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Palantir-Aktie fällt, da Rallye bei KI‑Chips starke Q2-Ergebnisse überschattet

Palantir-Aktie fällt, da Rallye bei KI‑Chips starke Q2-Ergebnisse überschattet
Ananthu C U
12. Aug. 2026, 17:29 PM

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PLTR — Kaufen wegen Rerating bei KI‑Software

Kaufen Sie Palantir (PLTR). Die Nachrichten zeigen eine Rotation aus Software, doch die Fundamentaldaten sprechen dagegen: Umsatz +93 % im Jahresvergleich, Rekord 220 $1M+ Deals, bereinigter FCF $1.22B (+63 % Marge), Net Dollar Retention 157 % und Anhebung der Jahresprognose auf ~$8.154B (+~82 %). Der Ausverkauf wirkt wie Positionsanpassung, nicht wie eine fundamentale Verschlechterung. Erwarten Sie, dass das nächste Ergebnis‑/Prognose‑Update PLTR wieder näher an seine Fundamentaldaten bringt, da die Nachfrage nach KI‑Infrastruktur das adressierbare Marktvolumen für Palantirs bereitstellungsintensive Plattformen weiter ausweitet.

Kernrisiko: Die Bewertung zieht sich schneller zusammen, als das Wachstum wieder anziehen kann (Ausführung schwächelt oder die Prognose wird gekappt), wodurch die Aktie fallen könnte, selbst wenn die Ergebnisse „gut“ bleiben.

Halbleiter/optische Netzwerke — Kaufen wegen Momentum der KI‑Infrastruktur

Kaufen Sie Nvidia (NVDA) und einen führenden Anbieter optischer Netzwerke wie Cisco (CSCO) oder Lumentum (LITE). Der Artikel betont die durch Quartalszahlen gestärkte Zuversicht in die Ausgaben für KI‑Infrastruktur und die Nachfrage nach optischer Netzwerktechnik durch die Expansion von Rechenzentren. Das ist derselbe Rotations‑Tailwind, der Chips nach oben trieb, während Software zurückblieb — nutzen Sie also das Infrastruktursegment, solange es in Mode ist.

Kernrisiko: Die Nachfrage nach KI‑Capex kühlt ab (Hyperscaler drosseln Ausgaben oder das Angebot/Nachfrage‑Verhältnis für Netzwerkoptik schwächt sich), was zu einer scharfen Gewinnkorrektur bei Halbleitern/Netzwerkherstellern führen würde.

  • Palantir fällt, da Anleger von Software- in KI‑Chip‑Aktien umschichten.
  • Starke Q2‑Ergebnisse stehen im Kontrast zu Analystenbedenken wegen hoher Bewertung.
  • Rekordwachstum beim Umsatz hebt die Prognose an, doch die Bewertungsdebatte bleibt.

Die Aktien von Palantir Technologies PLTR fielen am Mittwoch um 3 %, als Anleger aus Softwarewerten ausstiegen und wieder in Halbleiter- und Netzwerkkonzerne umschichteten, nachdem eine weitere Runde starker Quartalszahlen das Vertrauen in die Ausgaben für KI‑Infrastruktur gestärkt hatte.

Der Rückgang erfolgte, da Softwareaktien insgesamt unterdurchschnittlich abschnitten.

Microsoft, Salesforce, ServiceNow und Workday notierten ebenfalls tiefer, während Chiphersteller und Anbieter optischer Netzwerklösungen auf Zeichen einer nach wie vor robusten Nachfrage nach KI‑Infrastruktur zulegten.

Die Entwicklung spiegelt ein vertrautes Muster der letzten Monate wider, bei dem Anleger je nach den attraktivsten Chancen zwischen KI‑Hardwareunternehmen und Softwaretiteln wechseln.

Softwareaktien bleiben zurück, da Anleger zur KI‑Infrastruktur zurückkehren

Die jüngste Rotation folgt auf Gewinnmeldungen von Chip‑ und Netzwerkanbietern, die auf eine anhaltende Stärke der KI‑bezogenen Nachfrage hinwiesen.

Chips bleiben zentral für den Betrieb großer Sprachmodelle, während die rasche Expansion von Rechenzentren die Nachfrage nach optischer Netzwerkausstattung angeheizt hat.

Gleichzeitig bleiben Anleger gegenüber Softwareunternehmen vorsichtig, da Fortschritte bei KI‑Codierungswerkzeugen bestehende Softwareprodukte stören könnten.

Trotz des Rückgangs am Mittwoch haben Palantir und Microsoft in den vergangenen Monaten deutlich besser abgeschnitten.

Die Palantir‑Aktie hat in den letzten drei Monaten rund 35 % zugelegt.

Analysten bleiben trotz Rekordquartal gespalten

Palantir berichtete kürzlich eines der stärksten Quartale seiner Geschichte, mit einem Umsatzanstieg von 93 % im Jahresvergleich, dem schnellsten Tempo, das das Unternehmen je verzeichnet hat.

Die Ergebnisse trieben die Aktie nach Vorlage der Zahlen um mehr als 20 % nach oben.

Jefferies behielt jedoch seine Einstufung „Underperform“ bei und hob gleichzeitig das Kursziel von $70 auf $80 an.

„Wir sind grundsätzlich Befürworter von PLTR, aber die Bewertung lässt wenig Spielraum für eine Normalisierung des Wachstums oder für Ausrutscher in der Umsetzung“, schrieb Analyst Brent Thill.

RBC Capital Markets beließ ebenfalls die Einschätzung „Underperform“ mit einem Kursziel von $90 und verwies auf ein verlangsamtes internationales Umsatzwachstum trotz stärker als erwarteter kommerzieller und staatlicher Ergebnisse.

Sanjit Singh von Morgan Stanley hob Palantirs anhaltende Umsetzung hervor und stellte fest, dass das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren das Umsatzwachstum in jedem Quartal beschleunigt und die operative Marge von 25 % auf 60 % ausgeweitet hat.

Matt Britzman von Hargreaves Lansdown bezeichnete das jüngste Quartal als Beleg dafür, dass sich das Unternehmen in einer echten Expansionsphase befindet, räumte jedoch ein, dass die Bewertung weiterhin hoch sei.

Starke operative Kennzahlen stützen höhere Prognose

Das US‑Geschäft von Palantir machte im Quartal mehr als 81 % des Gesamtumsatzes aus und wuchs um 115 % im Jahresvergleich.

Der US‑kommerzielle Umsatz wuchs um 149 %, während der US‑Regierungsumsatz um 90 % zunahm.

Das Unternehmen schloss einen Rekord von 220 Abschlüssen im Wert von mindestens $1 million und generierte $1.22 billion an bereinigtem Free Cashflow, was einer Marge von 63 % entspricht.

Die Net Dollar Retention erreichte 157 %, was darauf hindeutet, dass bestehende Kunden ihre Ausgaben im vergangenen Jahr um 57 % erhöhten.

Nach den starken Ergebnissen hob Palantir seine Jahresumsatzprognose auf einen Mittelwert von $8.154 billion an, was einem jährlichen Wachstum von rund 82 % entspricht und die bisher größte Erhöhung der Jahresprognose des Unternehmens darstellt.

Trotz der starken operativen Leistung bleibt die Bewertung die zentrale Debatte rund um die Aktie.

Laut Barchart‑Daten bewerten 21 der 29 Analysten, die Palantir abdecken, die Aktie als Strong Buy, während sechs Hold, einer Moderate Sell und einer Strong Sell empfehlen.