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Die Broadcom-Aktie wird zum beliebtesten KI-Trade der Wall Street für 2026: Hier ist der Grund

Die Broadcom-Aktie wird zum beliebtesten KI-Trade der Wall Street für 2026: Hier ist der Grund
Devesh Kumar
18. Dez. 2025, 14:36 PM
  • Große Banken sehen Broadcom als einen der wichtigsten KI-Akteure für 2026, da Hyperscaler auf kundenspezifische Silizium umstellen.
  • ASIC-Design gewinnt und Tomahawk Networking-Anker Broadcoms Rolle in KI-Rechenzentren.
  • Analysten modellieren das KI-Umsatzpotenzial von 50 Milliarden US-Dollar, weisen aber auf Margendruckrisiken hin.

Die Broadcom-Aktie (NASDAQ: AVGO) hat sich als seltene Konsenswahl unter den großen Wall-Street-Häusern für 2026 etabliert.

Bank of America, JPMorgan und Jefferies verweisen alle auf maßgeschneiderte KI-Chips und Hochgeschwindigkeitsnetzwerke als Wachstumslaufbahn des Unternehmens.

Der Halbleiterriese befindet sich an einem Wendepunkt, da Hyperscaler sich von reiner GPU-Abhängigkeit zu proprietären Beschleunigern abwenden, die speziell für ihre Workloads entwickelt wurden.

Die Theorie ist einfach: Während Google, Meta, OpenAI und andere internes KI-Silizium aufbauen, wird Broadcom zu einer unverzichtbaren Infrastruktur.

Das Unternehmen bietet Designkompetenz, Verpackungsmöglichkeiten über seine 3,5D-XPU-Plattform sowie Netzwerkswitches wie Tomahawk 6, die alles miteinander verbinden.

Dieser vertikale Teil des KI-Stacks, maßgeschneidertes Silizium plus die Netzwerkleitungen, zieht Bulls für die nächste Ausgabenphase zu Broadcom.

Banken nennen ASICs und Networking als Vorteil von Broadcom

Der Bank of America-Analyst Vivek Arya ernannte Broadcom zu einem der besten Large-Cap-Chips für 2026 und legte besonderen Wert auf maßgeschneiderte Chips als Möglichkeit für Cloud-Anbieter, Leistung und Kosten zu kontrollieren.

Arya erhöhte sein 12-Monats-Preisziel von 460 auf 500 US-Dollar und hob die Gewinnschätzungen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 jeweils um 8 % an.

Der Analyst nannte einen KI-Rückstau von 73 Milliarden US-Dollar, wobei das Management Wege zu 50 bzw. 100 Milliarden US-Dollar KI-Umsatz für die Geschäftsjahre 2026 bzw. 2027 vorschlug.

JPMorgans Harlan Sur spiegelt diese Optimistik wider. Angesichts steigender Investitionsausgaben für Rechenzentren erwartet Sur, dass Broadcom im Geschäftsjahr 2026 mehr als 50 Milliarden Dollar an KI-bezogenen Einnahmen überschreiten wird, gegenüber geschätzten 20–21 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2025.

Das entspricht einem Wachstum von etwa 150 % im Jahresvergleich, wobei die Dynamik durch Googles TPU-Rampe, Metas maßgeschneiderte Beschleunigerproduktion und die frühen OpenAI-XPU-Projekte in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 angetrieben wird.

Jefferies-Analyst Blayne Curtis nennt Broadcom als seine erste Wahl und sagt, die Nachfrage nach maßgeschneiderten Chips stehe an einem Wendepunkt.

Google, Meta und OpenAI beschleunigen laut Curtis im November alle die Bereitstellung von selbstgebautem Silizium.

Jefferies erhöhte sein Preisziel auf 480 US-Dollar und später auf 500 US-Dollar, womit das Potenzial für OpenAIs Titan 1-Chip angedeutet wird, bis zur ersten Hälfte 2027 mindestens 10 Milliarden US-Dollar Umsatz zu erzielen.

Ausführung und Margen bleiben Beobachtungspunkte

Der Konsens der Analysten zeichnet ein überzeugendes Bild.

Sechsundzwanzig bis dreißig Analysten, die die Broadcom-Aktie abdecken, haben eine Bewertung "Strong Buy" vergeben, mit durchschnittlichen 12-Monats-Kurszielen zwischen 415 und 430 US-Dollar, was auf etwa 27 bis 32 % Aufwärtstrend gegenüber dem Niveau Mitte Dezember bei 326 $ hindeutet.

Das obere Ende der Schätzungen erreicht 500 Dollar, was darauf hindeutet, dass eine erfolgreiche Hinrichtungsgeschichte deutlich höhere Bewertungen rechtfertigen könnte.

Dennoch gibt es Straßenvorsicht am Rand.

Die Bruttomargen von Broadcom stehen unter Druck, da die Lieferungen von individuellen ASICs zunehmen, wobei die Bank of America die Bruttomargenprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 auf 7 % bzw. 71 % im Jahresverlauf gesenkt hat.

Die Zahl stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den bisherigen Erwartungen von 75,4 % und 73,6 % dar.

Die zunehmende Komplexität im Design von maßgeschneiderten Chips und die Verlagerung des Mixes hin zu XPU-Arbeit mit geringeren Margen im Vergleich zu Alt-Netzwerkprodukten erklären den Druck.

Außerdem sind die Bewertungen gedehnt.

Mit dem 33-fachen der Gewinnprognosen für das Geschäftsjahr 2027 erzielt Broadcom einen historisch breiten Aufschlag gegenüber Nvidias 24-fachem Vielfachen, was Fragen darüber aufwirft, ob die Aktie Renditen liefern kann, die diese Lücke rechtfertigen.

Auch die Kundenkonzentration verdient eine genaue Kontrolle. Obwohl Google seit Jahren Broadcoms Hauptkunde für maßgeschneiderte Chips ist, sollten neue Kunden, die zunehmen, die Umsatzströme diversifizieren.

Doch jede Verlangsamung der Cloud-Investitionskosten oder Verzögerungen bei der Produktion von Hyperscaler-ASICs könnten laut Analysten die Prognosen beeinträchtigen.