550 Milliarden US-Dollar Geheimnis: Trump unterzeichnet Anordnung für 15 % Japan-Zoll, während Autoaktien steigen

550 Milliarden US-Dollar Geheimnis: Trump unterzeichnet Anordnung für 15 % Japan-Zoll, während Autoaktien steigen
Deepali Singh
05. Sept. 2025, 08:02 AM
  • Präsident Trump hat die Durchführungsverordnung unterzeichnet, mit der das Handelsabkommen zwischen den USA und Japan formalisiert wird.
  • Das Abkommen sieht einen Zoll von 15 Prozent auf japanische Waren, einschließlich Autos, vor.
  • Es umfasst einen massiven japanischen Investmentfonds in Höhe von 550 Milliarden Dollar für die USA.

Die Tinte ist endlich trocken.

Nach Wochen des angespannten Feilschens, das einen Schatten auf die globale Handelslandschaft geworfen hatte, unterzeichnete Präsident Donald Trump am Donnerstag eine Durchführungsverordnung, mit der ein wegweisendes Handelsabkommen mit Japan formalisiert wurde, das dem mächtigen Autosektor des Landes entscheidende Zollerleichterungen bietet.

Doch selbst als der Deal mit einer Unterzeichnungszeremonie in Washington besiegelt wurde, bleibt ein tiefgreifendes und kritisches Rätsel im Kern: die wahre Natur eines kolossalen 550-Milliarden-Dollar-Investmentfonds.

Die Unterzeichnung markiert einen wichtigen Durchbruch und beendet eine Zeit tiefer Unsicherheit, die begann, als die beiden Nationen im Juli zum ersten Mal eine Einigung erzielten.

Japans oberster Handelsunterhändler, Ryosei Akazawa, war bei den abschließenden Gesprächen und der formellen Unterzeichnung in Washington anwesend, ein klares Signal für die Bedeutung des Abkommens.

Ein Ruck der Erleichterung für einen angeschlagenen Autosektor

Die unmittelbare Wirkung des Abkommens war ein gewaltiger Schock der Erleichterung für die japanische Autoindustrie, die durch die Drohung mit Strafzöllen gebeutelt worden war.

Die Durchführungsverordnung verhindert das "Stapeln" mehrerer Zölle und bestätigt einen maximalen Zoll von 15 Prozent auf die meisten japanischen Produkte, einschließlich einer entscheidenden Senkung auf Autos und Teile von lähmenden 27,5 Prozent.

Die Marktreaktion in Tokio war sofort und explosiv.

Die Aktien von Autoherstellern mit starkem Engagement in Nordamerika stiegen, wobei Mazda Motor Corp. und Nissan Motor Corp. um über 5 Prozent zulegten, während der Riese Toyota Motor Corp. um bis zu 3,5 Prozent kletterte.

Das Abkommen bietet auch Erleichterungen für andere Schlüsselsektoren: Die USA haben sich bereit erklärt, bestimmte Zölle auf Flugzeuge, Flugzeugteile und Arzneimittel aufzuheben.

Die große Kluft: zwei Versionen eines einzigen Pakts

Doch als US-Handelsminister Howard Lutnick und Japans Akazawa Absichtserklärungen unterzeichneten, um das Abkommen zu festigen, rückte die eklatante Unklarheit im Kern des Abkommens deutlich in den Fokus.

Beamte gaben keine neuen Details über den 550-Milliarden-Dollar-Investmentfonds bekannt, die zentrale Säule des Pakts, die von Anfang an in Fragen gehüllt war.

Die beiden Nationen beschreiben den Mechanismus nach wie vor in völlig unterschiedlichen Begriffen, eine Kluft, die bei der Unterzeichnungszeremonie deutlich wurde.

"Dies ist insofern historisch, als Japan dem Präsidenten der Vereinigten Staaten 550 Milliarden Dollar zugesagt hat, damit er in die Infrastruktur der nationalen und wirtschaftlichen Sicherheit der Vereinigten Staaten investieren kann", erklärte Lutnick und bezeichnete den Fonds als direktes Instrument der US-Regierung.

Diese Interpretation spiegelt Präsident Trumps eigene frühere Charakterisierung des Fonds als Geld wider, das seine Regierung "nach Belieben investieren" könne, wobei 90 Prozent der Gewinne an die USA gingen.

Aber Japan hat eine grundlegend andere Sichtweise. Akazawa wiederholte in einer Rede in Washington die seit langem vertretene Haltung seiner Regierung, dass der Fonds ein Mechanismus zur Bereitstellung von Investitionen, Krediten und Kreditgarantien sei, um die Projekte japanischer Firmen in den USA zu unterstützen.

"An der Vereinbarung vom 22. Juli hat sich überhaupt nichts geändert", beharrte Akazawa. "Kurz gesagt, wir werden Investitionen, Kredite und Kreditgarantien für bis zu 550 Milliarden Dollar bereitstellen. Das bleibt auch so."

Das Abkommen mag unterzeichnet werden, aber beide Seiten scheinen sich auf zwei sehr unterschiedliche Dinge geeinigt zu haben. Die Schlacht um die Zölle mag vorbei sein, aber die Schlacht um die 550-Milliarden-Dollar-Frage hat gerade erst begonnen.