Brasiliens Ibovespa erreicht Rekordhochs, da schwache US-Arbeitsmarktdaten Wetten auf Zinssenkungen befeuern

Brasiliens Ibovespa erreicht Rekordhochs, da schwache US-Arbeitsmarktdaten Wetten auf Zinssenkungen befeuern
Noris Soto
05. Sept. 2025, 17:53 PM
  • Der Ibovespa kletterte am Freitag um mehr als 1% und stellte einen neuen Intraday-Rekord über 142.000 Punkte auf.
  • Der Anstieg wurde durch die Bekanntgabe des viel beachteten US-Arbeitsmarktberichts ausgelöst.
  • Die Veränderung der globalen monetären Bedingungen bietet Raum für weitere Verbesserungen für die lokalen Märkte.

Der Ibovespa kletterte am Freitag um mehr als 1% und erreichte einen neuen Intraday-Rekord über 142.000 Punkte, nachdem schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen der US-Notenbank verstärkt hatten.

InfoMoney berichtete , dass der Leitindex um 10:40 Uhr in Brasília um 1,60% auf 143.248 Punkte gestiegen ist, nachdem er zu Beginn der Sitzung ein neues Allzeithoch von 143.402 Punkten erreicht hatte.

Die Schritte spiegelten den erneuten Optimismus der Anleger wider, dass ein weicherer geldpolitischer Kurs der USA Kapitalflüsse in die Schwellenländer auslösen wird, wobei Brasilien zu den Hauptnutznießern gehört.

Der Lohn- und Gehaltsabrechnungsbericht gibt den Ton an

Der Anstieg wurde durch die Bekanntgabe des viel beachteten US-Arbeitsmarktberichts ausgelöst.

Die Statistik zeigte, dass die US-Wirtschaftim August 22.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und damit deutlich unter der Prognose der Ökonomen von 75.000 Arbeitsplätzen liegt.

Die Arbeitslosenquote lag bei 4,3 %.

Die schlechten Beschäftigungsdaten führten zu einem Rückgang der Zinssätze für US-Staatsanleihen, wobei die zweijährige Anleihe – ein wichtiges Barometer für die Zinserwartungen – kurz nach ihrer Veröffentlichung um 10 Basispunkte auf 3,489 % fiel.

Die Anleger werteten den Bericht als Hinweis darauf, dass der US-Arbeitsmarkt an Schwung verliert, was für eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed bereits im September spricht.

Globale Welleneffekte

Die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA verändert die globalen Kapitalströme, wobei Analysten darauf hinweisen, dass niedrigere Renditen von Staatsanleihen höher verzinsliche Schwellenländer wie Brasilien attraktiver machen.

"Wir haben heute Morgen eine sehr positive Kombination für Brasilien", sagte Bruna Sene, Aktienanalystin bei Rico, und verwies auf die stärkere Risikobereitschaft im Ausland, Gewinne an den europäischen und US-Märkten und einen schwächeren Dollar.

Sie merkte an, dass der Rückgang des DXY-Index den brasilianischen Real gestützt und den lokalen Vermögenswerten Schwung verliehen hat.

Sara Paixão, Makroökonomie bei InvestSmart XP, sagte, dass die Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus in den USA die Markterwartungen für die Zinssenkungen der Fed im September, Oktober und Dezember verstärkt hat.

Sie warnte jedoch davor, dass das Tempo und die Intensität des Lockerungszyklus ungewiss bleiben.

Platz für die Ibovespa, um weiter zu klettern

Die Veränderung der globalen monetären Bedingungen bietet Raum für weitere Verbesserungen für die lokalen Märkte.

Laut Bruno Takeo, Stratege bei Potenza Capital, kann der Ibovespa bis 2025 150.000 Punkte erreichen, was vor allem durch die Zinsdifferenz und kaum durch die brasilianischen Fundamentaldaten unterstützt wird.

Die Anpassung, betonte er, sei weitgehend eine der globalen Kapitalallokation und nicht eine der brasilianischen Wirtschaftsdynamik.

Auf der anderen Seite bleibt die leicht über den Erwartungen liegende Arbeitslosenquote von 4,3 % (von 4,2 %) im historischen Vergleich auf einem niedrigen Niveau und deutet nicht auf eine bevorstehende Rezession hin, sagte Gustavo Cruz, Stratege bei RB Investimentos.

Diese Zahl gibt der Fed noch mehr Deckung, um die Zinsen zu senken, wenn der anhaltende Inflationsdruck ihr immer noch einen Grund gibt, sich zurückzuhalten, sagte er.