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Databricks sucht neue Finanzierung zu einer Bewertung von über 130 Milliarden US-Dollar: Bericht

  • Databricks prüft Finanzierungen über 130 Milliarden US-Dollar, obwohl die Warnungen vor einer KI-Blase zunehmen.
  • Investorenausstiege bei Nvidia weisen auf steigende Vorsicht hin, aber die Nachfrage nach KI-Start-ups bleibt stark.
  • Databricks erweitert seine Daten- und KI-Tools und vertieft damit den Wettbewerb mit Snowflake und Cloud-Giganten.

Databricks Inc. prüft eine neue Finanzierungsrunde, die das schnell wachsende Unternehmen für künstliche Intelligenz und Datensoftware laut einem Bericht von The Information auf mehr als 130 Milliarden US-Dollar einschätzen könnte.

Die Verhandlungen unterstreichen die anhaltende Investorenbereitschaft an KI-bezogenen Unternehmen, obwohl prominente Kritiker vor Überhitzung in Teilen des Sektors warnen.

Wenn abgeschlossen, würde die Kapitalbeschaffung einen Anstieg der Bewertung von Databricks um etwa 30 % gegenüber der Finanzierungsrunde im September darstellen, die von namhaften Silicon-Valley-Investoren wie Andreessen Horowitz und Insight Partners unterstützt wurde.

Das Unternehmen hat noch kein Term Sheet unterzeichnet, aber die zusätzlichen Mittel sollen Berichten zufolge für Einstellungen und Akquisitionen verwendet werden, fügte der Bericht hinzu.

Die KI-Bewertungen steigen trotz Bedenken vor der Blase

Die berichteten Gespräche entstehen zu einer Zeit, in der die KI-Märkte aus einigen Bereichen der Finanzwelt zunehmender Skepsis erfahren.

Investoren und Führungskräfte in der gesamten Branche haben potenziell Billionen von Dollar in Rechenzentren, Chipentwicklung und KI-Infrastruktur investiert, obwohl eine breit verbreitete Massenmarktanwendung und ein klarer Weg zu langfristiger Rentabilität noch nicht realisiert wurden.

In den letzten Wochen sind Anzeichen der Vorsicht aufgetreten.

Peter Thiels Hedgefonds, Thiel Macro LLC, gab bekannt, dass er im dritten Quartal seinen Anteil an Nvidia Corp. verkauft hat und sich damit einer Welle von Investoren anschloss, die Gewinne vom dominierenden KI-Chiphersteller sicherten.

Die SoftBank Group Corp., die ebenfalls Nvidia-Aktien erworben hatte, gab letzte Woche ihren vollständigen Ausstieg bekannt.

Hedgefondsmanager Michael Burry ist einer der lautstärksten Skeptiker der aktuellen KI-Rallye und hat bärische Positionen sowohl gegenüber Nvidia als auch dem Softwareunternehmen Palantir Technologies Inc. aufgedeckt.

Unterdessen haben eine Reihe großer, miteinander vernetzter Deals zwischen Chipherstellern, KI-Start-ups und Rechenzentrumsbetreibern Bedenken geweckt, dass Branchensegmente die Nachfrage künstlich stützen könnten.

Investoren verfolgen weiterhin strategische KI-Wetten

Trotz der Vorsichtssignale bleibt der Wettbewerb unter Investoren um Positionen in hochpotenzieller KI-Start-ups stark.

Von den USA bis Japan unterstützen Risikokapitalfirmen und Staatsfonds weiterhin Unternehmen, die darauf abzielen, die nächste Generation von KI-Infrastrukturführern zu werden.

Databricks sticht als einer der größten privaten Anbieter im Cloud- und Datensoftwaresegment hervor, einer Branche, in der etablierte Unternehmen wie Oracle Corp. und Snowflake Inc. schon lange Einfluss haben.

Das in San Francisco ansässige Start-up stellt Werkzeuge bereit, mit denen Kunden große Datenmengen analysieren und KI-Anwendungen über komplexe Datensätze aus verschiedenen Umgebungen hinweg entwickeln können.

Das Unternehmen expandiert zudem in transaktionale Datenbanktechnologie, Systeme, die laufende Geschäftsaktivitäten in Echtzeit erfassen und verarbeiten.

Dieser Schritt bringt Databricks direkter in den Wettbewerb mit Software- und Cloud-Anbietern, die den Markt seit Jahrzehnten dominieren.

Wachsender Wettbewerb in der Cloud- und Datenlandschaft

Die Plattform von Databricks läuft auf großen Cloud-Infrastrukturen, darunter Microsofts Azure und Amazon Web Services, was es dem Startup ermöglicht, Seite an Seite und zunehmend mit einigen der mächtigsten Unternehmen der Branche zu agieren.

Während das Unternehmen seine Angebote ausbaut, konkurriert es zunehmend mit Snowflake, einem langjährigen Konkurrenten, und berührt gleichzeitig Cloud-Anbieter wie Microsoft.

Da die Investorenaufmerksamkeit weiterhin auf Unternehmen gerichtet ist, die die nächste Phase der KI-Entwicklung ermöglichen, unterstreichen die Fundraising-Gespräche von Databricks sowohl die Begeisterung als auch die Unsicherheit rund um den Sektor.

Ob das Unternehmen letztlich eine Bewertung von über 130 Milliarden Dollar erreicht, könnte als neuer Indikator dafür dienen, wie viel Vertrauen in die KI-Wachstumserzählung besteht, da die Skepsis gegenüber der langfristigen Wirtschaftslage der Branche wächst.