Kanada hebt Vergeltungszölle zurück und bewegt sich auf eine Beruhigung der US-Handelsbeziehungen zu

Kanada hebt Vergeltungszölle zurück und bewegt sich auf eine Beruhigung der US-Handelsbeziehungen zu
Devesh Kumar
22. Aug. 2025, 17:44 PM
  • Kanada plant eine Rücknahme der Zölle auf US-Waren im Rahmen des USMCA und signalisiert damit eine Entspannung der Handelsspannungen.
  • Ziel ist es, die Lieferketten zu stabilisieren und die Kosten für Unternehmen und Verbraucher zu senken.
  • Die Zollerleichterungen erfolgen inmitten diplomatischer Gespräche, der Vorbereitungen des G7-Gipfels und des anhaltenden Drucks der USA.

Kanada wird eine Reihe von Vergeltungszöllen auf US-Waren aufheben, ein Schritt, der nach Monaten zunehmender Handelsspannungen mit Washington erfolgt.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge wird erwartet, dass Premierminister Mark Carney die Ankündigung nach einer Kabinettssitzung machen wird. Die Rücknahmen betreffen viele Produkte im Rahmen des nordamerikanischen Handelsabkommens.

Der Bericht fügte hinzu, dass die Beamten in Ottawa und Washington Gespräche führen, um die Handelsspannungen mit Unternehmen und Händlern abzubauen, die die Situation genau beobachten.

Viele sehen in dem Schritt einen kleinen, aber sinnvollen Schritt, um die Märkte zu beruhigen und Lieferketten nach dem langwierigen Streit zu glätten.

Schritt in Richtung Handelsruhe

Der Handelsstreit begann bereits im Februar 2025, als die Vereinigten Staaten Zölle in Höhe von 25 % auf die meisten kanadischen und mexikanischen Importe erhoben und damit nur den Öl- und Energiesektor verschonten. Im vergangenen Monat wurden die Zölle weiter auf 35% angehoben, was die Handelsspannungen zwischen den beiden Ländern verschärfte.

Kanada schlug fast sofort zurück und verhängte seine eigenen Zölle in Höhe von 25 % auf US-Waren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar, ein Schritt, der die Märkte erschütterte.

Unternehmen und Verbraucher fragten sich, was als nächstes kommen würde, da es sich bei vielen der betroffenen Produkte um Alltagsgegenstände, politisch sensible Sektoren und Dinge handelte, die die Menschen verwenden oder auf die sie angewiesen sind.

Nach monatelangen Gesprächen und wachsendem Druck hat das kanadische Kabinett endlich beschlossen, einen Teil der Zölle zurückzunehmen. Die Änderung gilt hauptsächlich für Produkte, die den USMCA-Regeln entsprechen.

Beamte werteten dies als einen Schritt zum Abbau der Spannungen und zur Stabilisierung des Handels. Für Unternehmen und Käufer auf beiden Seiten der Grenze könnte dies etwas niedrigere Kosten und einen reibungsloseren Ablauf bedeuten. Es ist keine vollständige Lösung, aber dennoch ein Anfang.

In wirtschaftlicher Hinsicht wird erwartet, dass die Zollrücknahme den Druck auf die Lieferketten verringern und dazu beitragen wird, die Kosten zu senken, die aufgrund der früheren Zölle gestiegen waren.

Kanadische Beamte sagten, die Zölle seien zunächst notwendig gewesen, um Unternehmen und Arbeitnehmer zu Hause zu schützen. Die Regierung bezeichnete den Schritt als Teil eines größeren Ziels: den Handel mit den USA konstruktiv zu halten.

Beobachter weisen darauf hin, dass dies auch inmitten des zunehmenden Drucks aus Washington geschieht, einschließlich der Androhung noch höherer Zölle und der Besorgnis über den Grenzübertritt von Fentanyl, den die Trump-Regierung mit der Handelspolitik verknüpft hat.

Diplomatische Dynamik

Die Rücknahme der Zölle erfolgt nach wochenlangem Hin und Her zwischen Ottawa und Washington.

Premierminister Mark Carney und Präsident Trump haben mehrere Treffen abgehalten, bei denen sie nicht nur über Zölle, sondern auch über eine Reihe internationaler Themen gesprochen haben, darunter die Situation in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten.

Es ist die Rede von einem neuen Handelsabkommen, das das USMCA aktualisieren oder sogar ersetzen könnte, um die aktuellen wirtschaftlichen Realitäten besser widerzuspiegeln.

Kanadische Beamte sagen, dass der Schritt dazu gedacht ist, das Vertrauen wiederherzustellen und gleichzeitig die Schlüsselindustrien im eigenen Land zu schützen. Der Zeitplan hängt auch davon ab, dass Kanada Gastgeber des 51. G7-Gipfels ist, bei dem Handelsfragen voraussichtlich im Mittelpunkt stehen werden.

Analysten warnen, dass die Situation immer noch fragil ist, aber eine Lockerung der Zölle könnte eine langsame Verlagerung hin zu stabileren, kooperativeren Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern signalisieren.