Tesla-Aktie: Warum der Kauf des Hypes Sie Tausende kosten könnte

Tesla-Aktie: Warum der Kauf des Hypes Sie Tausende kosten könnte
Devesh Kumar
10. Dez. 2025, 17:56 PM
  • Morgan Stanleys Herabstufung hebt Teslas extrem hohe Bewertung und schwindende Fehlertoleranz hervor.
  • Privatanleger investierten 201 Millionen Dollar in Tesla bei einem Rückgang von 15 %, was zeigt, wie Senkkäufe Verluste verstärken können.
  • Teslas Volatilität und das extreme KGV wecken Bedenken hinsichtlich der Fundamentaldaten und Überkonzentration.

Die Tesla-Aktie (NASDAQ: TSLA) gehört zu den beliebtesten Aktien an der Wall Street, wobei Privatanleger bereit sind, von den Einbrüchen zu profitieren.

Doch in letzter Zeit ist das Risiko, auf Tesla-Aktien zu setzen, exponentiell gestiegen.

Morgan Stanleys erste Herabstufung seit über zwei Jahren hat offengelegt, was der Markt seit Monaten stillschweigend weiß: Teslas Aktie mit dem 210-fachen des erwarteten Gewinns lässt praktisch keinen Spielraum für Fehler.

Die konzentrierten Wetten auf den Namen können Tausende verdampfen, wenn die Realität von der Robotaxi-Fantasie abweicht.

Elon Musk hält 12,8 % des Unternehmens, und seine widersprüchliche Aufmerksamkeit zwischen Tesla, SpaceX und der Politik in Washington verstärkt das Bewertungsrisiko für diejenigen, die ihren Ruhestand auf eine einzige Aktie setzen.

Warum ist der Tesla-Aktienhype riskant?

Das Muster ist vertraut, da die Tesla-Aktie stark fällt und in den turbulenten mittleren Monaten 2025 um bis zu 43 % gefallen ist.

Die Privatanleger sehen ein Schnäppchen. An dem Tag, an dem Tesla nach einem öffentlichen Streit zwischen Musk und Trump über Regierungsaufträge um 15 % fiel, steckten selbstgesteuerte Investoren 201 Millionen Dollar in Aktien.

Die Logik ist verlockend, da sich die Tesla-Aktie schon immer erholt hat, weshalb Investoren daran denken, zu verdoppeln.

Sogar die Geschichte legt nahe, dass diese Strategie funktionierte, bis Dezember 2022, als die Aktie in einem einzigen Monat um 37 % einbrach und viele, die übergewichtete Positionen hielten, ihre Portfolios dezimierten.

Die Volatilität ist enorm. Tesla ist in den letzten fünf Jahren 103 Mal an einem Tag um mehr als 5 % gefallen, obwohl es danach um 62 % zugelegt hat.

Aber das ist ein Münzwurf, der als Investition getarnt ist. Ein in Business Insider zitierter Investor sagte, er habe in der Woche vor dem 15-Dollar-Rückgang 10.000 US-Dollar in Tesla investiert und dann prompt weitere 4.000 US-Dollar niedriger gekauft.

Das tiefere Problem ist, dass die Bewertung keine Verbindung zu den Fundamentaldaten hat.

Teslas KGV liegt in diesem Jahr bei 293,83, fast zehnmal höher als der SandP 500-Durchschnitt.

Nach traditioneller diskontierter Cashflow-Analyse liegt Teslas fairer Wert zwischen 69 und 138 US-Dollar pro Aktie, ein massiver Unterschied zum aktuellen Niveau.

Was Analysten sagen

Der Konsens an der Wall Street zerbricht.

Morgan Stanley stufte die Aktie am Montag auf "Gleichgewicht" herab und wies darauf hin, dass der Markt Musks Robotaxi- und humanoiden Roboterambitionen bereits vollständig eingepreist hat.

Wedbush hält ein bullisches Ziel von 600 Dollar fest, das auf Durchbrüchen von FSD und Optimus basiert.

Doch Morgan Stanleys Herabstufung trägt eine überproportionale psychologische Belastung, da Adam Jonas, der ehemalige Tesla-Bulle der Bank, jahrelang einen "500-Dollar-Bullenfall" befürwortet hatte. Wenn der Urgläubige zur Seite tritt, signalisiert das, dass die Geduld am Ende ist.

Das zentrale Anliegen der Analysten konzentriert sich nun auf das Umsetzungsrisiko und die kurzfristige Nachfrage.

Morgan Stanley erwartet 2026 einen Rückgang der nordamerikanischen Elektrowagenvolumina von Tesla um 10,5 % sowie einen Rückgang der kumulierten Lieferungen bis 2040 um 18,5 %.

Das Muster von Privatanlegern, jeden Einbruch zu kaufen, hat sich in Bullenmärkten hervorragend ausgewirkt. In seitwärtigen oder Bärenmärkten verwandelt Überkonzentration Mut in eine Katastrophe.