Rechtsstreit und bietet eine Lösung für die Betroffenen.

Was der Vergleich für Musk, X Corp und ehemalige Mitarbeiter bedeutet

Die Einigung markiert einen wichtigen Wendepunkt in einer langjährigen juristischen Saga, die mit der Übernahme und Umstrukturierung von Twitter durch Musk verbunden ist.

Durch den Vergleich vermeiden Musk und X Corp eine potenziell teure Berufung und die langwierigen Rechtsstreitigkeiten, die von der Führung des Unternehmens ablenken und seinem öffentlichen Image hätten schaden können.

Für die ehemaligen Mitarbeiter ist es eine Chance, endlich die Entschädigung zu erhalten, die ihnen nach den plötzlichen Entlassungen und der Verweigerung von Abfindungen zusteht – Missstände, die seit 2022 andauern.

Die genauen Bedingungen und Zahlen sind noch unter Verschluss, bis das Gericht absegnet, aber der Vergleich zeigt, dass die Vorwürfe schwerwiegend waren und dass Musk und das Unternehmen bereit waren, eine Lösung zu finden.

Der Fall wirft auch größere Fragen darüber auf, wie Mitarbeiter bei großen Unternehmensumstrukturierungen behandelt werden, insbesondere wenn Tech-Giganten beteiligt sind.

Musks Überarbeitung der Belegschaft von Twitter löste viele Kontroversen aus, nicht nur, weil so viele Leute entlassen wurden, sondern auch wegen der Art und Weise, wie damit umgegangen wurde.

Die ganze Episode hat viele Debatten darüber ausgelöst, was Unternehmen ihren Mitarbeitern schulden und wie weit die Unternehmensverantwortung in der Tech-Welt gehen sollte.