EU denkt über Social-Media-Beschränkungen für Kinder nach und prüft Australiens Regeln für Leitlinien

EU denkt über Social-Media-Beschränkungen für Kinder nach und prüft Australiens Regeln für Leitlinien
Diya Poddar
10. Sept. 2025, 12:29 PM
  • Ursula von der Leyen kündigte in ihrer Rede zur Lage der Union Pläne an.
  • Laut Bloomberg drängen Frankreich, Spanien und Griechenland auf EU-weite Altersgrenzen.
  • Großbritannien, Irland und die USA verschärfen die Regeln für die Online-Altersverifizierung.

Die Europäische Kommission erwägt Beschränkungen für den Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren und steht damit im Einklang mit der zunehmenden internationalen Kontrolle digitaler Plattformen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, bis Ende des Jahres ein Gremium zusammenzustellen, das mögliche Maßnahmen prüfen soll, da Europa den Entwicklungen in Australien folgen will, wo ähnliche Regeln ab dem 10. Dezember in Kraft treten werden.

Der Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider, dass Regierungen weltweit strengere Online-Alterskontrollen einführen, um die Exposition von Kindern gegenüber schädlichen Inhalten und Funktionen zu begrenzen, die zu einer längeren Bildschirmzeit führen.

EU überprüft Vorschriften zur Kindersicherheit in sozialen Medien

Ursula von der Leyen sprach das Thema in ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union am Mittwoch an.

Sie wies darauf hin, dass die Gesellschaften bereits ein Mindestalter für Aktivitäten wie Rauchen, Trinken und das Ansehen von Inhalten für Erwachsene festgelegt haben, und sagte, es sei an der Zeit, ähnliche Schutzmaßnahmen für digitale Plattformen in Betracht zu ziehen.

Die Europäische Kommission wird Erkenntnisse aus der Einführung Australiens ziehen und die von den Mitgliedstaaten eingereichten Vorschläge prüfen.

Laut Bloomberg haben Frankreich, Spanien und Griechenland bereits verbindliche EU-weite Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke gefordert.

Derzeit verlangen große Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, X und YouTube, dass die Nutzer mindestens 13 Jahre alt sind, um ein Konto zu erstellen, aber die Durchsetzung variiert und die Alterskontrollen bleiben begrenzt.

Globaler Vorstoß für stärkere Online-Alterskontrollen

Regierungen auf der ganzen Welt haben ihre Bemühungen verstärkt, den Schutz von Kindern im Internet zu stärken.

Im Juli führte das Vereinigte Königreich eine obligatorische Altersüberprüfung für Websites mit Inhalten und Pornografie für Erwachsene ein, um sicherzustellen, dass die Nutzer mindestens 18 Jahre alt sind.

Irland folgte mit ähnlichen Anforderungen für Video-Sharing-Plattformen, während der Oberste Gerichtshof der USA den Weg für einzelne Bundesstaaten freimachte, Alterskontrollen für Pornoseiten vorzuschreiben.

Die australische Richtlinie, die am 10. Dezember in Kraft treten soll, gilt für große Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, X und YouTube.

Die dortige Regierung hat erklärt, das Hauptziel sei es, Kinder vor übermäßiger Exposition gegenüber schädlichen oder süchtig machenden Online-Funktionen zu schützen.

Tech-Unternehmen wehren sich gegen Restriktionen

Die Vorschläge in Australien sind auf den Widerstand von Technologieunternehmen gestoßen, die argumentieren, dass eine zuverlässige Durchsetzung von Altersbeschränkungen schwierig ist.

Eine von der Regierung finanzierte Studie, die Anfang des Jahres durchgeführt wurde, fand jedoch keine größeren technologischen Hindernisse für die Implementierung solcher Überprüfungen.

In Europa reagierten Vertreter von Google, Meta, TikTok und X nicht sofort auf Anfragen nach Kommentaren nach von der Leyens Ankündigung.

Trotz des Widerstands der Industrie treiben die Regierungen weiterhin Maßnahmen voran, die neue globale Standards für die Regulierung des digitalen Zugangs von Kindern setzen könnten.

Nächste Schritte für Europa

Es wird erwartet, dass das Gremium der Europäischen Kommission noch vor Ende des Jahres Empfehlungen vorlegen wird, die den Ansatz der EU für die Online-Sicherheit von Kindern prägen.

Während die Details noch diskutiert werden, deutet die Angleichung des Blocks an Australien darauf hin, dass strengere Regeln für Social-Media-Unternehmen, die in Europa tätig sind, am Horizont stehen könnten.

Die Diskussionen spiegeln den wachsenden Konsens unter den politischen Entscheidungsträgern wider, dass die bestehenden Schutzmaßnahmen in einem Umfeld, in dem Kinder zunehmend Risiken durch Online-Plattformen ausgesetzt sind, unzureichend sind.

Das Ergebnis der australischen Durchsetzung im Dezember wird wahrscheinlich einen entscheidenden Anhaltspunkt für Europas eigene Regulierungsstrategie liefern.