Die SpaceX-Wette von Edinburgh Worldwide erzielt fast 950 % Rendite

  • Der SpaceX-Anteil von Edinburgh Worldwide hat seit seiner ersten Investition im Jahr 2018 eine Rendite von nahezu 950 % erzielt.
  • Der Trust reduzierte seinen SpaceX-Besitz, um Risiken zu managen, während er seine größte Portfolioposition behielt.
  • Der Verkauf hat einen Streit mit dem aktivistischen Investor Saba Capital vor einer wichtigen Abstimmung im Januar ausgelöst.

Der Edinburgh Worldwide Investment Trust (EWIT) hat eine Rendite von nahezu 950 % auf seine langjährige Investition in Elon Musks Space Exploration Technologies, besser bekannt als SpaceX, erzielt und damit eine der erfolgreichsten Einsätze auf dem privaten Markt in seinem Portfolio unterstreicht.

Die Investition ist auch zum Mittelpunkt eines wachsenden Streits mit dem größten Aktionär des Trusts, dem aktivistischen Hedgefonds Saba Capital, geworden.

Eine spekulative Wette, die sich ausgezahlt hat

EWIT, ein geschlossener Investmentfonds unter der Verwaltung von Baillie Gifford, investierte erstmals 2018 in SpaceX.

Zu dieser Zeit galt die Position laut Jonathan Simpson-Dent, dem Vorsitzenden des Trusts, als frühe und spekulative Wette.

Ein Großteil der Überzeugung kam vom Portfoliomanagement-Team von EWIT, das von dem, was Simpson-Dent als einen "äußerst unterstützenden" Vorstand bezeichnete, unterstützt wurde.

Die Vertrautheit des Trusts mit Musks Erfolgsbilanz, insbesondere durch die frühe Investition in Tesla, spielte eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des Vertrauens in das langfristige Potenzial von SpaceX.

Simpson-Dent sagte, Tesla habe in den letzten zehn Jahren "unverhältnismäßig hohe Renditen" für die EVIT-Aktionäre erzielt, was den Glauben stärkte, dass SpaceX einen ähnlich transformativen Weg einschlagen könnte.

Als SpaceX seine Startkapazitäten ausbaute und das Starlink-Satellitennetzwerk in mehreren Endmärkten an Bedeutung gewann, stärkte EWIT seine Position über mehrere Jahre hinweg weiter.

In einem aktuellen Update teilte der Trust mit, dass seine SpaceX-Beteiligung eine absolute Rendite von 947 % erzielt hat, was sie zur größten Investition von EWIT macht.

Portfoliodisziplin und Kürzung der Position

SpaceX macht mittlerweile etwa 16 % des Gesamtportfolios von EWIT aus, das insgesamt etwa 847,15 Millionen Pfund (1,14 Milliarden US-Dollar) an Vermögenswerten umfasst.

Die Position ist mehr als doppelt so groß wie der nächstgrößte Bestand des Trusts.

Kürzlich hat EWIT seine Exponierung gegenüber SpaceX reduziert und etwa ein Drittel seiner Anteile verkauft, während es die größte Investition des Trusts bleibt.

Simpson-Dent sagte, die Entscheidung sei eher auf Disziplin des Portfolios als auf einen Verlust der Überzeugung zurückzuführen.

Die Anlagerichtlinien von EWIT erlauben es, dass etwa 25 % des Portfolios in nicht börsennotierten Vermögenswerten gehalten werden – eine Schwelle, die mit steigenden Bewertungen natürlich steigen kann.

Simpson-Dent stellte jedoch fest, dass wenn der nicht börsennotierte Anteil näher an 30 % wächst, die Flexibilität für Investitionen in andere private Unternehmen verringert.

Die Kürzung des SpaceX-Anteils sollte das Konzentrationsrisiko steuern und "Trockenpulver" für zukünftige Chancen bewahren, während gleichzeitig eine bedeutende Präsenz im Geschäft erhalten bleibt.

Aktivistendruck und Spannungen im Vorstandszimmer

Der Verkauf hat einen langwierigen Streit zwischen EWIT und Saba Capital, einem in New York ansässigen Hedgefonds, der etwa 30 % des Trusts hält, verschärft.

Saba-Gründer Boaz Weinstein kritisierte die Entscheidung öffentlich und stellte den Preis in Frage, zu dem EWIT einen Teil dessen verkaufte, was er als "Kronjuwel" bezeichnete, angesichts von Spekulationen über die mögliche Bewertung von SpaceX.

Simpson-Dent erklärte, dass SpaceX regelmäßig Mitarbeiterangebote durchführt, was Aktionären wie EWIT die Möglichkeit bietet, ihre Positionen zu reduzieren und dennoch investiert zu bleiben.

Trotzdem hat Saba EWIT der Wertzerstörung beschuldigt und bedeutende Veränderungen in der Governance gefordert.

Saba hat eine für den 26. Januar geplante Generalversammlung vereinbart, in der geplant wird, den aktuellen Vorstand von EWIT zu entfernen und durch drei eigene Kandidaten zu ersetzen.

EWIT hat die Aktionäre aufgefordert, gegen den Vorschlag zu stimmen, und argumentiert, dass sein Ansatz langfristige Überzeugung mit einem umsichtigen Risikomanagement in Einklang bringt.