Ray Dalio sagt, wir befinden uns 'definitiv' in einer Blase – aber das rechtfertigt 'nicht', Aktien zu verkaufen

Ray Dalio sagt, wir befinden uns 'definitiv' in einer Blase – aber das rechtfertigt 'nicht', Aktien zu verkaufen
Wajeeh Khan
21. Nov. 2025, 13:06 PM
  • Bridgewater-Gründer Ray Dalio stimmt zu, dass sich die Märkte derzeit in einer Blase befinden.
  • Der Milliardär empfiehlt allerdings nicht, Aktien direkt zu verkaufen.
  • So empfiehlt er Investoren, die aktuelle Blase zu meistern.

Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, ist der Ansicht, dass Ausgaben für künstliche Intelligenz blasenähnliche Bedingungen an den Finanzmärkten geschaffen haben.

Trotz des Schaums warnt er die Anleger jedoch davor, ihre Bestände vorschnell zu liquidieren.

Im Gespräch mit CNBC argumentierte Dalio diese Woche, dass Blasen nicht automatisch zu sofortigen Verlusten führen und dass Investoren diszipliniert bleiben sollten, anstatt in Panik zu geraten.

Seine Kommentare kommen, während die Nvidia-Aktien trotz starker Gewinne und optimistischer Prognosen an Schwung verlieren, da die KI-Blase und die Sorgen um längere Zinsen weiterhin auf den Tech-Aktien lasten.

Warum Dalio dagegen ist, Aktien komplett zu verkaufen

Dalios zentrale Botschaft ist, dass Blasen kein Signal sind, Positionen komplett aufzugeben.

"Verkaufen Sie nicht, nur weil es eine Blase gibt", sagte er und wies darauf hin, dass die Bewertungen zwar gestreckt wirken mögen, die Geschichte jedoch zeigt, dass die Märkte über längere Zeit hoch bleiben können.

Seiner Aussage nach fehlt den Märkten derzeit der Katalysator, der die Blase durchbrechen könnte, was darauf hindeutet, dass ohne klaren Auslöser erhöhte Bedingungen länger andauern könnten, als Skeptiker erwarten.

Auf Squawk Box verwies Dalio auf langfristige Renditekorrelationen und erklärte, dass die Renditen meist abgeschwächt sind, wenn Vermögenswerte Blasengebiet erreichen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleger mit einem sofortigen Zusammenbruch rechnen sollten.

Stattdessen sagte er, sei es der klügsamere Ansatz, die Exposition aufrechtzuerhalten und dabei Risiken zu berücksichtigen.

Seine Haltung steht im Gegensatz zu alarmistischen Forderungen, den Markt zu verlassen, wobei er Geduld und Portfoliobalance statt reaktionärem Verkauf betont.

Was könnte die sogenannte KI-Blase zum Platzen bringen

Während er anerkannte, dass die Begeisterung für KI die Bewertungen in die Höhe getrieben hat, betonte Ray Dalio, dass Blasen einen Katalysator brauchen, um zu entlüften.

Er wies die Vorstellung zurück, dass diesmal eine strengere Geldpolitik der Auslöser sein könnte, und argumentierte, dass die Zentralbanken wahrscheinlich keinen Schock liefern werden, der den aktuellen Optimismus durchbrechen würde.

Stattdessen hob er potenzielle strukturelle Risiken hervor, wie höhere Vermögenssteuern, die das Vertrauen der Anleger untergraben könnten.

Eine Vermögenssteuer könnte die Blase durchbrechen, indem sie das verfügbare Kapital bei vermögenden Investoren direkt reduziert und ihre Fähigkeit einschränkt, Mittel in Aktien und spekulative Vermögenswerte zu investieren.

Ein solcher Politikwechsel würde die Nachfrage dämpfen, das Vertrauen untergraben und potenziell eine Portfolio-Neuausrichtung von riskanteren Positionen auslösen, was den Katalysator schaffen würde, der nötig ist, um die überhöhten Bewertungen zu senken.

Dalio erklärt, wie man Blasen navigiert

Dalios Perspektive unterstreicht die Bedeutung der Diversifizierung in unsicheren Zeiten.

Er empfahl Anlegern, über Aktien hinauszublicken und hob Gold als verlässliche Absicherung hervor.

Das Edelmetall hat in diesem Jahr Rekordhochs erreicht und seine Rolle als sicherer Hafen in Zeiten von Marktstress gestärkt.

Für Investoren, die sich im KI-Boom orientieren, ist Dalios Rat klar: Erkenne die Blase an, aber gehe nicht davon aus, dass sie morgen platzen wird.

Stattdessen sollten Sie die Exponierung mit defensiven Mitteln ausbalancieren und sich auf eine breite Palette von Ergebnissen vorbereiten.

Seine Kommentare erinnern daran, dass Blasen genauso sehr psychologisch wie fundamentalistisch sind – und dass disziplinierte Strategie, nicht Angst, Investitionsentscheidungen leiten sollte.