Nikkei 225 Index stabilisiert sich, während steigende japanische Anleiheriten die Gespräche über BoJ-Zinserhöhungen anheizen

Nikkei 225 Index stabilisiert sich, während steigende japanische Anleiheriten die Gespräche über BoJ-Zinserhöhungen anheizen
Crispus Nyaga
08. Dez. 2025, 06:20 AM
  • Der Nikkei 225 Index blieb am Montagmorgen weitgehend unverändert.
  • Japan veröffentlichte gemischte wirtschaftliche Zahlen, was die Wahrscheinlichkeit eines Konjunkturpakets erhöhte.
  • Das Hauptrisiko besteht darin, dass die Bank of Japan nächste Woche die Zinsen wahrscheinlich anheben wird.

Der Nikkei 225 Index blieb am Montag unverändert, da die japanische Statistikbehörde gemischte Wirtschaftszahlen veröffentlichte, was die Wahrscheinlichkeit erhöhte, dass Sanae Takaichi das Konjunkturpaket im Parlament verabschiedet. Am Montag wurde er bei ¥50.385 genotiert, leicht über dem November-Tief von ¥48.206.

Japan meldet gemischte Wirtschaftsdaten

Der Nikkei 225 Index blieb nach einer Reihe wirtschaftlicher Zahlen aus Japan in einem engen Bereich.

Ein Bericht der Statistikbehörde zeigte, dass die Wirtschaft im dritten Quartal um 3,4 % wuchs, was mehr ist als der Sektormedian von 3,3 %. Andererseits schrumpfte die annualisierte Wachstumsrate um 0,6 % auf QoQ-Basis und jährlich um 2,3 %.

Diese Verlangsamung war hauptsächlich auf sinkende Investitionsausgaben und die externe Nachfrage zurückzuführen, die im letzten Quartal um 0,2 % zurückging. Dieser Rückgang wurde durch einen kleinen Anstieg des privaten Konsums ausgeglichen.

Diese Zahlen werden helfen, Takaichis Konjunkturpaket zu rechtfertigen, das sie letzte Woche angekündigt hat und das die höchsten Inlandsausgaben seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 aufweist. Beamte erwarten, dass die Ausgaben in den nächsten drei Jahren dazu beitragen werden, die Wirtschaft in den nächsten drei Jahren um 1,4 % pro Jahr anzukurbeln.

Dennoch glauben Analysten, dass die Bank of Japan (BoJ) bei ihrer Sitzung am 19. Dezember die Zinsen erhöhen wird, wobei Beamte argumentieren, dass die Schwäche in Schlüsselsektoren wie Bau und Export nur vorübergehend sein wird.

Eine Zinserhöhung der BoJ wird wichtig sein, da sie eine Divergenz zwischen den USA und Japan anheizen wird, wobei Ökonomen erwarten, dass die Federal Reserve in diesem Treffen die Zinsen um 0,25 % senkt. Das erklärt, warum der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar wieder aufgeholt ist und von 157,8 am 20. November auf heute 155 gestiegen ist.

Die steigenden Hoffnungen auf eine Erhöhung der BoJ erklären, warum die japanischen Anleiherenditen in diesem Monat stark gestiegen sind: Die Zehnjährigen stiegen auf 1,95 % und die Fünfjährige stiegen auf 1,437 % – ein Anstieg vom bisherigen Jahrestief von 0,683 %.

Unterdessen stabilisierte sich der Nikkei-225-Index, da die Spannungen zwischen China und Japan anhielten, wobei chinesische Jets ihr Radar auf japanische Flugzeuge richteten, was dazu führte, dass Japans Premierminister eine Reaktion versprach.

Top-Aktien Japan, Nachzügler und Führungsreiter

Die meisten Unternehmen im Nikkei 225 Index lagen am Montag im roten Bereich, wobei Softbank der größte Nachzanger war. Der Softbank-Aktienkurs ist seit dem bisherigen Jahreshoch um über 30 % eingebrochen, da die Bedenken hinsichtlich der OpenAI-Exponierung stark gestiegen sind.

Das Unternehmen hat sich verpflichtet, bis zu 40 Milliarden US-Dollar zu investieren – ein riskanter Schritt für ein Unternehmen, das noch nicht profitabel ist und erheblicher Konkurrenz von Unternehmen wie Google, xAI und Anthropic hat.

Die anderen größten Nachzögerer im Nikkei 225 Index waren Unternehmen wie Nippon Sheet Glass, Lasertec, Tokyo Electric Power, Komatsu, Hitachi und Seven and I.

Andererseits waren Unternehmen wie Fujikura, Mitsubishi Estate, Japan Steel Works, Sumitomo Electric und Tokyo Fudosan die größten Gewinner.

Technische Analyse des Nikkei 225 Index

Das tägliche Zeitdiagramm zeigt, dass der Nikkei 225 Index vom bisherigen Jahrestief von 30.825 yen im April auf aktuell 50.523 yen zurückgekehrt ist, was die Entwicklung des globalen Aktienmarktes widerspiegelt.

Zuletzt hat sich der Index von einem Tief von ¥48.206 am 19. November erholt und näherte sich dem Jahreshöchststand von ¥52.627.

Der Index liegt weiterhin über dem 50-Tage- und 100-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) sowie dem Supertrend. Außerdem sind Top-Oszillatoren wie der Relative Strength Index und der MACD in den letzten Wochen weiter gestiegen.

Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der Index weiter steigt, während die Chancen auf ein Konjunkturpaket in Japan steigen. Falls dies geschieht, wird das nächste wichtige Widerstandsniveau bei ¥52.627 liegen. Ein Rückgang unter das wichtige Unterstützungsniveau bei ¥48.205 würde die bullische Aussicht ungültig machen.