Die Nachfrage nach KI löst Chipmangel aus und bedroht Telefone und Autos im Jahr 2025

Die Nachfrage nach KI löst Chipmangel aus und bedroht Telefone und Autos im Jahr 2025
Diya Poddar
17. Nov. 2025, 14:58 PM
  • SMIC sagt, dass Kunden Bestellungen aufgrund von Speicherunsicherheit verzögern.
  • KI-Server werden gegenüber Geräten, die Standardspeicher benötigen, bevorzugt.
  • Samsung hat die Preise für einige Speicherchips um bis zu 60 % erhöht.

In den globalen Lieferketten bahnt sich ein Engpass bei Speicherchips auf, da die steigende Nachfrage aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz die Produktion von wichtigen Verbraucher- und Automobilanwendungen weglenkt.

Da die Hersteller hochwertigen KI-Chips den Vorzug geben, wächst die Besorgnis über die reduzierte Verfügbarkeit von Standardspeicher, der in Massengeräten verwendet wird, einschließlich mobiler Geräte und eingebetteter Systeme.

Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC), Chinas größter Auftragschiphersteller, berichtete, dass Kunden Bestellungen für andere Komponenten aufgrund der Unsicherheit über die zukünftige Speicherversorgung pausieren.

Unternehmen, die Mobiltelefone, Autos und elektronische Geräte herstellen, bereiten sich auf mögliche Engpässe Anfang 2025 vor, wobei Strategien zur Bevorratung vorsichtig in Betracht gezogen werden.

KI übernimmt Versorgungspriorität

Die derzeitige Verschiebung in der Chipproduktion konzentriert sich auf High-Bandwidth Memory (HBM), ein Format, das von KI-Servern benötigt wird, die auf Prozessoren von Firmen wie Nvidia basieren.

Speicherhersteller, darunter SK Hynix und Micron, haben ihren Betrieb angepasst, um die margenstarke Nachfrage von KI-Infrastrukturherstellern im Rechenzentrums- und Cloud-Sektor zu befriedigen.

Diese Umverteilung belastet nun den breiteren Chipmarkt. Unterhaltungselektronik, Laptops und Fahrzeuge sind in der Regel auf kostengünstige Speicherkomponenten angewiesen, um die Preise stabil zu halten.

Da sich die Zulieferer auf hochwertige KI-bezogene Chips konzentrieren, sinkt die Verfügbarkeit für grundlegende Speichertypen in mehreren Produktionslinien.

Prognosen zeigen, dass der Einsatz von KI-Servern im Jahr 2026 das derzeitige Niveau übertreffen könnte, was bei zunehmender Datennutzung zusätzlichen Druck auf die Speicherkapazität in der gesamten Branche ausüben könnte.

Produktion noch im Rückstand

Ein anhaltender Abschwung im Jahr 2023 und teilweise im Jahr 2024 veranlasste viele Chiphersteller, ihre Investitionen und ihre Produktion zurückzufahren. Obwohl neue Kapazitäten entwickelt werden, wird es einige Zeit dauern, bis sie einsatzbereit sind und den heutigen steigenden globalen Anforderungen gerecht werden.

Die Lücke zwischen KI-Nachfrage und Produktionsbereitschaft treibt die Preise bereits in die Höhe.

Samsung Electronics hat seit September die Preise für ausgewählte Speicherchips um bis zu 60% erhöht. Dies folgt einem breiteren Branchentrend von schrumpfendem Angebot und steigenden Kosten.

TrendForce, ein Marktforschungsunternehmen, stellte fest, dass die Speicherpreise in einen starken Aufwärtszyklus eingetreten sind. Das Ergebnis werden wahrscheinlich höhere Kosten für Smartphones, Laptops und andere Güter sein, die für eine effiziente Leistung auf Speicherkomponenten angewiesen sind.

Breitere Auswirkungen auf den Markt

Günstigere Geräte wie Einsteiger-Smartphones und Set-Top-Boxen spüren bereits die Auswirkungen von Lieferengpässen. Branchenanalysten haben angedeutet, dass sich die Lieferbeschränkungen über Low-End-Güter hinaus auszuweiten beginnen.

China, das stark auf erschwingliche Technologie angewiesen ist, steht unter wachsendem Druck durch schrumpfende Lagerbestände und steigende Importkosten.

Das Problem ist jedoch nicht auf eine Region beschränkt. Der globale Charakter der Chip-Lieferketten bedeutet, dass Preis- und Verfügbarkeitsrisiken die Märkte weltweit, einschließlich Europa und der USA, betreffen könnten.

Marken der Unterhaltungselektronik könnten gezwungen sein, die Einzelhandelspreise zu erhöhen, um die Komponentenkosten auszugleichen, was im Jahr 2025 neue Herausforderungen mit sich bringt.

Da das Wachstum der KI weiterhin die Prioritäten und Lieferstrategien für Halbleiter prägt, werden Sektoren, die auf erschwinglichen Speicher angewiesen sind, einem erhöhten Druck ausgesetzt sein, sich an die neue Nachfragelandschaft anzupassen und Kosten und Verfügbarkeit in Einklang zu bringen.