BMW ruft 331.000 Autos zurück, nachdem ein weiterer gefährlicher Fehler festgestellt wurde

BMW ruft 331.000 Autos zurück, nachdem ein weiterer gefährlicher Fehler festgestellt wurde
Deepali Singh
26. Sept. 2025, 18:26 PM
  • BMW hat mindestens 331.000 Fahrzeuge wegen eines defekten Anlassers zurückgerufen.
  • Der Defekt kann einen Kurzschluss und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen.
  • Dies geschieht nach einem kostspieligen Rückruf von 1,5 Millionen Autos im vergangenen Jahr wegen eines Bremsfehlers.

Ein neuer und gefährlicher Fehler hat eine neue Schockwelle durch den deutschen Autoriesen BMW AG geschickt und ihn gezwungen, mindestens 331.000 Fahrzeuge zurückzurufen.

Der Schritt, der durch einen Defekt am Anlasser ausgelöst wurde, der zu einem Fahrzeugbrand führen kann, ist ein weiterer herber Rückschlag für ein Unternehmen, das immer noch von einem separaten, milliardenschweren Rückruf erschüttert wird, der seinen Ruf für technische Exzellenz erschüttert hat.

Der jüngste Fehler, der dazu führen kann, dass der Motorstarter aufgrund möglicher Korrosion Feuer fängt, betrifft einen großen Teil der Produktpalette des Unternehmens, einschließlich der meisten Modellreihen, die zwischen 2015 und 2021 gebaut wurden.

Der deutsche Hersteller bestätigte am Freitag, dass er 195.000 Fahrzeuge in den USA und weitere 136.000 in Deutschland reparieren muss, nannte aber weder eine globale Zahl für den Rückruf noch eine Schätzung der Reparaturkosten.

Eine abschreckende Warnung: Parken Sie Ihr Auto im Freien

Besonders besorgniserregend ist die Art des Defekts. BMW erklärte, dass bei den betroffenen Fahrzeugen Wasser in den Anlasser eindringen kann, was zu Korrosion führt.

Dies kann schließlich zu einem Kurzschluss führen, der "im schlimmsten Fall" zu einem Fahrzeugbrand führen kann.

Das Risiko ist so groß, dass das Unternehmen eine abschreckende Warnung an seine Kunden herausgegeben hat, in der es ihnen rät, ihre Fahrzeuge im Freien in sicherem Abstand zu Gebäuden zu parken, bis die kostenlose Reparatur durchgeführt werden kann.

Das Gespenst der Vergangenheit: ein Milliarden-Euro-Debakel

Diese neue Krise ist kein isoliertes Ereignis; Es ist der zweite schwere Schlag für das Unternehmen in ebenso vielen Jahren.

Er folgt auf einen massiven und demütigenden Rückruf von 1,5 Millionen Autos im vergangenen Jahr wegen einer defekten Bremsanlage des Zulieferers Continental AG.

Die explodierenden Kosten für die Behebung dieses Fehlers haben das Unternehmen bereits gezwungen, eine Gewinnwarnung auszusprechen, und seinen Marktwert in Milliardenhöhe vernichtet.

Ein Rückrufdokument, das Bloomberg News vorliegt, enthüllt einen beunruhigenden Zeitplan für dieses frühere Debakel. Bereits im Juni 2022 beschwerten sich Kunden und Händler über die defekten Bremsen.

Aber es dauerte mehr als zwei Jahre, bis BMW das volle, katastrophale Ausmaß des Problems erkannte, eine Verzögerung, die ernsthafte Fragen über die internen Prozesse des Unternehmens aufgeworfen hat.

Das fehlerhafte Teil wurde in einigen der prestigeträchtigsten und teuersten Modelle des Unternehmens gefunden, darunter der 420.000 Dollar teure Rolls-Royce Spectres und die Flaggschiff-Limousinen der 7er-Serie.

"Das ist kein gewöhnlicher Rückruf, sondern ein großer Schock", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Direktor am Zentrum für Automobilforschung in Bochum.

Für einen Premium-Automobilhersteller, der seine Marke auf dem Versprechen aufgebaut hat, ein "Driver-Tech-Leader" zu sein, stellen diese aufeinanderfolgenden Krisen einen tiefgreifenden und schädlichen Schlag dar.

Nachdem die Aktien in diesem Jahr bereits um rund 28 Prozent gefallen sind, steht das Unternehmen nun vor der gewaltigen Aufgabe, nicht nur seine Autos zu reparieren, sondern auch das Vertrauen seiner Kunden wiederherzustellen.