Berkshire-Aktie steigt nach Apple-Rallye und UBS-Aufwertung
KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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Kaufe Berkshire Hathaway Class B (BRK.B). UBS hob das Kursziel an und erhöhte die Gewinne leicht; die Aktie notiert weiterhin nur bei ~1.4x geschätztem Buchwert – nahe dem unteren Ende ihrer Spanne. Der Markt rechnet zudem mit großen Q2‑Rückkäufen ($5–$11B, ~ $8.5B likely), die das Ergebnis je Aktie stützen und die Anzahl der ausstehenden Aktien vor der nächsten Ergebnismeldung reduzieren sollten.
Kernrisiko: Ein deutliches Gewinnminus (insbesondere bei BNSF oder höhere als erwartete Katastrophenverluste), das die Rückkäufe weniger „bullish“ erscheinen lässt und die Bewertungsmultiples wieder nach unten drückt.
Kaufe Berkshire Hathaway (BRK.A oder BRK.B) gezielt wegen des sekundären Momentum‑Effekts im Portfolio: Neue Hochs bei Apple und Coca‑Cola ziehen tendenziell Berkshires ausgewiesene Anlagegewinne nach oben, was die Anlegerstimmung verbessert und die nächste Ergebnisbekanntgabe leichter „schlagbar“ macht, selbst wenn die operativen Geschäfte nur solide sind.
Kernrisiko: Apple oder Coca‑Cola dreht stark ins Minus (Bewertungsdruck oder Nachfrage‑Angst), wodurch Berkshires mark-to-market‑Gewinne einbrechen und der sentimentale Rückenwind verloren geht.
- Berkshire steigt, da UBS das Ziel vor dem Q2‑Ergebnis anhebt.
- Gains bei Apple und Coca‑Cola stärken Berkshires Aktienportfolio.
- Taylor Morrison‑Deal erweitert Berkshires US‑Wohnungsbaugeschäft.
Berkshire Hathaway-Aktien legten am Dienstag um mehr als 2 % zu, da Anleger den Fokus auf das starke Aktienportfolio des Konglomerats, ein erhöhtes Kursziel von UBS und Erwartungen richteten, dass das Unternehmen im zweiten Quartal Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe vorgenommen hat.
Die Class-B-Aktien BRK.B stiegen um etwa 2,88 % auf $511,5, während die Class-A-Aktie um 2,76 % auf 766.438,44 zulegte.
Trotz der Zuwächse am Dienstag liegen Berkshire-Aktien im laufenden Jahr bislang nur rund 1 % im Plus und damit hinter der etwa 9 %igen Rendite des S&P 500 in 2026 zurück.
Das Unternehmen wird voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen seine Ergebnisse für das zweite Quartal melden; Anleger achten besonders auf das Eigenkapital der Aktionäre, das operative Ergebnis und die Kapitalallokation.
UBS hebt Kursziel vor Ergebnisvorlage an
UBS-Analyst Brian Meredith bestätigte seine Kaufempfehlung für Berkshire Hathaway und erhöhte sein Kursziel für die Class-A-Aktien um 3 % auf $877,848 von $854,596.
Der Analyst schraubte auch seine Schätzungen für das zweite Quartal und das Gesamtjahr leicht nach oben und hob seine Gewinnprognosen für 2026 und 2027 für die Class-B-Aktien um 1,3 % bzw. 0,8 % auf $21,05 bzw. $21,32 an.
Meredith führte die höheren Prognosen auf „leicht höhere Gewinne bei BNSF und geringere Katastrophenverluste“ im zweiten Quartal zurück.
Sein revidiertes Kursziel impliziert etwa 15 % Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs.
Meredith schätzt den inneren Wert von Berkshire auf fast $800,000 pro Class-A-Aktie, rund 5 % über dem derzeitigen Kurs.
Berkshire wird derzeit bei etwa dem 1,4‑fachen des geschätzten Buchwerts gehandelt, basierend auf der Schätzung von Barron's von ungefähr $535,000 pro Class-A-Aktie.
Diese Bewertung liegt weiterhin am unteren Ende ihrer jüngsten historischen Spanne und unter dem 1,8‑fachen Buchwertmultiplikator, der im Mai 2025 erreicht wurde.
Meredith bezeichnete die offenbar im zweiten Quartal vorgenommenen Rückkäufe von Berkshire ebenfalls als „bullishes Signal“.
Barron's schätzte zuvor, dass Berkshire im Quartal zwischen $5 billion und $11 billion an Aktien zurückkaufte, basierend auf Warren Buffetts Beteiligungsmeldung; offenbar wurden dabei rund $8.5 billion für Rückkäufe ausgegeben.
Aktienportfolio profitiert weiter von Apple und Coca‑Cola
Die Anlegerstimmung wurde zudem von Berkshires großem Aktienportfolio gestützt, das sowohl im zweiten Quartal als auch seit Jahresbeginn eine starke Entwicklung gezeigt hat.
Apple, Berkshires größte Beteiligung, erreichte am Dienstag ein neues Hoch und liegt in diesem Jahr bei rund 25 %. Coca‑Cola kletterte nach starken Ergebnissen für das zweite Quartal auf ein Rekordhoch und liegt 2026 nun nahezu 29 % im Plus, nachdem es am Dienstag um 6 % zulegte.
Dem Portfolio‑Tracker von CNBC zufolge ist Berkshires Aktienportfolio fast $360 billion wert.
Die Apple‑Position beläuft sich auf etwa $77 billion, die Investition in Coca‑Cola übersteigt $35 billion.
Der Anteil des Unternehmens an Bank of America, mit einem Wert von mehr als $30 billion, erreichte am Montag ebenfalls ein 52‑Wochen‑Hoch und liegt in diesem Jahr rund 10 % im Plus.
Unterdessen hinkt Berkshire Unternehmen hinterher, die in ähnlichen Branchen tätig sind.
Die Union Pacific‑Aktie legte in diesem Jahr etwa 30 % zu, während CSX mehr als 50 % gewann. Sach‑ und Haftpflichtversicherer wie Chubb und Everest Group stiegen zwischen 15 % und 20 %.
Taylor‑Morrison‑Übernahme und technisches Bild im Fokus
Abseits des Investmentportfolios hat Berkshire kürzlich die $4.1 billion teure Übernahme von Taylor Morrison abgeschlossen, wodurch das Unternehmen seine Präsenz im US‑Wohnungsbau ausweitet und zum viertgrößten Hausbauer des Landes wird.
Die Übernahme ist Greg Abels erste größere Transaktion seit seiner Ernennung zum CEO als Nachfolger von Warren Buffett und erweitert Berkshires Engagement im Wohnungsbausektor.
Aus technischer Sicht handeln Berkshires Class‑B‑Aktien weiterhin über mehreren wichtigen gleitenden Durchschnitten, darunter dem 20‑, 50‑ und 200‑Tage‑Durchschnitt.
Berkshire dürfte auch weiterhin Anleger anziehen, die defensiven Schutz suchen, gestützt durch fast $400 billion an liquiden Mitteln und ein diversifiziertes Geschäftsmodell in einer Phase, in der Technologiewerte unter Druck stehen.
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