Erklärt: Warum Washington den Kreislauf der Shutdown-Drohungen nicht stoppen kann

Erklärt: Warum Washington den Kreislauf der Shutdown-Drohungen nicht stoppen kann
Devesh Kumar
30. Sept. 2025, 12:54 PM
  • Seit den 1970er Jahren haben die USA 14 große Regierungsstillstände erlebt.
  • Staatliche Schließungen stören das Leben, legen Dienstleistungen lahm und erschüttern die Finanzmärkte.
  • Die Shutdowns verdeutlichen die anhaltende politische Polarisierung in den USA.

Die US-Regierung starrt auf eine Shutdown-Frist, ein Drama, das die Amerikaner seit fast einem halben Jahrhundert immer wieder erleben.

Seit den 1980er Jahren hat der Kongress 14 große Shutdowns ausgelöst, fast immer, weil tiefe Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Steuergelder ausgegeben werden sollen, in eine Pattsituation in letzter Minute überschwappen.

Das ist kein Neuland; Von den Kämpfen um das Gesundheits- und Sozialwesen in den Carter-Jahren bis hin zur rekordverdächtigen Sackgasse bei der Grenzfinanzierung in den Jahren 2018 und 2019 sind diese Shutdowns zu einem wiederkehrenden Ritual in Washingtons unerbittlichem parteipolitischem Tauziehen geworden.

Warum kommt es in den Vereinigten Staaten immer wieder zu Schließungen?

Die Tradition des Shutdowns der US-Regierung hängt von einem kritischen Datum ab: dem 1. Oktober, dem Beginn des Haushaltsjahres der Bundesregierung.

Der Kongress muss vor diesem Datum eine Reihe von 12 jährlichen Ausgabengesetzen verabschieden, um die Regierungstätigkeit zu genehmigen.

Tun sie dies nicht, verliert die Regierung ihre rechtliche Befugnis, Geld auszugeben, und erzwingt einen teilweisen Shutdown.

Diese Frist ist zum Brennpunkt wiederkehrender politischer Pattsituationen geworden, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen, als es zu den ersten Shutdowns unter diesem System kam.

Shutdowns passieren, weil Haushaltsverhandlungen oft in Parteikämpfe verwickelt sind.

Republikaner und Demokraten streiten sich über Finanzierungsprioritäten, von Sozialprogrammen und Gesundheitsversorgung bis hin zu Grenzsicherheit und Verteidigung. Keine der beiden Seiten will voreilig nachgeben und die Frist am 1. Oktober in einen Showdown mit hohem Einsatz verwandeln.

Wenn der Kongress bis zu diesem Datum nicht in der Lage ist, die vollen Mittel oder auch nur vorübergehende Resolutionen zu verabschieden, schließen Regierungsbehörden, die nicht unbedingt notwendig sind, ihre Türen, und Bundesbedienstete werden beurlaubt.

Dieser Zyklus wiederholt sich, weil die Struktur der Haushaltsaufstellung einen Konsens in vielen umstrittenen Fragen erfordert, die zunehmende politische Polarisierung jedoch Kompromisse erschwert.

Der Shutdown von 2018 bis 2019, der längste in der Geschichte, zeigte, wie tief diese Spaltungen gehen, da Präsident Trump und der Kongress bei der Finanzierung der Grenzmauer festgefahren sind.

Und jetzt, trotz Warnungen und des Schadens, der durch frühere Shutdowns verursacht wurde, stehen die USA vor einer weiteren Frist am 1. Oktober, die mit ähnlichen parteipolitischen Meinungsverschiedenheiten behaftet ist, was zeigt, wie tief dieses Shutdown-Muster in der amerikanischen Politik verwurzelt ist.

Regierungsstillstand wirft ein Schlaglicht auf "politische Dysfunktion"

Wenn die Regierung schließt, ist das mehr als nur eine Schlagzeile; Es trifft die Menschen dort, wo es weh tut.

Tausende von Bundesbediensteten stehen plötzlich ohne Gehaltsscheck da und machen sich Sorgen um Rechnungen und Lebensmittel.

Sicher, viele bekommen es später zurück, aber diese Lücke kann das Leben der Familien auf den Kopf stellen.

Und dann gibt es noch die alltäglichen Folgen: Nationalparks schließen, Touristen verstreut; die Passämter werden wieder aufgenommen; Und die wichtigen Wirtschaftsberichte, auf die sich Unternehmen und Investoren verlassen, pausieren.

Der Shutdown der Regierung wirkt sich auf die Märkte weltweit aus, und laut Nigel Green, CEO der deVere Group, sind bereits Risse sichtbar: