Italien schließt Ermittlungen zu BYD, Tesla, Stellantis und Volkswagen

Italien schließt Ermittlungen zu BYD, Tesla, Stellantis und Volkswagen
Diya Poddar
19. Dez. 2025, 12:37 PM
  • Nachdem die Unternehmen sich darauf geeinigt hatten, die Informationsklarheit zu verbessern, wurden keine Geldstrafen verhängt.
  • Automobilhersteller werden ein Tool hinzufügen, das Verbrauchern hilft, die Reichweite von Elektrofahrzeugen innerhalb der Segmente zu vergleichen.
  • Stellantis, BYD und Volkswagen werden die Garantie für Batterieverschleiß verbessern.

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat die Untersuchungen gegen vier große Elektrofahrzeughersteller offiziell eingestellt, nachdem sie Zusagen zur Verbesserung der Präsentation von Verbraucherinformationen erhalten hatte.

Die Untersuchungen richteten sich gegen BYD, Tesla, Stellantis und Volkswagen, da befürchtet wurde, dass Käufer möglicherweise nicht ausreichend klare Details zur Leistung von Elektrofahrzeugen und zu den batteriebezogenen Bedingungen erhalten hätten.

Anstatt Strafen zu verhängen, akzeptierte die Aufsichtsbehörde eine Reihe von Korrekturmaßnahmen, die auf Transparenz ausgerichtet sind.

Die Entscheidung spiegelt einen regulatorischen Ansatz wider, der eine klarere Kommunikation für Verbraucher priorisiert, da Elektrofahrzeuge immer mehr zum Mainstream werden und die Kontrolle über die Marketingpraktiken von Elektrofahrzeugen in ganz Europa zunimmt.

Die Untersuchungen wurden im Februar eingeleitet und untersuchten, ob die Unternehmen potenziell unlautere Handelspraktiken betrieben hatten.

Die Behörden konzentrierten sich darauf, wie Informationen auf offiziellen Webseiten dargestellt wurden, insbesondere auf Details, die für die Kaufentscheidungen der Verbraucher auf dem Elektrofahrzeugmarkt zentral sind.

Was die Regulierungsbehörden untersucht haben

Im Zentrum der Untersuchungen standen Behauptungen im Zusammenhang mit der elektrischen Reichweite, einem Bereich, in dem die beworbenen Zahlen von der realen Leistung abweichen können.

Die Regulierungsbehörden bewerteten, ob Verbraucher ausreichend über die Variablen informiert waren, die die Reichweite beeinflussen, wie Fahrbedingungen und Nutzungsmuster.

Die Behörde überprüfte außerdem, wie die Autohersteller die Batteriekapazitätsverschlechterung im Laufe der Zeit erklären.

Batteriealterung wirkt sich auf die Fahrzeugeffizienz und langfristige Eigentumskosten aus, weshalb es für Käufer, die Elektromodelle vergleichen, ein kritisches Thema darstellen.

Ein weiteres Prüffeld betraf die Batteriegarantie. Die Ermittler untersuchten, ob Einschränkungen, Ausschlüsse oder Bedingungen für Batteriegarantien klar und zugänglich für Verbraucher kommuniziert wurden.

Von Italien angenommene Verpflichtungen

Nach Prüfung der Fälle erklärte die Wettbewerbsbehörde, sie habe Verpflichtungen von BYD, Tesla, Stellantis und Volkswagen akzeptiert und beschlossen, keine Sanktionen voranzutreiben.

Nach dem italienischen Verbraucherschutzgesetz können Verstöße zu Bußgeldern von 5.000 Euro bis 10 Millionen Euro führen, was etwa 5.855 bis 11,71 Millionen Dollar entspricht.

Anstelle von Strafen erklärten sich die Unternehmen bereit, ihre Websites zu überarbeiten, um sicherzustellen, dass Informationen zur Leistung von Elektrofahrzeugen und zum Zustand der Batterie klarer und leichter verständlich sind.

Die Regulierungsbehörde erklärte, diese Änderungen sollen das Risiko verringern, dass Verbraucher technische Daten beim Vergleich von Elektroautos falsch interpretieren.

Neue Vergleichstools für Käufer

Im Rahmen der Verpflichtungen verpflichteten sich die Automobilhersteller außerdem, ein Simulationstool einzuführen, das es Verbrauchern ermöglicht, Fahrzeugpaletten innerhalb desselben Marktsegments zu vergleichen.

Das Tool ist darauf ausgelegt, eine standardisiertere Vergleichsbasis zu bieten und Käufern zu helfen, Unterschiede zwischen den Modellen genauer einzuschätzen.

Darüber hinaus verpflichteten sich Stellantis, BYD und Volkswagen, die Garantie im Zusammenhang mit Batterieschäden zu verbessern.

Die Behörde sagte, diese Änderungen sollten den Verbrauchern mehr Klarheit über den langfristigen Batterieschutz und die erwartete Leistung bieten.

Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie andere europäische Regulierungsbehörden ähnliche Fälle angehen, insbesondere da Elektrofahrzeuge sich weiter weiterentwickeln und die Erwartungen der Verbraucher an Transparenz steigen.