Finanzwerte, die von den erwarteten Zinssenkungen der Fed profitieren werden, sagt dieser Analyst

Finanzwerte, die von den erwarteten Zinssenkungen der Fed profitieren werden, sagt dieser Analyst
Ananthu C U
09. Sept. 2025, 20:45 PM
  • Zinssenkungen der Fed könnten den Banken Auftrieb geben, da die Zinsstrukturkurve steiler wird, was die Rentabilität der Kreditvergabe verbessert.
  • Large-Cap-Finanzwerte wie Goldman und Morgan Stanley könnten von einem Politikwechsel profitieren.
  • Der Stratege bezeichnet eine Zinssenkung um 25 Basispunkte als "Goldlöckchen"-Schritt, der Wachstum und Inflationsrisiko in Einklang bringt.

Finanzaktien könnten sich als einer der größten Gewinner aus der erwarteten geldpolitischen Wende der US-Notenbank herausstellen, so Lauren Goodwin, Chef-Marketingstrategin bei New York Life Investments.

Da erwartet wird, dass die Fed nächste Woche mit Zinssenkungen beginnen wird, betonte Goodwin, dass Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen eine Verbesserung der Rentabilität verzeichnen könnten, wenn die Zinsstrukturkurve steiler wird.

"Die Versteilerung der Kurve ist tendenziell sehr konstruktiv für Finanzwerte, ganz zu schweigen von der Deregulierung und einigen der Branchenentwicklungen, die wir dort erwarten", sagte Goodwin in einem Interview auf dem Future Proof Festival in Huntington Beach, Kalifornien.

Sie fügte hinzu, dass Large-Cap-Finanzinstitute positioniert seien, um am meisten zu profitieren, und bezeichnete sie als wichtigen Teil der nächsten Marktphase.

Die Zinsstrukturkurve wird steiler, wenn die kurzfristigen Zinsen schneller fallen als die langfristigen.

Da Banken in der Regel Kredite zu kurzfristigen Zinssätzen aufnehmen und Kredite zu längerfristigen Zinssätzen vergeben, kann dieses Umfeld die Kreditmargen erhöhen.

Niedrigere Zinssätze könnten auch zu einer stärkeren Kreditnachfrage führen, während Investmentbanken von einer verstärkten Geschäftstätigkeit profitieren könnten.

Dynamik im Finanzsektor nimmt zu

Eine Reihe von Finanzdienstleistungsaktien werden bereits auf oder nahe dem 52-Wochen-Hoch gehandelt, darunter Citigroup, Morgan Stanley und Goldman Sachs.

Goodwin deutete auf diese Gewinne als Hinweis auf Optimismus in Bezug auf den Sektor, der durch die Maßnahmen der Fed zusätzlichen Schwung gewinnen könnte.

Sie betonte, dass die Kombination aus Zinssenkungen, regulatorischen Veränderungen und strukturellen Veränderungen innerhalb der Branche mehrere Rückenwinde für Finanzwerte schaffen könnte.

Der Deregulierungstrend könnte zusammen mit den sich entwickelnden Branchenpraktiken die Position der größten Akteure des Sektors weiter stärken.

Goodwin wies auch darauf hin, dass das günstige Umfeld für Finanzwerte darauf zurückzuführen ist, dass sich die Märkte weiterhin auf den rasanten Aufstieg der künstlichen Intelligenz konzentrieren.

Während KI-bezogene Aktien in den letzten Monaten dominiert haben, deutete sie an, dass Zinssenkungen die Marktbeteiligung ausweiten und zu einer ausgewogeneren Performance über die Sektoren hinweg führen könnten.

Der nächste Schritt der Fed im Fokus

Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank am 17. September eine Senkung ihres Leitzinses um 25 Basispunkte ankündigen wird.

Goodwin beschrieb dies als "Goldlöckchen-Szenario", das ein Gleichgewicht zwischen dem Signal einer Verbesserung des wirtschaftlichen Vertrauens und der Vermeidung des Risikos eines Inflationsdrucks findet.

"Fünfundzwanzig Basispunkte sind meiner Meinung nach genau in der Mitte des Signalpotenzials für eine Verbesserung des Vertrauens, ohne das Risiko eines Inflationsdrucks zu erhöhen", sagte sie.

Die Markterwartungen stimmen mit diesem Ausblick überein. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group wiesen die Futures-Kontrakte am Dienstag eine Wahrscheinlichkeit von 92% für eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt ein.

Im Gegensatz dazu besteht nur eine Wahrscheinlichkeit von 8%, dass sich die Zentralbank für eine größere Zinssenkung um 50 Basispunkte entscheiden könnte.

Goodwin argumentierte, dass dieser moderate Schritt das Vertrauen von Anlegern und Verbrauchern gleichermaßen stärken und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine stärkere Performance in Sektoren wie Finanzdienstleistungen schaffen könnte.

Da die Fed bereit ist, ihre Geldpolitik und die sich entwickelnde Marktdynamik anzupassen, könnte die Finanzbranche in eine günstigere Phase eintreten.