SoftBank und Microsoft sind Berichten zufolge in Gesprächen, um 2 Milliarden US-Dollar in dieses britische KI-Startup zu pumpen

SoftBank und Microsoft sind Berichten zufolge in Gesprächen, um 2 Milliarden US-Dollar in dieses britische KI-Startup zu pumpen
Diya Poddar
13. Okt. 2025, 13:38 PM
  • Das Unternehmen ist auf den Bau von Technologien für selbstfahrende Autos spezialisiert.
  • Nvidia kündigte letzten Monat eine Investition von 500 Millionen US-Dollar in Wayve an.
  • Wayve unterzeichnete einen Bereitstellungsvertrag mit Nissan für die Integration bis 2027.

Das in London ansässige Unternehmen für künstliche Intelligenz Wayve befindet sich in Gesprächen, um bis zu 2 Milliarden US-Dollar von Microsoft und SoftBank aufzubringen, wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht.

Die Gespräche könnten dazu führen, dass die Bewertung des Unternehmens auf etwa 8 Milliarden US-Dollar steigt, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Quellen, obwohl eine endgültige Zahl noch nicht festgelegt wurde.

Wayve wurde 2017 gegründet und hat sich zu einem der meistgesehenen KI-Start-ups Großbritanniens entwickelt, das sich auf die Entwicklung von Basismodellen für selbstfahrende Autos spezialisiert hat.

Die neuen Fundraising-Gespräche finden inmitten eines internationalen Ansturms auf Investitionen in schnell wachsende KI-Entwickler statt, die die Automatisierung in den Bereichen Transport, Fertigung und Robotik gestalten.

Globale Investoren wetteifern um neue KI-Systeme

Die Gespräche zwischen Wayve, SoftBank und Microsoft folgen auf eine Welle globaler Geschäftsabschlüsse im KI-Sektor in diesem Jahr, bei denen Investoren Milliarden in Modellhersteller und Robotikunternehmen stecken.

Ähnliche groß angelegte Finanzierungsrunden wurden kürzlich von OpenAI und Anthropic angekündigt, was den wachsenden Wettbewerb unter Investoren um frühe Beteiligungen an den vielversprechendsten KI-Entwicklern unterstreicht.

Die Gespräche mit Wayve sind eine der größten potenziellen Kapitalbeschaffungen in Großbritannien im Bereich des autonomen Fahrens und spiegeln wider, dass das KI-Ökosystem des Landes zunehmend die Aufmerksamkeit großer US-amerikanischer und asiatischer Investoren auf sich zieht.

SoftBank, das die vorherige 1-Milliarde-Dollar-Runde von Wayve im Jahr 2023 angeführt hat, wird voraussichtlich wieder teilnehmen, während Microsoft – bereits ein Unterstützer des Unternehmens – in aktiven Gesprächen über weitere Investitionen ist.

Nvidia schließt sich der KI-Mobilitätswelle an

Der Aufstieg von Wayve hat auch die Aufmerksamkeit von Nvidia auf sich gezogen, das letzten Monat eine Investition von 500 Millionen US-Dollar in das Unternehmen ankündigte.

Die spezialisierten Robotiksysteme von Nvidia treiben die Navigationstechnologie von Wayve an, seit das Start-up 2018 sein erstes Auto gebaut hat.

Die KI-gesteuerte Software des Unternehmens ist so konzipiert, dass sie auf Standard-Automobilhardware läuft und sich auf kostengünstigere Sensoren und Computerkomponenten stützt, anstatt auf hochspezialisierte Systeme, die von Konkurrenten wie Alphabets Waymo oder Amazons Zoox benötigt werden.

Dieser Ansatz könnte den Masseneinsatz autonomer Fahrtechnologie kommerziell rentabler machen.

Während Konkurrenten wie Waymo und Zoox jede Stadt vorab kartieren müssen, bevor ihre Fahrzeuge sicher betrieben werden können, behauptet das System von Wayve, dass es "verallgemeinerbar" ist – in der Lage, aus Daten zu lernen und sich an neue Umgebungen anzupassen, die es noch nie zuvor gesehen hat.

Partnerschaften und Pläne für den Einsatz

Im April unterzeichnete Wayve seine erste Einsatzvereinbarung mit dem japanischen Unternehmen Nissan und markierte damit einen wichtigen Meilenstein für das in Großbritannien ansässige Start-up für autonomes Fahren.

Im Rahmen der Partnerschaft wird die selbstfahrende Software von Wayve ab 2027 in Nissan-Fahrzeuge integriert, wodurch der Autohersteller zu einem der ersten Anwender von KI-gesteuerten Mobilitätssystemen der nächsten Generation wird.

Es wird erwartet, dass das Unternehmen die Erlöse aus seiner nächsten Finanzierungsrunde für den Aufbau und das Training groß angelegter KI-Modelle vor der kommerziellen Einführung einsetzen wird – eine kapitalintensive Phase, die für die Weiterentwicklung der Technologie und die Gewährleistung der Skalierbarkeit entscheidend ist.