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Starlink greift ein, während Venezuela nach US-Militäraktionen mit Internetunterbrechungen konfrontiert ist

Starlink greift ein, während Venezuela nach US-Militäraktionen mit Internetunterbrechungen konfrontiert ist
Diya Poddar
05. Jan. 2026, 08:29 AM
  • Starlink bietet in Venezuela bis zum 3. Februar kostenloses Breitband an, nachdem US-Luftangriffe zu einem Internetausfall geführt haben
  • Der UN-Sicherheitsrat wird am 6. Januar zusammentreten, um die Rechtmäßigkeit der US-Militärmaßnahmen zu erörtern.
  • Starlink wurde zuvor in der Ukraine genutzt, um die Konnektivität während Kriegsstörungen wiederherzustellen.

Elon Musks Satelliten-Internetdienst Starlink bietet bis zum 3. Februar kostenlosen Breitbandzugang für Nutzer in Venezuela an, während das Land mit weitreichenden Störungen nach US-Luftangriffen und der Verhaftung des ehemaligen Parteichefs Nicolas Maduro zu kämpfen hat.

Dieser Schritt stellt einen privaten Technologieanbieter ins Zentrum einer sich schnell entwickelnden geopolitischen Krise, in der Konnektivität neben Sicherheit und Governance zu einem kritischen Thema geworden ist.

Berichte über Strom- und Internetausfälle in Caracas und den umliegenden Regionen haben Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu grundlegenden Kommunikationen geweckt, insbesondere da die internationale Beobachtung von Washingtons Maßnahmen zunimmt.

Starlink teilte am Sonntag mit, dass es proaktiv Service-Guthaben sowohl auf aktive als auch auf inaktive Konten in Venezuela hinzufügt, während es regulatorische Anforderungen und Bedingungen vor Ort überwacht.

Das Unternehmen gab keinen Zeitplan an, wann Kunden im Land den Dienst offiziell lokal erwerben könnten, und wies darauf hin, dass etwaige Neuigkeiten über die offiziellen Kanäle weitergegeben würden.

Konnektivität trotz Störungen

Das Angebot eines kostenlosen Dienstes erfolgt, nachdem die USA eine Militäroperation durchgeführt hatten, die Teile der venezolanischen Hauptstadt und der benachbarten Bundesstaaten ins Visier nahm.

Washington teilte mit, dass sich seine Aktionen am 3. Januar hauptsächlich auf Caracas konzentrierten, mit weiteren Angriffen in Miranda, Aragua und La Guaira.

Im Anschluss berichteten lokale Medien über Strom- und Internetausfälle in Teilen von Caracas, mit ähnlichen Unterbrechungen in Miranda am Wochenende.

Durch die Ausweitung des temporären Zugangs könnte Starlink helfen, die grundlegende Konnektivität in Gebieten wiederherzustellen, die von Infrastrukturschäden oder Serviceunterbrechungen betroffen sind.

Die Verfügbarkeitskarte des Unternehmens listet Venezuela weiterhin als "bald verfügbar", was darauf hindeutet, dass es dort noch nicht offiziell gestartet ist, obwohl einige Nutzer offenbar bereits Zugang haben.

Dies hat Fragen darüber aufgeworfen, wie der Dienst im Land funktioniert und unter welchem regulatorischen Rahmen.

Starlink operiert als Tochtergesellschaft von SpaceX und liefert Breitband über Satelliten im niedrigen Erdorbit.

Nutzer müssen in der Regel spezialisierte Hardware kaufen, um sich mit dem Netzwerk verbinden zu können, eine Anforderung, die trotz der kostenlosen Service-Gutschriften in einer Krise eine breitere Nutzung einschränken kann.

Die politische Unsicherheit vertieft sich

Der Schub nach Konnektivität findet vor dem Hintergrund starker politischer Unsicherheit statt.

Nach Maduros Verhaftung und Auslieferung zu Anklagen wie Drogenterrorismus und Wahlmanipulation sagte US-Präsident Donald Trump, Washington werde Venezuelas Übergang überwachen.

Trump gab am Samstag außerdem bekannt, dass Vizepräsidentin Delcy Rodriguez nach Maduros Festnahme vereidigt worden sei.

Gleichzeitig warnte er, dass weitere militärische Maßnahmen folgen könnten, falls die neue Führung den US-Erwartungen nicht entspreche.

Diese Aussagen haben die Volatilität in einem Land verstärkt, das bereits mit wirtschaftlichen und sozialen Belastungen zu kämpfen hat.

Globale Reaktion und Präzedenzfälle

Die internationale Reaktion war schnell.

Der UN-Sicherheitsrat soll sich am 6. Januar treffen, um die Rechtmäßigkeit der US-Handlungen zu erörtern, da mehrere Länder, darunter Brasilien und Spanien, die Angriffe kritisiert haben.

Die Debatte wird sich voraussichtlich nicht nur auf militärische Interventionen, sondern auch auf deren humanitäre und rechtliche Implikationen konzentrieren.

Venezuela ist nicht die erste konfliktbetroffene Region, in der Starlink stationiert wurde.

Das Satellitennetz wurde zuvor in der Ukraine genutzt, um Kommunikationssysteme zu ersetzen, die während der russischen Invasion beschädigt wurden.

Während Starlink dort zunächst einen Großteil der Kosten übernahm, werden seine Operationen in der Ukraine seit Juni 2023 durch einen Vertrag des US-Verteidigungsministeriums finanziert.

Starlink hat nicht bekannt gegeben, wie viele Nutzer in Venezuela aktiv sind oder wie hoch die Kosten für die Bereitstellung kostenloser Dienste im aktuellen Zeitraum sind.