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Neue Ära für Chinas Emissionshandel: Absolute Obergrenzen und breiterer Anwendungsbereich

  • Chinas Kabinett kündigte absolute Emissionsobergrenzen für einige Branchen bis 2027 an.
  • Der nationale Kohlenstoffmarkt wird Pilotsysteme durch kostenlose und kostenpflichtige Zertifikate ersetzen.
  • Das EHS wird bis 2027 erheblich ausgeweitet und erstreckt sich auf weitere große umweltschädliche Industriezweige.

Das chinesische Kabinett kündigte am Montagabend an, dass der Emissionshandelsmarkt des Landes mit Wirkung bis 2027 erstmals durch die Einführung absoluter Emissionsobergrenzen in bestimmten Branchen gestärkt werden soll.

Bis 2027 planen der Staatsrat und das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei laut einem Bericht von Reuters die Einführung von Obergrenzen für Kohlenstoffemissionen, die zunächst auf Branchen mit stabilen Emissionen abzielen.

China strebt an, bis 2030 einen landesweiten Kohlenstoffmarkt oder ein Emissionshandelssystem (ETS) einzurichten.

"Die politischen Entscheidungsträger verschärfen jetzt aktiv das System", wird Xuewan Chen, Senior Research Analyst bei LSEG, in dem Bericht zitiert.

Neue Emissionsobergrenzen und Markterweiterungen

Der vorgeschlagene nationale Kohlenstoffmarkt wird das bestehende System von acht Pilotmärkten ersetzen, das 2021 eingeführt wurde.

Dieser neue Markt wird absolute Emissionsobergrenzen und eine Mischung aus kostenlosen und kostenpflichtigen CO2-Emissionszertifikaten (CEAs) bieten.

Die derzeitigen CEAs stützen sich auf zunehmend strengere Benchmarks für die Kohlenstoffintensität und nicht auf absolute Emissionsgrenzwerte.

Im Rahmen eines Cap-and-Trade-Systems wird den Unternehmen eine bestimmte Quote von CEAs zugeteilt.

Diese Zertifikate stellen die maximale Menge an Treibhausgasen dar, die ein Unternehmen ausstoßen darf.

Wenn die tatsächlichen Emissionen eines Unternehmens während eines Erfüllungszeitraums die ihm zugeteilte Quote überschreiten, ist es verpflichtet, zusätzliche CEA vom Markt zu kaufen, um die Überschreitung auszugleichen.

Umgekehrt kann ein Unternehmen, wenn es gelingt, seine Emissionen unter seine Quote zu senken, seine überschüssigen CEAs verkaufen und so einen finanziellen Anreiz für die Emissionsreduktion schaffen.

Dieser marktbasierte Mechanismus zielt darauf ab, Unternehmen zu ermutigen, in sauberere Technologien und Verfahren zu investieren, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern.

Mai Duong, Analyst für die Kohlenstoffmärkte im asiatisch-pazifischen Raum bei Veyt, sagte gegenüber Reuters:

Sie erklärte auch, dass China die Kohlenstoffmärkte als das wichtigste Instrument zur Erreichung seiner Dekarbonisierungsziele betrachte.

Das bestehende Emissionshandelssystem (ETS) soll bis zum Jahr 2027 deutlich ausgebaut werden.

Diese Erweiterung soll ein breiteres Spektrum der wichtigsten kohlenstoffemittierenden Industrien abdecken und dadurch die Reichweite und Wirksamkeit des Systems bei der Eindämmung von Treibhausgasemissionen erhöhen.

Erwartungen und Herausforderungen

Die offizielle Erklärung bestätigt zwar diesen ehrgeizigen Zeitplan und den allgemeinen Geltungsbereich, enthält jedoch keine konkreten Angaben dazu, welche neuen Branchen in das ETS integriert werden sollen.

Dieser Mangel an eindeutiger Identifizierung lässt Raum für Spekulationen und weitere Ankündigungen, da die Frist 2027 näher rückt, unterstreicht aber das Engagement für einen umfassenderen Rechtsrahmen für industrielle Kohlenstoffemissionen.

Analysten zufolge wird Chinas Programm voraussichtlich Branchen wie Chemie, Petrochemie, Papierherstellung und inländische Luftfahrt umfassen.

Duong fügte hinzu, dass die Regulierung auch Banken und Finanzinstituten die Teilnahme am Markt ermöglichen würde, was die Liquidität erhöhen würde.

Im vergangenen September kündigte China Pläne an, seinen Kohlenstoffmarkt über den Energiesektor hinaus auf Stahl, Zement und Aluminium auszuweiten, um etwa 60 % der Treibhausgasemissionen des Landes zu decken.

Analysten gehen jedoch davon aus, dass die erhebliche Zuteilung kostenloser Zertifikate den Einfluss des Marktes auf die Kohlenstoffemissionen Chinas bisher begrenzt hat.

Duong sagte: