Uber-Aktie: Warum der Lyft-Waymo-Deal kaum eine Bedrohung für das Unternehmen darstellt

Uber-Aktie: Warum der Lyft-Waymo-Deal kaum eine Bedrohung für das Unternehmen darstellt
Wajeeh Khan
17. Sept. 2025, 19:22 PM
  • Uber-Aktien sinken, da Lyft eine Partnerschaft mit Waymo ankündigt.
  • Hier ist der Grund, warum die heutige Kursentwicklung übertrieben sein könnte.
  • Die Uber-Aktie bleibt für den Rest des Jahres 2025 ein Kaufangebot.

Lyft Inc (NASDAQ: LYFT) stieg am Mittwoch um über 15%, nachdem es heute eine neue Partnerschaft mit dem Alphabet-Unternehmen Waymo angekündigt hatte, die darauf abzielt, seine Robotaxi-Präsenz in wichtigen US-Städten zu erweitern.

Die Vereinbarung integriert die autonomen Jaguar I-PACE-Fahrzeuge von Waymo in die LYFT-App, beginnend mit Pilotprogrammen in Miami und Atlanta.

Die Anleger reagierten schnell, wobei Uber Technologies Inc (NYSE: UBER) über 3,5% verlor, da befürchtet wurde, dass der Lyft-Waymo-Deal seinen Wettbewerbsvorteil im Bereich der autonomen Mobilität untergraben könnte.

Aber unter der Oberfläche könnte die Allianz zwischen Lyft und Waymo für die UBER-Aktie eher symbolisch als störend sein.

Die Größe, das diversifizierte Geschäft und die bestehenden selbstfahrenden Initiativen des Ride-Hailing-Riesen deuten darauf hin, dass der heutige Ausverkauf eher von der Stimmung als von der Realität bestimmt sein könnte.

Die globale Reichweite und das Ökosystem von Uber sind nach wie vor unübertroffen

Die Robotaxi-Ambitionen von Lyft sind bemerkenswert, aber die globale Präsenz von UBER bleibt ein enormer Vorteil.

Uber Technologies ist in über 70 Ländern tätig und verfügt über eine weitaus breitere Nutzerbasis und ein breiteres logistisches Netzwerk als Lyft, das immer noch weitgehend auf Nordamerika beschränkt ist.

Das Ökosystem von Uber umfasst Ride-Hailing, Essenslieferungen, Fracht und sogar Logistik im Gesundheitswesen und schafft mehrere Einnahmequellen und plattformübergreifende Synergien.

Diese Diversifikation puffert die UBER-Aktie vor vereinzelten Wettbewerbsbedrohungen ab.

Der Waymo-Deal von Lyft mag das AV-Narrativ von Lyft verbessern – aber er ändert nichts an der Tatsache, dass die Größe von Uber es dem Unternehmen ermöglicht, Innovationsschocks effektiver zu absorbieren.

Anleger, die auf eine langfristige Dominanz der Mobilität setzen, sollten die UBER-Infrastruktur als dauerhaften Burggraben betrachten.

Die autonome Strategie der UBER-Aktie ist bereits in Bewegung

Während die Partnerschaft zwischen Lyft und Waymo heute für Schlagzeilen sorgte, ist es nicht so, dass die Uber-Aktie im autonomen Rennen zurückliegt.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco arbeitet bereits mit Motional und Aurora zusammen und hat selbstfahrende Fahrzeuge in mehreren Städten getestet. Es gibt sogar eine eigene Waymo-Partnerschaft .

Darüber hinaus ist die autonome Fahrzeugstrategie von UBER stärker integriert und konzentriert sich auf hybride Flottenmodelle, die menschliche Fahrer mit autonomen Fahrzeugen kombinieren, um die Auslastung zu optimieren.

Jüngsten Schätzungen zufolge können Hybridflotten eine Auslastung von bis zu 60 % erreichen, verglichen mit ~36 % bei eigenständigen Robotaxi-Plattformen.

Der Ansatz von Uber umfasst auch strategische Investitionen in KI- und Mapping-Technologien, um das Unternehmen so zu positionieren, dass es sich schnell an die zunehmende Einführung von autonomen Fahrzeugen anpassen kann.

Alles in allem mag der Deal von Lyft auffällig sein, aber die Grundlagen von Uber Technologies sind wohl robuster.

Sollten Sie heute nach dem Rückgang Uber-Aktien kaufen?

Der heutige Kursrückgang von Uber könnte eher eine Kaufgelegenheit als ein Warnzeichen sein. Das Unternehmen verfügt über solide Fundamentaldaten: einen soliden freien Cashflow, verbesserte Margen und eine beschleunigte Rentabilität.

Darüber hinaus ist die UBER-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 34 deutlich attraktiver, verglichen mit einem viel höheren Wert von 59 für LYFT zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels, insbesondere angesichts des dominanten Marktanteils und der operativen Hebelwirkung.

Außerdem ist das kürzlich angekündigte Aktienrückkaufprogramm von Uber Technologies in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar eine noch bessere Wette als die Lyft-Aktie im Jahr 2025.

Die Partnerschaften von Uber im Bereich des autonomen Fahrens, unter anderem mit Motional und Apollo Go von Baidu, spiegeln eine diversifizierte AV-Roadmap wider.

Hinzu kommen die führende Position bei der Essenslieferung über Uber Eats und der expandierende Logistikzweig, und Sie erhalten ein Geschäftsmodell, das auf Ausfallsicherheit ausgelegt ist.

Für langfristig orientierte Anleger könnte der heutige Rückgang daher eine Chance sein, die nächste Etappe der Entwicklung der Uber-Aktie zu nutzen.