Peking drängt den Golfblock auf das lange verzögerte Handelsabkommen

Peking drängt den Golfblock auf das lange verzögerte Handelsabkommen
Sayantan Sarkar
15. Dez. 2025, 08:51 AM
  • Chinas Außenminister Wang Yi forderte den GCC auf, das um 20 Jahre verzögerte Freihandelsabkommen (FTA) abzuschließen.
  • Ein erfolgreiches Freihandelsabkommen wird von China als "starkes Signal an die Welt zur Verteidigung des Multilateralismus" angesehen.
  • China und Saudi-Arabien wollen die Beziehungen zu regionaler Koordination, Energie und grünen Investitionen stärken.

Unter Verweis auf zunehmenden Protektionismus und den "Angriff" auf den Freihandel forderte Chinas Außenminister am Montag den Golfkooperationsrat auf, das lange verzögerte Freihandelsabkommen abzuschließen, so eine vom Ministerium veröffentlichte Erklärung.

Der chinesische Außenminister Wang Yi unternimmt derzeit eine Drei-Nationen-Reise durch den Nahen Osten, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten begann und in Jordanien enden soll.

Am Sonntag hielt er in Riad separate Treffen mit hochrangigen saudischen Beamten ab und traf sich auch mit dem Generalsekretär des GCC, Jasem Mohamed Albudaiwi.

Das chinesische Außenministerium erklärte, dass er während eines Treffens mit Albudaiwi folgenden Kommentar gemacht habe:

Wang erklärte, ein erfolgreiches Freihandelsabkommen (FTA) würde als "starkes Signal an die Welt über die Verteidigung des Multilateralismus" dienen.

Er bekräftigte zudem Chinas Unterstützung für die Bemühungen des Blocks, seine strategische Autonomie und Koordination zu stärken sowie den Integrationsprozess voranzutreiben.

Wang erklärte, dass China auch daran interessiert sei, die Zusammenarbeit mit dem GCC in Bereichen wie Handel, Wirtschaft und Investitionen zu vertiefen.

Koordination mit Saudi-Arabien

China und Saudi-Arabien haben sich verpflichtet, ihre bilateralen Beziehungen zu stärken und sich auf verstärkte Kommunikation und Koordination in regionalen und internationalen Angelegenheiten zu konzentrieren.

Nach einem Treffen ihrer jeweiligen Außenminister betonten gemeinsame Erklärungen gegenseitiges Verständnis und eine gemeinsame Vision für Stabilität.

Peking lobte Riad speziell für seine bedeutende und konstruktive Rolle bei der Erleichterung der Diplomatie und der Sicherstellung der Sicherheit im gesamten Nahen Osten.

Diese strategische Ausrichtung signalisiert eine vertiefende Partnerschaft zwischen den beiden Nationen, die die geopolitischen Dynamiken, insbesondere in den Bereichen Energie, Handel und regionale Konfliktlösung, beeinflussen und ihren gemeinsamen Ansatz in globalen Angelegenheiten festigen wird.

Am Sonntag traf sich in der saudischen Hauptstadt der Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al-Saud aus Saudi-Arabien mit Wang.

Die gemeinsame Erklärung, veröffentlicht von Chinas offizieller Nachrichtenagentur Xinhua, erläuterte die Bereiche für eine verstärkte Koordination zwischen den beiden Nationen nicht.

Es bestätigte jedoch Chinas Unterstützung für stärkere saudisch-iranische Beziehungen und das gemeinsame Engagement beider Länder für eine "umfassende und gerechte Lösung" der palästinensischen Frage.

"(China) schätzt Saudi-Arabiens führende Rolle und Bemühungen zur Erreichung regionaler und internationaler Sicherheit und Stabilität", heißt es in der am Montag veröffentlichten Erklärung, die in einem Reuters-Bericht zitiert wird.

Diplomatische Bemühungen

Die Erklärung des chinesischen Außenministeriums am Montag berichtete, dass Wang in einem Gespräch mit seinem saudischen Amtskollegen betonte, dass China Saudi-Arabien als "Priorität für die Nahost-Diplomatie" und als bedeutenden Kollaborateur in globalen diplomatischen Bemühungen betrachtet.

Er forderte zudem eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Investitionen mit Fokus auf neue Energie und die grüne Transformation.

In einem separaten Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bekräftigte Wang Yi Chinas Engagement, als "zuverlässigster Partner" bei den Wiederbelebungsbemühungen Saudi-Arabiens zu fungieren.

Eine weitere Erklärung des Außenministeriums betonte, dass Wang auch Chinas Rolle betonte, "mehr stabilisierende Faktoren einzubringen", um Frieden und Sicherheit in der Region zu fördern.

Die gemeinsame Erklärung wies darauf hin, dass die Länder eine Vereinbarung getroffen haben, gegenseitige Visabefreiungen für Inhaber diplomatischer und spezieller Pässe zu gewähren.

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