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Brasilien hielt an den Zinsen fest, da die US-Notenbank voraussichtlich eine Senkung um 25 Basispunkte vornehmen wird

Brasilien hielt an den Zinsen fest, da die US-Notenbank voraussichtlich eine Senkung um 25 Basispunkte vornehmen wird
Noris Soto
16. Sept. 2025, 17:19 PM
  • Es wird erwartet, dass Brasilien den Selic bei 15% belassen wird, da die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte senkt und damit einen divergierenden geldpolitischen Kurs zeigt.
  • Die XP-Umfrage zeigt, dass 68 % der Manager long im realen Bereich sind, ein starker Anstieg gegenüber 41 % im vorherigen Bericht.
  • Die Inflationsprognosen fielen für 2025 auf 4,79 %, und das BIP-Wachstum wird nun bei 2,28 % gesehen, was Widerstandsfähigkeit signalisiert.

Es wird erwartet, dass der brasilianische geldpolitische Ausschuss den Selic-Zinssatz am Mittwoch stabil bei 15% halten wird, wie aus einer Pre-Cocop-Umfrage von XP hervorgeht, die in einem InfoMoney-Bericht zitiert wird.

Die Umfrage unter 25 Makro-Multimarket-Managern ergab auch die Erwartung, dass die US-Notenbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte senken wird, was die Divergenz zwischen der restriktiven Haltung Brasiliens und dem allmählichen Lockerungszyklus der Vereinigten Staaten unterstreicht.

Während in dieser Woche keine Änderung erwartet wird, verschieben sich die längerfristigen Ansichten.

Die Manager senkten ihre Selic-Prognose für das Jahr 2026 von 12,6 % auf 12,25 %, wie die Umfrage zeigte.

Wechselnde Währungspositionen begünstigen den Real

Die Aussicht auf niedrigere US-Zinsen hat die Währungsstrategien der Manager geprägt: 68 % der Befragten in der XP-Umfrage vom September gaben Long-Positionen im brasilianischen Real an, gegenüber 41 % in der letzten Umfrage.

Die Verschiebung spiegelt die Erwartung einer weiteren Schwäche des Dollars gegenüber den Währungen der Schwellenländer wider.

XP sagte, dass der Anstieg sowohl auf globale als auch auf inländische Faktoren zurückzuführen sei, darunter eine lockerere US-Geldpolitik und leichte Verbesserungen der brasilianischen Wirtschaftsaussichten.

Auch der Pessimismus in Bezug auf die lokale Wirtschaft hat nachgelassen: Nur 18 % der Manager haben eine negative Einschätzung, verglichen mit 73 % im März.

Der Lockerungszyklus der Fed geht in den nächsten Schritt

Die US-Notenbank hob die Zinssätze auf ein Zwei-Jahrzehnt-Hoch von 5,25 % bis 5,50 % an, bevor sie Ende letzten Jahres Senkungen einleitete.

Seit Dezember bewegt sich der Leitzins zwischen 4,25 % und 4,50 %.

Die Märkte erwarten am Mittwoch eine weitere Senkung um 25 Basispunkte, aber das Tempo und die Höhe der Senkung im Jahr 2025 sind ungewiss.

Zu den Auswirkungen der politischen Reformen in den USA gehören laut XP ein geringeres globales Risiko, ein erhöhter Appetit der Anleger auf risikoreichere Anlagen und günstige Bewegungen der Renditekurven und der Schwellenländerwährungen wie dem Real.

Die Argumente der Fed für eine Lockerung wurden durch die Arbeitsmarktdaten gestärkt.

Die Beschäftigtenzahlen im August meldeten 22.000 neue Arbeitsplätze, was deutlich unter den Prognosen von 75.000 liegt.

Sanftere Neueinstellungen verringern den Lohndruck und geben der Zentralbank mehr Spielraum, ihre Geldpolitik zu lockern.

Aussichten für Inflation und Wachstum verbessern sich

Die Umfrage spiegelte auch ein konstruktiveres makroökonomisches Umfeld für Brasilien wider, da die Inflationsprognosen im Laufe des Jahres tendenziell nach unten tendierten.

Die Januar-Prognose für die IPCA lag bei 5,71 % und stieg im März auf 5,75 %, bevor sie von Monat zu Monat sank und im September 4,79 % erreichte – die niedrigste Schätzung für 2025, wenn auch immer noch über dem offiziellen Ziel von 3 %.

Was das Wachstum betrifft, so erwarten die Manager nun, dass das BIP im Jahr 2025 um 2,28 % wachsen wird, was leicht unter den 2,35 % der letzten Umfrage, aber über den im Januar prognostizierten 2,06 % liegt.

XP stellte fest, dass die Widerstandsfähigkeit der externen Aktivität und der nachlassende Wechselkursdruck dazu beitragen, die Inflationserwartungen einzudämmen.