Platinminenunternehmen stehen angesichts niedriger Preise und steigender Kosten vor Gewinndruck

Platinminenunternehmen stehen angesichts niedriger Preise und steigender Kosten vor Gewinndruck
Sayantan Sarkar
29. Aug. 2025, 11:19 AM
  • Der Jahresgewinn von Northam Platinum sank aufgrund der steigenden Abbaukosten um 14,4 %.
  • Niedrige Platinpreise und eine rückläufige Automobilnachfrage drücken auf die Gewinne der Bergbauunternehmen.
  • Das Angebot wird durch Projektstopps knapper, aber die Einführung von Elektrofahrzeugen bleibt eine zukünftige Bedrohung.

Der CEO von Northam Platinum, Paul Dunne, erklärte am Freitag, dass die Platinpreise trotz der jüngsten Rallye nach wie vor zu niedrig seien, um eine neue Produktion zu unterstützen, auch wenn der Anstieg den südafrikanischen Bergbauunternehmen eine gewisse Erleichterung verschafft habe.

Northam Platinum, ein bekanntes südafrikanisches Bergbauunternehmen, kündigte am Freitag einen deutlichen Rückgang seiner Jahresrentabilität an, wie aus einem Reuters-Bericht hervorgeht.

Das Unternehmen meldete für das am 30. Juni abgeschlossene Geschäftsjahr einen Rückgang des Jahresgewinns um 14,4 %. Dieser Rückgang erfolgte, obwohl Northam ein Rekordverkaufsvolumen erzielte, was darauf hindeutet, dass der externe Druck die Vorteile der Produktionssteigerung weitgehend überwog.

Der Hauptgrund für diesen Gewinnrückgang war ein erheblicher Anstieg der Bergbaukosten.

Während die spezifischen Komponenten dieser gestiegenen Kosten im ersten Bericht nicht detailliert aufgeführt wurden, umfassen sie in der Regel steigende Energiepreise, Arbeitskosten, Gerätewartung und betriebliche Ineffizienzen.

Diese ausufernden Ausgaben haben die Gewinne aus höheren Umsätzen offensichtlich aufgezehrt.

Der Gesamtgewinn pro Aktie (HEPS) von Northam, eine wichtige Rentabilitätskennzahl in Südafrika, lag für das am 30. Juni endende Jahr bei 3,81 Rand (0,2169 $).

Diese Zahl stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den 4,45 Rand HEPS dar, die im vorangegangenen Geschäftsjahr gemeldet wurden, was die Auswirkungen des schwierigen Betriebsumfelds auf das Ergebnis des Unternehmens weiter unterstreicht.

Der Rückgang der HEPS signalisiert geringere Renditen für die Aktionäre und spiegelt den allgemeinen finanziellen Druck wider, dem das Unternehmen ausgesetzt ist.

Marktdynamik und Preiseinfluss

Seit Anfang 2023 haben Platinminenunternehmen einen Ertragsrückgang hinnehmen müssen. Dieser Rückgang ist vor allem auf die niedrigen Metallpreise zurückzuführen, die auf die rückläufige Nachfrage aus dem Automobilsektor und einen pessimistischen Ausblick aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs zurückzuführen sind.

Autokatalysatoren, die dazu beitragen, schädliche Emissionen von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen zu reduzieren, sind die Hauptanwendung für Platingruppenmetalle.

Die südafrikanischen Bergbauunternehmen reagierten darauf, indem sie Projekte stoppten und die verlustbringende Produktion kürzten, was sich auf über 70 % des weltweiten Platinangebots auswirkte.

Die Platinpreise sind in letzter Zeit stark gestiegen und im zweiten Quartal 2025 um 36 % gestiegen, was auf einen Anstieg der chinesischen Importe und einen Rückgang des südafrikanischen Angebots zurückzuführen ist.

"Der jüngste Preisanstieg bietet dem PGM-Sektor eine gewisse Erleichterung", sagte Dunne in einer Erklärung.

Ausblick und Lieferbedingungen

Dunne wies darauf hin, dass die angespannten Lieferbedingungen für PGMs mittelfristig anhalten dürften. Er wies auch auf eine neue Nachfrage nach Ruthenium, einem kleineren PGM, hin, die durch Anwendungen wie die Datenspeicherung angetrieben wird.

Die Ergebniserklärung von Northam deutete darauf hin, dass eine Reihe von südafrikanischen Platinminen unzureichend kapitalisiert waren und eine begrenzte verbleibende Betriebsdauer aufwiesen, was zu einer Verringerung des Angebots an primärem PGM (Platingruppenmetallen) führte.

Northam berichtete, dass Südafrika, das im Jahr 2008 81 PGM-Schächte in Betrieb hatte, jetzt nur noch 53 hat, und diese Zahl wird voraussichtlich weiter sinken.

Der CEO von Impala Platinum, Nico Müller, warnte am Donnerstag davor, "den Markt mit neuen Unzen zu überschwemmen".

Er betonte, dass der Sektor trotz einer langsamer als prognostizierten Akzeptanzrate für Elektrofahrzeuge weiterhin einer erheblichen Bedrohung ausgesetzt ist.