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Japan stellt ein Konjunkturpaket in Höhe von 21,3 Milliarden Yen zur Unterstützung von Wirtschaft, Haushalten und Verteidigungsfähigkeiten vor.

Japan stellt ein Konjunkturpaket in Höhe von 21,3 Milliarden Yen zur Unterstützung von Wirtschaft, Haushalten und Verteidigungsfähigkeiten vor.
Ananthu C U
21. Nov. 2025, 06:37 AM
  • Japan genehmigt einen Konjunkturimpuls von 21,3 Billionen Yen, um steigende Kosten einzudämmen, das Wachstum zu unterstützen und die Verteidigung zu stärken.
  • Das Paket umfasst Energiesubventionen, Steuersenkungen und bedeutende Mittel für den Schiffbau- und KI-Sektor.
  • Die Märkte reagieren vorsichtig, da Yen-Unternehmen und Anleiherenditen aufgrund von Bedenken hinsichtlich fiskalischer Nachhaltigkeit schwanken.

Das japanische Kabinett hat am Freitag ein umfassendes Konjunkturpaket in Höhe von 21,3 Billionen yen (135,5 Milliarden US-Dollar) genehmigt, das darauf abzielt, das Wirtschaftswachstum zu stärken, die Belastung steigender Lebenshaltungskosten zu verringern und die Verteidigungs- und diplomatischen Fähigkeiten des Landes zu stärken.

Die Maßnahmen markieren die erste große politische Initiative unter Premierministerin Sanae Takaichi, die vor sieben Wochen sein Amt antrat.

Das Paket, das größte Japans seit der Covid-19-Pandemie ist, kommt vor dem Hintergrund von Marktvolatilität, Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Entwicklung der Regierung und wachsendem Druck auf Haushalte, die mit höheren Preisen zurechtkommen.

Umfassende Maßnahmen zielen auf Preise, Energiekosten und Steuererleichterungen ab

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk NHK berichtete, dass das Paket auf drei Säulen aufgebaut ist: die Bewältigung steigender Preise, die Stärkung der Wirtschaft sowie die Stärkung des japanischen Verteidigungs- und diplomatischen Rahmens.

Um die Verbraucher direkt zu unterstützen, wird die Regierung die lokalen Zuschüsse ausweiten und neue Subventionen für Strom- und Gasrechnungen einführen.

Die Energiesubventionen, die im Januar beginnen, sollen einem Standardhaushalt über einen Zeitraum von drei Monaten etwa 7.000 ¥ bereitstellen.

Das Kabinett kündigte außerdem die Abschaffung der Benzinsteuern an, um die Haushalte vor der Inflation abzufedern, die im vergangenen Jahr weitgehend über dem Ziel der Bank of Japan lag.

Zusätzlich zur Konsumunterstützung sieht das Paket Steuersenkungen von 2,7 Billionen Yen vor, während ein erheblicher Teil der Ausgaben durch einen ergänzenden Haushalt gedeckt wird, der in den kommenden Wochen vorgelegt wird.

Dieser Zusatzhaushalt wird voraussichtlich um 27 % größer sein als der im Vorjahr unter Takaichis Vorgänger gesichertes Budget.

Die Finanzierung erfolgt außerdem aus einem Sonderkonto und der weiteren Ausgabe von Staatsanleihen.

Verteidigung, Schiffbau und KI werden zu Investitionsprioritäten

Ein zentraler Bestandteil des Konjunkturpakets konzentriert sich auf die Stärkung der nationalen sicherheitsbezogenen Industrien.

Japan plant, einen zehnjährigen Fonds einzurichten, um seine Schiffbaukapazitäten zu stärken – ein Gebiet von wachsender strategischer Bedeutung angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen in der Region.

Die Regierung bekräftigte zudem ihr Versprechen, die Verteidigungsausgaben bis zum Haushaltsjahr 2027 auf 2 % des BIP zu erhöhen und Japan näher an die NATO-Benchmarks anzupassen.

Es wird erwartet, dass Investitionen in neue Technologien, darunter künstliche Intelligenz, fließen werden, was Takaichis Bestreben widerspiegelt, die Sicherheits- und Industriebasis des Landes zu modernisieren.

Einige Maßnahmen im Paket sollen potenzielle wirtschaftliche Risiken durch die Zölle von US-Präsident Donald Trump mindern, die eine Bedrohung für Japans exportgetriebene Wirtschaft darstellen.

Marktreaktion und fiskalische Bedenken

Die Finanzmärkte reagierten vorsichtig auf die Ankündigung.

Der Yen festigte sich am frühen Nachmittag nach der Zustimmung des Kabinetts leicht auf etwa ¥157,13 pro US-Dollar.

Die Bewegung folgte auf eine turbulente Woche, in der der Yen auf ein 10-Monats-Tief fiel und die Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB) stark anstiegen.

Die Renditen von 30- und 40-jährigen JGBs erreichten am Donnerstag Rekordhochs, während die Leitzinsrendite der 10-jährigen Rendite ihr höchstes Niveau seit der globalen Finanzkrise 2008 Anfang der Woche erreichte.

Nachdem der Konjunkturplan bestätigt wurde, sank die 10-Jahres-Rendite um einen Basispunkt auf 1,795 %.

Globale Fondsmanager haben Bedenken geäußert, dass Takaichis aggressive fiskalische Expansion Japans ohnehin schon schwierige finanzielle Lage weiter belasten könnte.

Da voraussichtlich weitere Staatsanleihen das Paket finanzieren werden, bleiben Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit der japanischen öffentlichen Finanzen.

Dennoch argumentiert die Regierung, dass entschlossene Maßnahmen notwendig sind, um Haushalte zu unterstützen, das Wachstum zu erhalten und Japan auf ein unsichereres globales Wirtschafts- und Sicherheitsumfeld vorzubereiten.