Die Fed genehmigt den dritten aufeinanderfolgenden 25-Basis-Schnitt und signalisiert einen vorsichtigen Weg

Die Fed genehmigt den dritten aufeinanderfolgenden 25-Basis-Schnitt und signalisiert einen vorsichtigen Weg
Devesh Kumar
10. Dez. 2025, 20:16 PM
  • Die Fed senkt den Leitzins auf 3,5 % bis 3,75 %, was den Markterwartungen entspricht.
  • Powell warnt, dass künftige Kürzungen klarere Arbeits- und Inflationsdaten erfordern.
  • Die Märkte interpretieren die Maßnahme trotz Lockerung als "hawkische Kürzung".

Die US-Notenbank (Federal Reserve) hat am Mittwoch ihren Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt – die dritte Senkung in Folge.

Der Leitzins, von dem allgemein erwartet wurde, dass er eine bewusste Wendung hin zu einer leichteren Geldpolitik signalisiert, da die Verantwortlichen eine langsamere Dynamik des Arbeitsmarktes und eine anhaltende, aber mäßigende Inflation abwägen.

Die Entscheidung bringt das Zielvorsprung des Federal Funds Rate auf eine Bandbreite von 3,5 % bis 3,75 %, was den Markterwartungen entspricht.

"Zur Unterstützung seiner Ziele und angesichts der Verschiebung der Risikobilanz beschloss der Ausschuss, die Zielspanne für den Federal Funds Rate um 1/4 Prozentpunkt auf 3-1/2 bis 3-3/4 Prozent zu senken", hieß es in einer Mitteilung der Zentralbank.

Marktpreisgestaltung und das unmittelbare Signal an Investoren

Die 25-Basispunkte-Senkung der Fed wurde von den Märkten vor der Ankündigung weitgehend eingepreist, sodass die Entscheidung selbst minimale unmittelbare Volatilität auslöste.

Stattdessen konzentrierten sich die Händler intensiv auf Powells Forward-Guidance, insbesondere darauf, ob die Fed Anfang 2026 eine Offenheit für weitere Schnitte signalisieren oder eine Pause einleiten würde.

Der Ton der Pressekonferenz war weit wichtiger als die Zinsbewegung selbst, da die Anleger versuchten herauszufinden, ob diese dritte aufeinanderfolgende Senkung die Mitte eines Lockerungszyklus oder möglicherweise dessen Ende darstellte.

Marktstrategen interpretierten Powells Sprache schnell als ausgesprochen vorsichtig.

Der Fed-Vorsitzende betonte, dass zukünftige Zinsentscheidungen "datenabhängig" sein würden und dass der Ausschuss weitere Hinweise auf Schwäche des Arbeitsmarktes oder Desinflation sehen müsse, bevor er wieder handeln könne.

Ein großes Handelsbüro bezeichnete es als "hawkish cut", wobei die Fed die 25 Basispunkte lieferte, aber gleichzeitig die Messlatte für zukünftige Lockerungen anlegte.

Diese Botschaft führte sofort zu einer Diskrepanz, da die Investoren in die Sitzung mit möglichen Prognosen für mehrere Kürzungen im Jahr 2026 gingen, die Pressekonferenz jedoch mit einer deutlich eingeschränkteren Aussicht verließen.

Die Kalkulation der Fed: Warum diese Kürzung und was als Nächstes kommt

Powell betonte, dass der Ausschuss für eine Kürzung gestimmt habe, weil "die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung in den letzten Monaten gestiegen sind" und die Inflation moderate Fortschritte in Richtung des 2%-Ziels der Fed gezeigt habe, obwohl der zugrunde liegende Preisdruck weiterhin hartnäckig ist.

Die FOMC-Erklärung verfeinerte die Formulierungen zu zukünftigen Anpassungen und betonte, dass Entscheidungen von "eingehenden Daten" und dem "sich entwickelnden Ausblick" abhängen würden – eine Terminologie, die die Wall Street als Vorbereitung auf eine mögliche Pause interpretierte.

Die eigentliche Einschränkung für die Zukunft konzentriert sich auf die Hartnäckigkeit der Inflation über dem 2%-Ziel und einen Arbeitsmarkt, der zwar abkühlt, sich aber nicht stark verschlechtert hat.

Viele Ökonomen erwarten bis Mitte 2026 nur zwei weitere Senkungen, insgesamt 50 Basispunkte über die Bewegung am Mittwoch hinaus.

Fed-Beamte werden den Dezember-Bericht zur nichtlandwirtschaftlichen Gehaltsabrechnung und die Veröffentlichung des CPI, die beide durch den Regierungsstillstand verzögert wurden, genau prüfen, um den nächsten Schritt abzustimmen.