US-Aktien fallen bei Eröffnung: Dow stürzt um 400 Punkte ab, SandP fällt um 1 %

US-Aktien fallen bei Eröffnung: Dow stürzt um 400 Punkte ab, SandP fällt um 1 %
Utkarsh Roshan
18. Nov. 2025, 16:07 PM
  • Technologie-Aktien fallen erneut, da sich die Bedenken hinsichtlich der KI-Bewertung verschärfen.
  • Bitcoin fällt unter 90.000 US-Dollar und erhöht damit die breitere Risikostimmung.
  • Zweifel an der Zinssenkung der Fed führen zum Verkauf an den wichtigsten Indizes bei.

Die US-Aktien fielen am Dienstag stark, da sich Investoren von großen Technologieunternehmen zurückzogen, und die Stimmung bei den Risikovermögen verschlechterte sich weiter.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 466 Punkte bzw. 1 %, während der SandP 500 um 1 % verlor und damit auf einen vierten aufeinanderfolgenden Tag mit Verlusten zusteuerte – der längste Abschwung seit August.

Der Nasdaq Composite fiel um 1,5 %, was die Schwäche des Monats bei technologie- und künstlicher Intelligenz-bezogenen Aktien fortsetzte.

Der erneute Druck spiegelt die wachsende Besorgnis wider, dass die Bewertungen im gesamten Sektor nach einer einjährigen Rallye, die von Begeisterung für generative KI angetrieben wurde, belastet sind.

Die Risikostimmung verschlechterte sich weiter, als Bitcoin kurzzeitig unter 90.000 US-Dollar fiel und damit seinen Rückgang vom Anfang Oktober erreichten Rekord von 126.000 US-Dollar fortsetzte. Der Token wurde zuletzt knapp über 91.000 US-Dollar gehandelt.

Da viele Technologieinvestoren erhebliche Krypto-Exponierungen besitzen, weckte dieser Schritt Bedenken, dass weitere Rückgänge auf Aktien übergreifen könnten.

Nvidia, Amazon und Microsoft stehen unter Druck

Nvidia fiel um 2 %, was seinen jüngsten Rückgang verstärkte. Der Chiphersteller liegt in diesem Monat um 10 % im Rückgang vor seinem Ergebnisbericht für das dritte Quartal, der nach dem Börsenschluss am Mittwoch erscheint.

Nvidias Leistung ist zu einem Schwerpunkt des Marktes geworden, wobei Investoren versuchen herauszufinden, ob der KI-Hardwareboom die rasche Wertsteigerung des Sektors rechtfertigen kann.

Auch andere Mitglieder der sogenannten "Magnificent Seven", darunter Amazon und Microsoft, gerieten unter Druck.

Bedenken, ob starke durch Schulden finanzierte Investitionen in KI-Infrastruktur nachhaltige Renditen liefern können, haben zum Ausverkauf beigetragen.

Auch private Kreditnamen, die mit der KI-Expansion verknüpft sind, stehen unter Beobachtung. Blue Owl, ein bedeutender Kreditgeber für Rechenzentrumsprojekte, setzte seinen Rückgang nach einem Rückgang von 6 % in der vorherigen Sitzung fort.

Anfang dieses Monats kündigte das Unternehmen an, zwei private Kreditfonds zusammenzulegen, wobei die Investoren im privaten Fahrzeug bis zum nächsten Jahr mit Verlusten und Rückzahlungsbeschränkungen rechnen müssen.

Zur Warnung sagte Alphabet-CEO Sundar Pichai gegenüber der BBC, dass Teile des aktuellen KI-Booms "Irrationalität" aufweisen und warnte, dass kein Unternehmen "immun sein wird", falls die Blase platzt.

Schwäche breitet sich über die Technik hinaus aus

Der Abschwung ging über die Technologie hinaus. Die Aktien von Home Depot fielen, nachdem der Einzelhändler die Gewinnerwartungen verfehlte und den Jahresausblick senkte, was einen weiteren Grund zur Sorge für die ohnehin angespannten Märkte darstellte.

Die Verluste am Dienstag folgten auf eine negative Sitzung am Montag, als alle drei wichtigen Indizes im roten Minus endeten. Der Dow fiel um mehr als 550 Punkte, während der SandP 500 und der Nasdaq jeweils um fast 0,9 % sanken.

Der Nasdaq ist nun auf dem besten Weg, seine siebenmonatige Siegesserie zu beenden, während der SandP 500 im November nach sechs aufeinanderfolgenden Monaten Gewinnen um 2,5 % gefallen ist.

Die Anlegersorge wurde zudem durch sinkende Erwartungen an eine Zinssenkung der Federal Reserve im Dezember verstärkt.

Fed-Fonds-Futures deuten nun auf eine etwa 50%ige Chance auf einen Schnitt hin, deutlich gefallen von mehr als 90% vor einem Monat.

Mit gestiegenen Aktienbewertungen verlassen sich Investoren zunehmend auf die Unterstützung der Zentralbank, um den Markt zu stützen.

Die kommenden Daten der Woche – einschließlich des Protokolls der Fed-Sitzung im Oktober und des verzögerten September-Berichts zu nichtlandwirtschaftlichen Lohnabrechnungen – sollen die Erwartungen an die Geldpolitik vor Jahresende prägen.