Abendzusammenfassung: Netflix' mutiges WBD-Gebot, OpenAIs 'Code Red', Bitcoins Anstieg über 91.000 Dollar

Abendzusammenfassung: Netflix' mutiges WBD-Gebot, OpenAIs 'Code Red', Bitcoins Anstieg über 91.000 Dollar
Devesh Kumar
02. Dez. 2025, 19:45 PM
  • Netflix kehrt mit einem mutigen Geldgebot für Warner Bros. Discovery zurück.
  • OpenAI stoppt Nebenprojekte, um ein großes ChatGPT-Upgrade zu beschleunigen.
  • Bitcoin springt über 91.000 US-Dollar, da Händler auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember gesetzt haben.

Ein arbeitsreicher Tag in Technologie, Medien und Märkten: Netflix ist mit einem mutigen, größtenteils barbaren Angebot für Warner Bros. Discovery an den Bietertisch zurückgekehrt und entfacht damit einen der heftigsten Übernahmekämpfe Hollywoods.

OpenAI ist in den vollen "Code Red"-Modus übergegangen, während es versucht, Googles Gemini auszumanövrieren.

In Europa steigt die Inflation vor dem Dezemberaufruf der EZB leicht an. Und im Bereich Kryptowährung schießt Bitcoin über 91.000 US-Dollar in die Höhe, da Händler groß auf eine bevorstehende Zinssenkung der Fed setzen.

Netflix macht ein mutiges WBD-Angebot

Netflix ist wieder in den Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery eingesprungen, diesmal mit einem überwiegend Barangebot für die Studio- und Streaming-Geschäfte des Unternehmens, darunter HBO Max.

Das ist alles Teil einer hochriskanten zweiten Runde in einer Runde, die sich zu einer der intensivsten Auktionen Hollywoods seit Jahren entwickelt.

WBD hat Paramounts erstes Angebot bereits abgelehnt: 24 Dollar pro Aktie, wodurch das Unternehmen auf etwa 60 Milliarden Dollar bewertet wurde, und öffnete dann am Thanksgiving-Wochenende die Türen für andere Verehrer.

Jetzt drehen sich Netflix, Comcast und Paramount–Skydance alle um.

Netflix gab sogar sein früheres, aktienintensives Angebot zurück und kam mit Bargeld zurück, wobei er sich ganz auf die Unterhaltungsressourcen von WBD konzentrierte, während WBD selbst darauf vorbereitet, seine Kabelnetzwerke bis Mitte 2026 als "Discovery Global" auszugliedern.

Das Ganze könnte bald abgeschlossen sein, und falls doch, könnte das die Hollywood-Landschaft ernsthaft erschüttern.

OpenAI gibt 'Code Red' ein.

OpenAI-CEO Sam Altman hat offiziell den "Code Red"-Button gedrückt, im Grunde ein All-Hands-Notfall, um ChatGPTS Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Personalisierung so schnell wie möglich zu steigern.

Der Zeitpunkt überrascht nicht: Googles neuer Gemini 3 führt die Benchmarks an und zieht eine enorme Nutzerbindung an, und OpenAI will offensichtlich keinen Boden verlieren.

Dieses Upgrade verstärkt tatsächlich einen früheren "Code Orange" aus Oktober. Dieser hat Dinge wie Werbung, KI-Shopping-Tools, Gesundheitsagenten und den persönlichen Assistenten von Pulse pausiert.

Jetzt, mit "Code Red", ist fast alles auf Eis gelegt, damit das Team sich darauf konzentrieren kann, das Kern-ChatGPT-Erlebnis zu verbessern. Berichten zufolge erhalten die Führungskräfte tägliche Briefings, um den Druck aufrechtzuerhalten.

Die gute Nachricht: Ein neues Logikmodell, das angeblich besser abschneidet als Zwillinge, wird nächste Woche veröffentlicht.

Die Euro-Inflation steigt an.

Die Inflation in der Eurozone stieg im November leicht an und erreichte 2,2 % gegenüber 2,1 % im Oktober, nur etwas höher als die Ökonomen erwartet hatten. Laut der ersten Schätzung von Eurostat liegt sie immer noch knapp über dem 2%-Ziel der EZB.

Der Hauptschuldige? Die Dienstleistungsinflation stieg auf 3,5 %, ihr höchster Stand seit April.

Die Energiepreise fielen weiterhin, aber nicht mehr so stark wie zuvor, -0,5 % gegenüber -0,9 % im letzten Monat. Unterdessen blieb die Kerninflation bei 2,4 %, und die Lebensmittelpreise blieben bei 2,5 % unverändert.

All dies bestätigt im Grunde die Ansicht, dass die EZB die Zinsen bei ihrer Dezembersitzung wahrscheinlich auf Eis legen wird.

Dienstleistungen bleiben hartnäckig teuer, und diese Zähigkeit macht die Zentralbank vorsichtig bei der Lockerung, obwohl der Energiedruck weiterhin nachlässt.

Bitcoin überschreitet 91.000 Dollar

Bitcoin ist wieder in Bewegung – und zwar in großem Stil –. Der Preis ist über 91.000 US-Dollar geflogen und handelt nun bei etwa 91.089 US-Dollar nach einem Anstieg von 8 % in nur 24 Stunden.

Das Volumen erreichte 78 Milliarden US-Dollar, die stärkste Handelssitzung seit Wochen, da die Wall-Street-Schreibtische ihre Krypto-Käufe verstärkten.

Diese Rallye folgt, nachdem BTC stark von den Tiefs von 83.989 $ abprallte, seine Marktkapitalisierung auf 1,79 Billionen $ trieb und den wichtigen Widerstand bei 90.000 $ durchbrach.

Es liegt immer noch etwa 28 % unter dem Oktober-Höchststand von 126.000 US-Dollar, aber das Momentum verändert sich eindeutig.

Was die Risikostimmung verstärkt: Händler sehen nun 80%+ Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der Fed auf der Sitzung vom 9. bis 10. Dezember, was die Liquidität meist lockert und die Nachfrage nach Krypto erhöht.

Leerverkäufer spürten definitiv den Druck: Mehr als 300 Millionen Dollar an BTC-Shorts wurden ausgelöscht.

Die Bulls sehen nun die 93.000–94.000 Dollar Zone als nächstes Ziel an. Dennoch bleibt das Unterstützungsniveau von 84.000 $ entscheidend, insbesondere da ETF-Ströme und politische Entwicklungen zusätzliche Volatilität hinzufügen.