Airbus-Fahrzeuge fallen ab, da Probleme mit dem Rumpfpanel und ein Softwarerückruf Bedenken bei der Lieferung aufkommen lassen

Airbus-Fahrzeuge fallen ab, da Probleme mit dem Rumpfpanel und ein Softwarerückruf Bedenken bei der Lieferung aufkommen lassen
Ananthu C U
01. Dez. 2025, 13:09 PM
  • Airbus-Aktien sinken, nachdem Defekte an der Rumpfplatte die Auslieferung des A320 verzögern.
  • Der kürzliche Software-Rückruf und der strahlungsgebundene Fehler erhöhen den Druck auf die Ausgabe.
  • Airbus muss im Dezember 160+ Jets liefern, um die Ziele für 2025 zu erreichen.

Die Aktien von Airbus fielen am Montag stark, nachdem Berichte über ein neues industrielles Qualitätsproblem bei mehreren Dutzend Flugzeugen der A320-Familie aufgetaucht waren.

Die Entwicklung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für den größten Flugzeughersteller der Welt, der sich bemüht, die aggressiven Lieferziele zum Jahresende zu erreichen und gleichzeitig Störungen durch einen großen Softwarerückruf am Wochenende zu bewältigen.

Die in Paris notierten Aktien von Airbus fielen im frühen Handel um mehr als 9 % und brachten die Aktie am unteren Ende des Stoxx 600 Index.

Laut LSEG-Daten brachte der Rückgang das Unternehmen auf Kurs für den größten Tagesrückgang seit Juni letzten Jahres.

Neuer Defekt am Rumpfpanel verzögert die Auslieferungen

Die jüngste Sorge betrifft mutmaßliche Mängel in den Rumpfplatten von Dutzenden von A320-Familienjets.

Reuters berichtete unter Berufung auf namenlose Branchenquellen, dass der Defekt offenbar noch produzierte Flugzeuge betrifft und nicht die derzeit im Einsatz befindlichen Jets.

Die quellenbasierten Angaben deuten darauf hin, dass der Ursprung des Problems noch nicht identifiziert wurde und einige Lieferungen bereits betroffen sind.

Es wurde kein unmittelbarer Zeitplan bezüglich der Dauer oder des Ausmaßes der Auswirkungen genannt.

Das Problem entstand, als Airbus während der Hochsaison die Produktion beschleunigt, was neue Unsicherheit über die Fähigkeit schafft, die Volljahresziele zu erreichen.

Airbus lieferte im November 72 Jets, womit die Gesamtzahl der Lieferungen in diesem Jahr auf 657 steigt.

Um das erklärte Ziel von etwa 820 Auslieferungen für 2025 zu erreichen, müsste der Hersteller allein im Dezember mehr als 160 Flugzeuge abgeben – ein Niveau deutlich über dem aktuellen monatlichen Rekord von 138, der 2019 aufgestellt wurde.

Ein Software-Glitch erhöht den Druck während der Spitzenzeit

Das Produktionsproblem folgt kurz nach einem Softwarefehler am Wochenende, der die von Thales hergestellten Elevator Aileron Computers (ELAC) betraf, wodurch etwa 6.000 Flugzeuge der A320-Familie vorübergehend gegroundet wurden.

Der Fehler, der mit Sonnenstrahlung zusammenhängt, störte die Flüge während einer der geschäftigsten Reisezeiten des Jahres und beeinträchtigte insbesondere Asiens Kurzstreckennetze.

Citi-Analysten schätzen, dass Softwarerückführungen 2,5–7,5 Millionen Euro kosten könnten, während mögliche Hardware-Ersatzmaßnahmen je nach Anzahl der letztlich betroffenen Flugzeuge 50–100 Millionen Euro erhöhen könnten.

Morgan Stanley wies darauf hin, dass bis zu 900 ältere A320-Jets Bauteilwechsel benötigen könnten, falls das Problem sich ausweitet, wobei die Verantwortung für die Kosten zwischen Airbus und dem Lieferanten Thales weiterhin unklar bleibt.

Die Aktien von Thales fielen nach der Nachricht fast 3 %.

Trotz betrieblicher Rückschläge erwarten einige Analysten, dass der finanzielle Schlag relativ handhabbar bleibt.

RBC vermutete, dass der mittelfristige Ausblick und der Produktionsplan des Unternehmens zu diesem Zeitpunkt weitgehend intakt erscheinen.

Lieferziel in Reichweite, aber das Risiko steigt

Analysten sind sich weiterhin uneinig über Airbus' Fähigkeit, sein jährliches Flugzeuglieferziel zu erreichen – ein wichtiger Faktor für Umsatz und Cashflow.

Die Jefferies-Analystin Chloe Lemarie verzeichnete die Lieferungen im November leicht unter ihrer Prognose, sagte jedoch, das Volljahresziel sei noch erreichbar, da sich die Produktionstrends weiter verbessern.

Rob Morris, ein unabhängiger Luftfahrtanalyst, prognostizierte, dass Airbus in diesem Jahr noch rund 800 Lieferungen abschließen könnte, allerdings mit steigendem Risiko durch jüngste Störungen.

Je nach Auslegung der Leitsprache, stellte er fest, könne selbst eine etwas niedrigere Gesamtzahl als Teilerfolg gelten.

Da sich zwei operative Herausforderungen nun im letzten Monat des Jahres aufeinandertreffen, sieht sich Airbus einer verstärkten Beobachtung durch Investoren und Fluggesellschaften gegenüber.

Die kommenden Wochen werden darüber entscheiden, ob das Unternehmen den Schwung halten kann – oder ob technische Rückschläge seine Lieferambitionen außer Reichweite treiben werden.