JPMorgan weist auf das MSTR-Delisting-Risiko hin: Was es für Anleger bedeutet

JPMorgan weist auf das MSTR-Delisting-Risiko hin: Was es für Anleger bedeutet
Devesh Kumar
21. Nov. 2025, 14:35 PM
  • JPMorgan weist auf das Risiko des Ausschlusses von MSTR aus wichtigen Aktienindizes hin.
  • Die MSCI-Überprüfung könnte Milliarden an erzwungenen passiven Abflüssen auslösen.
  • Investoren blicken auf die Entscheidung von MSCI im Januar 2026 und eine mögliche ETF-Neuausrichtung.

Die Strategen von JPMorgan gaben diese Woche eine deutliche Warnung heraus: MicroStrategy läuft Gefahr, von großen Aktienindizes ausgeschlossen zu werden, was möglicherweise eine Kaskade von Zwangsverkäufen auslösen könnte, die fast 9 Milliarden Dollar an passiven Fondsbeständen entwerten könnte.

Der Übeltäter ist nicht die geschäftliche Schwäche; es sind die außergewöhnlichen Bitcoin-Bestände des Unternehmens, die nun die Bilanz dominieren und globale Indexanbieter dazu veranlasst haben, neu zu bewerten, ob es in den gängigen Aktienbenchmarks dazugehört.

Was JPMorgan sagt und die unmittelbaren Marktfolgen

Die aktuelle Analyse der Investmentbank konzentriert sich auf eine bevorstehende Wende: MSCI, der weltweit einflussreichste Indexanbieter, prüft, ob Unternehmen ausgeschlossen werden sollen, deren digitale Vermögenswerte 50 % des Gesamtvermögens übersteigen.

MicroStrategy steht fest im Fadenkreuz, wobei Bitcoin etwa 99 % seines Unternehmenswerts ausmacht, nachdem das Unternehmen unter dem Gründer Michael Saylor vor fünf Jahren von Software auf Krypto-Treasury umgestellt wurde.

JPMorgan schätzt, dass allein die Entfernung von MSCI 2,8 Milliarden Dollar an erzwungenen Abflüssen aus passiven Mitteln auslösen könnte.

Wenn andere Indexfamilien folgen, könnte das Gesamtwachstum in einem realistischen Szenario 8,8 Milliarden Dollar erreichen.

Das sind fast 15 % der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens, die als mechanischer Ausverkauf ohne Verhandlungsspielraum erzielt wird.

Der Stock selbst steht bereits unter Beschuss. MicroStrategy ist seit seinem Höchststand im Juli um 60 % eingebrochen und handelt nun um etwa 177 US-Dollar, nachdem es schneller gefallen ist als Bitcoin selbst, ein Signal, dass Angst vor Indexausschluss und nicht vor Krypto-Schwäche den Ausverkaufsrückgang verantwortlich ist.

JPMorgans Stratege Nikolaos Panigirtzoglou stellte fest, dass etwa 9 Milliarden US-Dollar der Marktkapitalisierung von Strategy in passiven Indexfonds liegen, die den Nasdaq 100, MSCI USA und MSCI World verfolgen. Das ist der trockene Zunder, der auf einen Funken wartet.

Investorenimplikationen und was man als Nächstes beobachten sollte

Indexausschluss ist wichtig, weil er mechanischen Verkauf auslöst, nicht den diskretionären Handel.

Wenn eine Aktie aus einem Index gestrichen wird, sind passive Fonds, die diesen Benchmark verfolgen, gezwungen, Aktien zu verkaufen, um ihre aktualisierten Gewichtungen anzupassen.

Auf einen besseren Preis kann man nicht warten; Es ist algorithmisch, unerbittlich und kann die Bewertungen drastisch senken.

Für MicroStrategy-Aktionäre gehen die Einsätze über einen eintägigen Dump hinaus.

Der Verlust des Indexstatus würde den Ruf und das Kreditprofil des Unternehmens schädigen, die Kreditkosten erhöhen und zukünftige Kapitalerhöhungen erschweren.

Niedrigere Handelsvolumina würden die Liquidität verringern und die Aktie für Institutionen weniger attraktiv machen.

Am wichtigsten ist, dass sich MicroStrategys Bewertungsverhältnis zu seinen Bitcoin-Beständen auf ein Niveau konzentrieren würde, was bedeutet, dass Wall Street es zunehmend als Kryptowährungsverwahrerfonds und nicht als operatives Unternehmen mit strategischem Wert behandeln würde.

Investoren, die diese Situation beobachten, sollten drei Dinge beobachten: das Entscheidungsdatum von MSCI am 15. Januar 2026 (von Analysten als "entscheidend" dargestellt); Passive Fonds-Rebalancing-Hinweise, die auf erzwungenen Verkauf hindeuten.

Schließlich beginnt die Preiskorrelation von Bitcoin mit MicroStrategy bereits stark zu divergern, da das Ausschlussrisiko die Stimmung dominiert.

Fazit: Die Indexentfernung wäre ein struktureller Neustart, kein zyklisches Stolpern. Wägen Sie dieses Index-Flow-Risiko sorgfältig zusammen mit Ihrer Bitcoin-Expositionsthese und Ihrer Überzeugung von Saylors langfristiger Strategie ab.