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Cannabis-Aktien steigen, während Trump einen Wandel in der US-Marihuana-Politik signalisiert

Cannabis-Aktien steigen, während Trump einen Wandel in der US-Marihuana-Politik signalisiert
Diya Poddar
12. Dez. 2025, 13:17 PM
  • Tilray Brands, SNDL, Canopy Growth und ein großer Cannabis-ETF verzeichneten zweistellige Vorbörsengewinne.
  • Es wird erwartet, dass die Verwaltung die Umklassifizierung von Marihuana als Droge der Liste III anstrebt.
  • Die Umklassifizierung könnte die Aufsicht verringern, Strafen verringern und den Zugang zu Fördermitteln für Produzenten verbessern.

US-börsennotierte Cannabisbörsen verzeichneten am Freitag starke Vorbörsengewinne, nachdem neue Berichte auf eine mögliche Änderung der bundesstaatlichen Marihuana-Politik unter Präsident Donald Trump hindeuteten.

Die Entwicklung belebte den Fokus der Investoren auf regulatorisches Risiko, Finanzierungsbeschränkungen und die lange stagnierten Wachstumsaussichten der Branche neu.

Ein Artikel der Washington Post besagte, Trump werde voraussichtlich die Bundesregierung dazu drängen, die Beschränkungen für Marihuana deutlich zu lockern.

Der Bericht löste eine sofortige Marktreaktion aus, bei der Investoren neu bewerteten, wie ein regulatorischer Reset die Ökonomie der Cannabisproduktion, Finanzierung und Produktentwicklung auf dem US-Markt verändern könnte.

Tilray Brands sprang im Vorbörsenhandel um 28 % zu, während SNDL, Canopy Growth und der AdvisorShares Pure US Cannabis ETF Gewinne von 13,5 % bis 32,5 % verzeichneten.

Dieser Schritt spiegelte die erneute Erwartung wider, dass der regulatorische Druck auf den Sektor nach Jahren der Unsicherheit und eingeschränkten Kapitalzugangs nachlassen könnte.

Ein politischer Wandel lenkt die Marktreaktion an

Laut dem Bericht plant Trump, Bundesbehörden anzuweisen, Marihuana als Droge der Liste III neu einzustufen.

Dies würde Cannabis in dieselbe regulatorische Kategorie wie einige verschreibungspflichtige Schmerzmittel und andere kontrollierte Medikamente einordnen, anstatt neben Medikamenten, die als nicht anerkannt medizinisch geltend gelten.

Eine solche Änderung würde die bundesstaatliche Aufsicht über Marihuana und seine Derivate verringern und könnte eine der bedeutendsten regulatorischen Veränderungen für den Sektor seit Jahrzehnten darstellen.

Die Neuklassifizierung würde Cannabis auf Bundesebene nicht vollständig legalisieren, aber sie würde die Behandlung der Droge nach US-Recht verändern, mit direkten Auswirkungen auf Besteuerung, Durchsetzung und Produktzulassungen.

Die Trump-Regierung prüft bereits, ob Marihuana im Rahmen der bundesstaatlichen Drogenpolitik als weniger gefährlich angesehen werden sollte.

Der gemeldete Schritt würde diesen Ansatz formalisieren und die strafrechtlichen Sanktionen im Zusammenhang mit cannabisbezogenen Straftaten mildern und gleichzeitig die Arbeitsweise der Branche neu gestalten.

Umklassifizierung und Arzneimittelkontrolle

Eine Einstufung der Liste III würde Cannabis mit Drogen in Einklang bringen, die anerkannte medizinische Anwendungen und ein geringeres Missbrauchspotenzial als Substanzen der Liste I haben. Dieser Wandel könnte es den Regulierungsbehörden ermöglichen, Cannabisprodukte mehr wie herkömmliche verschreibungspflichtige Medikamente zu behandeln.

Experten erwarten, dass ein solcher Rahmen es Pharmaunternehmen ermöglichen würde, eine behördliche Zulassung für ein breiteres Spektrum von cannabisbasierten Produkten zu beantragen.

Wenn genehmigt, könnten diese Produkte über traditionelle Verschreibungskanäle abgegeben, anstatt weitgehend auf staatliche Cannabissysteme beschränkt zu bleiben.

Dieser potenzielle Weg wurde seit langem als fehlendes Bindeglied für die Branche angesehen, die Schwierigkeiten hat, sich unter den aktuellen Bundesvorschriften in den regulären Gesundheits- und Pharmamarkt zu integrieren.

Finanzierungsbarrieren bleiben zentral

Trotz der Rallye bleiben strukturelle Herausforderungen bestehen. Der Zugang zu Finanzierung bleibt eines der größten Hindernisse für Cannabisproduzenten, die in den USA tätig sind.

Bundesbeschränkungen haben die meisten Banken und institutionellen Investoren an den Rand gehalten und die traditionellen Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Infolgedessen sind viele Cannabisunternehmen auf teure Kredite oder alternative Kreditgeber angewiesen, was die Kreditkosten erhöht und die Bilanzen belastet.

Eine Änderung der bundesstaatlichen Arzneimittelklassifizierung könnte es Unternehmen erleichtern, Finanzierung zu sichern, die Finanzierungskosten zu senken und einen breiteren Investorenpool anzuziehen.

Ein geringeres regulatorisches Risiko könnte auch langfristige Investitionen in Produktion, Forschung und Vertrieb unterstützen – Bereiche, die durch Unsicherheiten über die bundesstaatliche Durchsetzung und Einhaltung eingeschränkt waren.

Die Auswirkungen auf die Branche weiten sich aus

Die berichtete politische Ausrichtung hat weitreichende Auswirkungen über die Aktienkurse hinaus.

Niedrigere Steuern, geringere Compliance-Belastungen und verbesserter Zugang zu Kapital könnten die Wettbewerbsdynamik im gesamten Cannabissektor verändern, insbesondere für US-orientierte Betreiber, die unverhältnismäßig stark von Bundesvorschriften betroffen sind.

Während Details zu Zeitpunkt und Umsetzung noch unklar sind, zeigt die Marktreaktion, wie empfindlich Cannabisbewertungen gegenüber Signalen aus Washington bleiben, insbesondere unter einer Regierung, die bereit ist, langjährige Drogenpolitikklassifizierungen zu überdenken.