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Das neue Pilotprojekt von Visa ermöglicht es US-Unternehmen, ihre Mitarbeiter direkt in USDC zu bezahlen

Das neue Pilotprojekt von Visa ermöglicht es US-Unternehmen, ihre Mitarbeiter direkt in USDC zu bezahlen
Diya Poddar
12. Nov. 2025, 10:35 AM
  • Das Programm ermöglicht es Empfängern, Krypto-Zahlungen innerhalb von Minuten über Visa Direct zu erhalten.
  • Das Pilotprojekt steht derzeit ausgewählten Partnern offen, eine breitere Einführung wird bis 2026 erwartet.
  • Die Initiative baut auf den Blockchain-Integrationen von Visa im Jahr 2023 über Stellar und Avalanche auf.

Visa hat mit der Einführung eines neuen Pilotprojekts für Stablecoin-Auszahlungen in den Vereinigten Staaten einen wichtigen Schritt in Richtung krypto-integrierter Zahlungen gemacht.

Die Initiative, die am Mittwoch auf dem Web Summit in Lissabon angekündigt wurde, ermöglicht es US-amerikanischen Unternehmen, Stablecoin-Auszahlungen von Fiat-finanzierten Konten direkt an die Krypto Wallets der Empfänger zu senden.

Dieser Schritt positioniert USDC im Zentrum einer breiteren Bemühung, die traditionelle Finanzinfrastruktur mit Blockchain-Effizienz aufzuwerten.

Stablecoin-Auszahlungen für US-Unternehmen sind jetzt live

Das neue Pilotprojekt von Visa ermöglicht es den Nutzern des Visa Direct-Dienstes, USD Coin (USDC) direkt an Wallets von Empfängern zu senden, die sich für den Erhalt von Geldern in Stablecoins entscheiden.

Die Funktion verkürzt Zahlungsfristen von mehreren Tagen auf nur wenige Minuten.

Visa erklärte, dass der Anwendungsfall auf Business-to-Worker-Transaktionen abzielt, einschließlich Gehälter, Zahlungen für Freiberufler und Auszahlungen von Auftragnehmern.

Während sich das Pilotprojekt zunächst auf ausgewählte US-amerikanische Partner beschränkt, wird eine vollständige Einführung im Jahr 2026 erwartet. Es soll Unternehmen zugute kommen, die internationale Geschäfte verwalten oder Arbeitnehmer in die Gig Economy einbinden.

Diese Segmente sind im derzeitigen Modell des grenzüberschreitenden Bankwesens häufig mit Reibungsverlusten konfrontiert.

Interne Daten von Visa zeigen, dass 57 % der Gigworker digitale Zahlungen aufgrund ihrer Unmittelbarkeit bevorzugen.

Diese Initiative reagiert auf diesen Trend, indem sie Stablecoin-Überweisungen in den Workflow bestehender Finanzsysteme integriert und so Altlasten beseitigt.

Wachsende Dynamik in der Stablecoin-Infrastruktur

Dieses Pilotprojekt ist nicht der erste Vorstoß von Visa in den Bereich der Blockchain-gestützten Abwicklung. Im Juli erweiterte das Unternehmen seine Stablecoin-Funktionen, um Token wie Global Dollar (USDG), PayPal USD (PYUSD) und Euro Coin (EURC) auf den Stellar- und Avalanche-Blockchains zu unterstützen.

Diese Integrationen spiegeln die Absicht von Visa wider, die Verwendung von Stablecoins in herkömmlichen Zahlungskanälen zu normalisieren.

Im September begann Visa Direct mit der Pilotierung von Echtzeit-Treasury-Überweisungen mit USDC und EURC. Diese Tests adressierten die Nachfrage der Unternehmen nach schnellen Geschäftsabwicklungen, insbesondere für Treasury-Management-Anwendungen.

Der Zeitpunkt der Beschleunigung von Visa steht im Einklang mit der Klarheit der Rechtsvorschriften. Mit der kürzlichen Verabschiedung des GENIUS Act in den Vereinigten Staaten wurde ein bundesstaatlicher Rahmen für Stablecoins eingeführt.

Dieser regulatorische Meilenstein hat zu einer Welle des institutionellen Engagements mit digitalen Währungen geführt.

Der Wettbewerb nimmt bei der Innovation von Stablecoins für Unternehmen zu

Andere große Finanzakteure sind nicht weit dahinter. Die Citigroup entwickelt Stablecoin-basierte Systeme für interne und externe Abrechnungen. Western Union hat Pläne bekannt gegeben, einen Blockchain-basierten Mechanismus zur Übertragung von Vermögenswerten auf Solana einzuführen.

In der Zwischenzeit befinden sich JPMorgan und die Bank of America in der frühen Phase der Entwicklung ihrer eigenen Stablecoin-Initiativen.

Der unternehmerische Vorstoß hat sich auf den Risikokapitalsektor ausgeweitet. Anleger lenken zunehmend Kapital in Stablecoin-Infrastrukturunternehmen.

In den jüngsten Investitionsrunden wurden Telcoin, Hercle und Arx Research unterstützt, die sich jeweils auf die Integration von Stablecoins, Compliance-Tools oder die Erweiterung des Ökosystems konzentrierten.

Diese Welle von Aktivitäten deutet darauf hin, dass sich Stablecoins von spekulativen Vermögenswerten zu funktionalen Instrumenten für groß angelegte Finanzoperationen entwickeln.

Blick auf das Jahr 2026 und darüber hinaus

Die Roadmap von Visa deutet darauf hin, dass Stablecoin-basierte Auszahlungen kein einmaliges Experiment sind, sondern Teil einer strategischen Neuausrichtung. Ausgewählte Partner pilotieren das Programm derzeit, ein breiterer Zugang ist für 2026 geplant.

Dieser Zeitplan fällt mit den erwarteten Verbesserungen bei der Skalierbarkeit der Blockchain und der regulatorischen Harmonisierung zusammen.

Die Einbettung von Stablecoin-Wallet-Optionen in gängige Zahlungssysteme könnte die Nutzung digitaler Währungen für Gehaltsabrechnungen und operative Überweisungen normalisieren.

Visa gestaltet ein Umfeld, in dem digitale Geldbörsen neben traditionellen Bankkonten existieren, nicht als Ersatz, sondern als parallele Kanäle für Werte.

Angesichts der sich verfestigenden Infrastruktur und des Rückgangs regulatorischer Barrieren stellt das USDC-Pilotprojekt von Visa eine bemerkenswerte Konvergenz von Unternehmensfinanzierung und dezentralen Technologien dar.

Dies spiegelt einen sich beschleunigenden Wandel wider, bei dem Stablecoins zu brauchbaren Instrumenten für die reale wirtschaftliche Koordinierung werden.